„Öko-Test“ warnt: Fast jedes zweite Hundeshampoo fällt durch
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Hat sich dein Hund in Matsch oder etwas Übelriechendem gesuhlt, bleibt oft nur ein Bad. Doch laut einem Test des Magazins „Öko-Test“ sind längst nicht alle erhältlichen Hundeshampoos eine gute Wahl. Untersucht wurden 22 unterschiedliche Produkte, deren Preise zwischen 1,99 und 19,99 Euro lagen. Das Fazit der Prüfer fällt deutlich aus: Fast die Hälfte der getesteten Shampoos erhielt die Bewertung „ungenügend“, wie in der Ausgabe 05/2026 berichtet wird.
Beanstandet wurden unter anderem riskante Konservierungsmittel, unvollständige Deklarationen der Inhaltsstoffe sowie Abweichungen beim pH-Wert. In einigen Shampoos stießen die Tester auf Substanzen wie Formaldehyd, Isothiazolinone oder den bioziden Wirkstoff IPBC. Formaldehyd könne bereits in sehr niedriger Dosierung Schleimhäute reizen und Allergien auslösen; werde es über die Atemluft aufgenommen, gelte es zumindest beim Menschen als krebserregend.
Hundeshampoo-Test: Biozide, Zuckerwatte und Testsieger
In einem der Produkte wurde der biozide Stoff IPBC nachgewiesen – gleichzeitig war es mit Zuckerwatte-Duft versehen. Bei „Hundeshampoo mit Kokosduft oder als Zuckerwatte-Edition“ sei „fraglich, ob es dabei um das Wohl des Tieres geht – oder eher um die Vorlieben von Frauchen oder Herrchen“, so Annette Dormann, „Öko-Test“-Leiterin Magazin.
Nur vier Shampoos kamen ohne potenziell problematische Inhaltsstoffe aus. Mit einem „sehr gutem“ Gesamturteil schnitten das Lila Loves It Shampoo Shine & Comb sowie das Petchen Langhaar Hundeshampoo ab. Ebenfalls positiv, mit „gut“ bewertet, wurden das Aniforte Fellharmonie Kokos Shampoo für alle Felltypen und das Beaphar Bio Fellglanz Shampoo.
Darf man Hund mit normalem Shampoo waschen?
Hundeshampoos zählen in Deutschland rechtlich nicht zur Kosmetik, sondern fallen unter die Detergenzienverordnung für Wasch- und Reinigungsmittel. Diese schreibt ein vollständiges Inhaltsstoffverzeichnis vor – bei fünf der getesteten Produkte fehlte eine solche Angabe jedoch.
Wer seinem Tier etwas besonders Gutes tun möchte, greift vielleicht zur eigenen Shampooflasche. Auch wenn das zunächst naheliegend scheint, rät „Öko-Test“ davon ab. Aufgrund des abweichenden pH-Werts würde ein für Menschen entwickeltes Shampoo den natürlichen Säureschutzmantel der Hundehaut angreifen. Eine dadurch aus dem Gleichgewicht geratene Hautflora kann den Hund anfälliger für Bakterien, Pilze und Parasiten machen.
Fellpflege-Tipps: So schonst du Hundehaut und -haar
Das raten die Öko-Tester:
- Bürste das Fell regelmäßig – das ist der wichtigste Baustein der Fellpflege.
- Waschbäder: möglichst selten. Shampoo nur nutzen, wenn sich Schmutz nicht auskämmen lässt oder der Hund unangenehm riecht – und dann sparsam dosieren.
- Nach dem Baden den Hund mit einem saugfähigen Handtuch gründlich abtrocknen.
- Das Fell an der Luft trocknen lassen – dabei Zugluft vermeiden.
- Bei langhaarigen Hunden kann das Fell während des Lufttrocknens leicht verfilzen – dann darf ein Föhn eingesetzt werden, höchstens lauwarm und nur, wenn der Hund zuvor an Geräusch und Gerät gewöhnt wurde.
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