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Kurz nach seinem Umzug

Lazare wurde 30 Jahre alt: Womöglich ältester Hund der Welt ist tot

Lazares Besitzerin war im Frühjahr 2026 verstorben – danach nahm ihn eine 29-jährige Frau bei sich auf.
Lazares Besitzerin war im Frühjahr 2026 verstorben – danach nahm ihn eine 29-jährige Frau bei sich auf. Instagram lazare_le_trentenaire
Lazare bewegte zuletzt viele Herzen: Der 30-jährige Papillon bekam kurz vor seinem Tod noch ein neues Zuhause. Nun ist der Hund verstorben.

Lazare war klein, sehr alt und zuletzt weit über Frankreichs Grenzen hinaus bekannt worden: Der Papillon galt als möglicher ältester Hund der Welt. Nun ist der Rüde im Alter von 30 Jahren und fünf Monaten gestorben. Sein offizieller Rekord ist zwar noch nicht bestätigt, doch seine Geschichte bewegt viele Menschen – auch, weil er erst wenige Wochen vor seinem Tod noch einmal ein neues Zuhause gefunden hatte.

Ophélie Boudol hatte Lazare am 18. April aus dem Tierheim der französischen Tierschutzorganisation SPA in Annecy Marlioz aufgenommen, nachdem seine frühere Halterin gestorben war. Eigentlich suchte die 29-Jährige zunächst ein Tier für ihre Mutter. Dann begegnete sie dem kleinen Spaniel – der älter war als sie selbst. Zwischen den beiden entstand sofort eine Verbindung.

Möglicher ältester Hund der Welt: Lazare stirbt mit 30 Jahren

Der französische Sender BFMTV berichtet, dass Lazare am 14. Mai 2026 im tierärztlichen Krankenhaus von Allonzier-la-Caille (Haute-Savoie) starb. In sozialen Netzwerken war er als „Lazare le trentenaire“ bekannt – also als Lazare, der Dreißigjährige.

Warum sie den alten Hund zu sich geholt hatte, erklärte Boudol so: „Ich habe Lazare aufgenommen, weil dieser Hund mich berührt hat. Ich wollte nicht, dass er sein Leben allein in der SPA beendet. Er musste von Liebe umgeben sein.“ Für sie war von Anfang an klar, dass die gemeinsame Zeit begrenzt sein würde

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Die 29-Jährige wollte jedoch zeigen, dass auch sehr alte Hunde noch ein Zuhause verdienen: „Man kann mit ihnen unglaubliche Dinge erleben. Man weiß, dass es eine noch flüchtigere Liebe ist, aber es lohnt sich.“

Lazare war blind, taub und trotzdem voller Charakter

Der französische Radiosender RFI schreibt, Lazare sei am 4. Dezember 1995 geboren worden. Der Papillon-Zwergspaniel mit den typischen stehenden „Schmetterlingsohren“ hatte den größten Teil seines Lebens bei derselben Besitzerin verbracht, bevor er nach deren Tod ins Tierheim kam.

Im hohen Alter brauchte Lazare intensive Fürsorge. Er konnte nicht mehr sehen und hören, trug Windeln und schlief fast den ganzen Tag. Trotzdem war er für Boudol nicht einfach nur ein gebrechlicher Hund. „Er hat wirklich so eine liebenswerte Persönlichkeit“, sagte sie über den Vierbeiner.

Am Tag seines Todes fiel Boudol auf, dass Lazare apathisch wirkte. Sie brachte ihn in tierärztliche Behandlung, wo er wenig später einschlief. „Er hat nicht gelitten“, sagte die 29-Jährige laut der Nachrichtenagentur AFP.

Guinness-Rekord für Lazare ist noch nicht bestätigt

Ob Lazare offiziell als ältester Hund der Welt anerkannt wird, ist derzeit offen. Kevin Zollinger, Präsident der SPA d’Annecy Marlioz, steht dafür mit Guinness World Records in Kontakt. Als Nachweise sollen unter anderem Daten aus dem nationalen Identifikationsregister für Hunde und der Stammbaum des Tieres dienen.

Die Prüfung ist auch deshalb wichtig, weil der Fall Bobi zuletzt neu bewertet wurde. Der portugiesische Rafeiro do Alentejo galt nach seinem Tod im Jahr 2023 zunächst als ältester Hund. 2024 kam eine Überprüfung jedoch zu dem Ergebnis, dass sein Alter nicht ausreichend belegt war.

Für Boudol hängt Lazares Bedeutung nicht an einem offiziellen Titel. Auf Instagram verabschiedete sie sich mit den Worten: „Du warst unser kleiner Opa-Baby. […] Du hast entschieden, deinen letzten Flug am Abend des 14. Mai in meinen Armen anzutreten, um zu deinem Frauchen zu gehen, das dich so sehr geliebt hat.“