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Erschien in Kooperation mit focus.de
„Es war sofort eine Verbindung da“

30 Jahre alt: Lazare könnte der älteste Hund der Welt sein – und bekommt jetzt ein neues Zuhause

Lazare soll über 30 Jahre alt sein – ein neuer Weltrekord?
Lazare soll über 30 Jahre alt sein – ein neuer Weltrekord? Instagram devonshireofpalmbeach
Ein Hund aus Frankreich könnte bald als ältester Hund der Welt gelten. Nach dem Tod seines Halters fand Lazare nun ein neues Zuhause.

Ein Continental Toy Spaniel aus Frankreich erregt derzeit Aufsehen: Lazare soll mehr als 30 Jahre alt sein und damit die Chance haben, als ältester Hund der Welt anerkannt zu werden.

Nach Angaben der Tierschutzorganisation Société Protectrice des Animaux kam der Rüde am 4. Dezember 1995 zur Welt. Damit wäre er älter als der bisherige Rekordhalter Bluey, ein australischer Hütehund, der ein Alter von 29 Jahren erreichte.

Rekordverdächtiges Hundealter von Lazare offiziell überprüft

Das Alter von Lazare wurde laut Berichten der britischen Tageszeitung „The Times“ sowohl durch einen Mikrochip als auch durch ein französisches Zuchtregister überprüft. „Wir haben alles doppelt kontrolliert. Es besteht kein Zweifel“, erklärte Tierheimleiterin Anne-Sophie Moyon.

Trotzdem dürfte eine mögliche Anerkennung im Guinness-Buch eine Herausforderung werden. Vor Kurzem wurde ein vermeintlicher Altersrekord eines anderen Hundes nachträglich gestrichen, nachdem Zweifel an den Angaben aufgekommen waren.

Statt Ruhestand im Tierheim: Lazare findet ein neues Zuhause

Nachdem sein früherer Halter verstorben war, kam Lazare zunächst in ein Tierheim. Dort blieb er jedoch nur kurze Zeit, denn die 29-jährige Ophélie Boudol nahm ihn vor Kurzem bei sich auf, wie der französische Fernsehsender TF1 berichtet.

„Ich habe ihn adoptiert, weil ich Tiere liebe. Es war sofort eine Verbindung da“, sagte sie. Für sie kam es nicht infrage, dass der Rüde dauerhaft im Tierheim bleibt.

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Mittlerweile lebt Lazare in ihrem Haushalt, verbringt viel Zeit schlafend und unternimmt gemächliche Spaziergänge. „Wir hoffen, dass er noch lange bei uns bleibt“, so seine neue Besitzerin. Der offiziellen Bestätigung eines Hunde-Altersrekords misst die 29-Jährige jedoch keine besondere Bedeutung bei.

Warum in Deutschland immer mehr Menschen Hunde adoptieren

In Deutschland entscheiden sich zunehmend viele Menschen dafür, einen Hund aus dem Tierheim zu übernehmen, statt ein Tier zu kaufen. Laut der Hundeadoptionsplattform „Baluwarten bundesweit zehntausende Hunde auf ein neues Zuhause, viele von ihnen kommen aus schwierigen Umständen oder wurden abgegeben.

Eine Adoption bietet mehrere Vorteile: In der Regel sind die Tiere bereits geimpft, gechippt und tierärztlich untersucht. Zudem unterstützen Tierheime dabei, ein Tier zu finden, das gut zur jeweiligen Lebenssituation passt. Gleichzeitig leistet man einen direkten Beitrag zum Tierschutz.

Entscheidend ist jedoch eine realistische Einschätzung der eigenen Situation im Vorfeld. Ausreichend Zeit für tägliche Spaziergänge, das notwendige Budget für laufende Ausgaben und eine geeignete Wohnumgebung sind wichtig, damit das Zusammenleben von Mensch und Tier dauerhaft funktioniert.