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Körperlich und mental

Studien zeigen, wie eine Katze deine Gesundheit positiv beeinflussen kann

Das Zusammenleben mit Katzen kann positive Auswirkungen auf mehrere Bereiche haben.
Das Zusammenleben mit Katzen kann positive Auswirkungen auf mehrere Bereiche haben. Getty Images/Mariia Vitkovska
Studien haben herausgefunden, dass Katzen mehr Wohlbefinden in den Alltag von Menschen bringen können – sowohl körperlich als auch psychisch.

Katzen gelten oft als eigenwillig, ruhig und unabhängig. Doch wer eine Katze hält, bekommt offenbar mehr als Gesellschaft im Alltag: Das Wirtschafts- und Nachrichtenmedium „CNBC Indonesia“ verweist auf mehrere gesundheitliche Vorteile, die mit dem Zusammenleben mit Katzen in Verbindung gebracht werden – von weniger Stress bis hin zu möglichen Effekten auf Blutdruck und Herzgesundheit.

Demnach können schon einfache Interaktionen wie Streicheln, Spielen oder die tägliche Versorgung einer Katze biologische und psychische Reaktionen auslösen. Dabei geht es unter anderem um Hormone, Nervensystem, mentale Stabilität und bei Kindern auch um das Immunsystem.

Katzen halten: Wie Nähe zum Tier Stress reduzieren kann

Viele Halterinnen und Halter kennen diesen Moment: Die Katze liegt neben dir, schnurrt leise oder lässt sich streicheln – und der Alltag wird für einen Augenblick ruhiger. Solche Situationen können sich positiv auf die Psyche auswirken.

Körperkontakt mit Katzen kann die Ausschüttung von Endorphinen anregen. Diese Hormone werden mit Wohlbefinden und positiven Gefühlen verbunden. Auch die feste Routine im Zusammenleben mit einer Katze kann stabilisieren: Füttern, Spielen, Pflegen und Beobachten schaffen wiederkehrende Aufgaben, die dem Tag Struktur geben.

Zusätzlich kann die Interaktion mit Katzen den Oxytocinspiegel erhöhen. Dieses Hormon spielt bei Bindung, Nähe und Geborgenheit eine Rolle. Eine Untersuchung von Allen et al. aus dem Jahr 2020 kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass das Spielen mit Katzen den Cortisolspiegel senken kann. Cortisol gilt als Stresshormon.

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Gesundheitliche Vorteile von Katzen: Was Studien nahelegen

Neben psychischen Effekten werden auch körperliche Zusammenhänge beschrieben. Studien deuten darauf hin, dass Menschen mit Haustieren, darunter Katzen, tendenziell einen niedrigeren Blutdruck haben. In einer australischen Untersuchung mit 5.741 Teilnehmenden blieb dieser Zusammenhang auch sichtbar, nachdem Faktoren wie wirtschaftliche Situation und Body-Mass-Index berücksichtigt wurden.

Als mögliche Erklärung gilt die beruhigende Wirkung einfacher Nähe. Das Streicheln einer Katze kann das Nervensystem entspannen und die körperliche Stressreaktion abschwächen. Viele Katzenhalterinnen und Katzenhalter erleben solche ruhigen Momente im Alltag als wohltuend – gerade, weil die Katze keine großen Worte braucht, sondern durch ihre Anwesenheit Nähe schafft.

Besonders auffällig ist der Zusammenhang mit der Herzgesundheit. Eine Untersuchung der University of Minnesota ergab, dass Menschen ohne Katze ein etwa 30 bis 40 Prozent höheres Risiko hatten, an einer Herzerkrankung zu sterben, verglichen mit Menschen, die Katzen hielten. Die Studie lief über zehn Jahre und umfasste mehr als 4.000 Teilnehmende.

Warum Katzen auch für Kinder wichtig sein können

Die möglichen Vorteile von Katzen beschränken sich nicht nur auf Erwachsene. Auch Kinder können vom Zusammenleben mit einem Haustier profitieren. Das betrifft unter anderem Kinder mit Autismus, deren soziale Fähigkeiten durch den Kontakt zu Katzen unterstützt werden können.

Der vergleichsweise ruhige Charakter vieler Katzen kann Kindern dabei helfen, Vertrauen in soziale Situationen aufzubauen. Die Interaktion mit dem Tier bietet ihnen eine Möglichkeit, Nähe und Kontakt zu erleben, ohne sofort starkem Druck ausgesetzt zu sein.

Auch das Immunsystem von Kindern kann vom frühen Kontakt mit Haustieren profitieren. Kinder, die mit Tieren aufwachsen, sollen widerstandsfähiger gegenüber Infektionen und Atemwegsproblemen sein. Als mögliche Erklärung gilt, dass ihr Immunsystem früh mit unterschiedlichen Mikroorganismen in Kontakt kommt und dadurch trainiert wird. Dadurch könne auch das Risiko für Allergien sinken.

Katzenschnurren: Warum die Frequenz so interessant ist

Ein besonders faszinierender Punkt ist das Schnurren. Katzen schnurren in einem Frequenzbereich von etwa 20 bis 140 Hertz. Diese Schwingungen werden mit möglichen therapeutischen Effekten in Verbindung gebracht, etwa bei Beschwerden an Knochen, Muskeln oder Gelenken.

Für Halterinnen und Halter ist das Schnurren aber nicht nur körperlich interessant. Es ist auch ein starkes Signal von Nähe und Vertrautheit. Ob auf dem Sofa, im Bett oder am Schreibtisch: Wenn eine Katze schnurrend zur Ruhe kommt, verändert sich oft auch die Stimmung im Raum.

Eine Katze sollte trotzdem nie nur wegen möglicher gesundheitlicher Vorteile angeschafft werden. Sie braucht Zeit, Pflege, passende Lebensbedingungen und langfristige Verantwortung. Die beschriebenen Effekte zeigen vor allem, warum das Zusammenleben mit Katzen für viele Menschen im Alltag so wertvoll sein kann – vorausgesetzt, die Bedürfnisse des Tieres passen zur eigenen Lebenssituation.