Tierheime „vor dem Kollaps”: Tierschützer ziehen vor Gericht
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Beim Deutschen Tierschutzbund ist die Geduld am Ende. Zusammen mit vier lokalen Vereinen hat der Verband vor dem Verwaltungsgericht Köln eine Untätigkeitsklage gegen die Bundesrepublik eingereicht. Der Vorwurf: Das zuständige Bundesministerium lasse Tierschützer und ihre Einrichtungen bei der Finanzierung im Stich.
Die Kläger berufen sich auf Artikel 20a des Grundgesetzes. Dort ist der Tierschutz seit 2002 als Staatsziel festgeschrieben. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, möchte vor Gericht klären lassen, dass der Bund eine „Verantwortung und Pflicht hat, auch den praktischen Tierschutz direkt zu stützen“. Das berichtet „DER SPIEGEL“.
Tierheime vor dem Kollaps: Last kaum tragbar
Die Lage ist äußerst angespannt. Schröder warnt: „Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen stehen vielerorts vor dem Kollaps.“ Die Kosten steigen stark, zugleich sei die Belastung bei der Arbeit kaum noch zu bewältigen. Das Problem beschreibt er so: „Immer mehr Tiere bleiben immer länger in den Einrichtungen, die gesetzlichen Auflagen steigen.“
Verschärft worden sei die Situation durch den „Haustier-Boom“ in der Corona-Zeit sowie durch die fehlende bundesweite Kastrationspflicht für Streunerkatzen. Wegen massiver Überlastung hätten viele Tierheime bereits einen Aufnahmestopp verhängt. Der Bedarf an Sanierungen sei groß und werde auf mindestens 160 Millionen Euro beziffert.
Milliarden für Sportanlagen, kein Geld für Tiere?
Während viele Tierheime um ihr Fortbestehen kämpfen, wird an anderer Stelle viel Geld bereitgestellt. Die Tierschutz-Aktivisten beanstanden die Ankündigung der Bundesregierung, mindestens eine Milliarde Euro in die Sanierung von Sportanlagen zu investieren. Für Menschen, die sich um herrenlose Tiere sorgen, ist das ein Affront.
Frühere Zuschüsse des Bundes, darunter fünf Millionen Euro für die Jahre 2021 und 2022, seien lediglich eine vorübergehende Entlastung gewesen. Für 2026 sind im Bundeshaushalt keine Mittel mehr für Tierschutz-Einrichtungen vorgesehen. Schröder sagt dazu: „Spätestens mit der ‚Sportmilliarde‘ ist klar: Wenn die Bundesregierung handeln will, kann sie handeln.“
Die Empörung ist entsprechend groß. Schröder erklärt: „Wenn Kunstrasen wichtiger ist als das Leben von Hunden und Katzen und kein politischer Wille erkennbar ist, zu unterstützen, dann müssen die Gerichte das erzwingen.“ Auch aus den örtlichen Vereinen kommen eindringliche Worte. Das Tierheim Crailsheim teilt mit: „Wir kommen an einen Punkt, an dem wir diese immense Arbeit nicht mehr allein stemmen können.“ (red)
Dieser Beitrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.
Das Original zu diesem Beitrag "Jetzt reicht's den Tierschützern: Klage gegen die Regierung – "Kunstrasen wichtiger als Hunde und Katzen"" stammt von Kölner Express.
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