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„Schämt euch!“

Bengalkatze aus Auto geworfen – Tierheim ist entsetzt

Bengalkatze (Symbolbild): Das Tierheim zeigte sich entsetzt über das Verhalten der Besitzer.
Bengalkatze (Symbolbild): Das Tierheim zeigte sich entsetzt über das Verhalten der Besitzer. Getty Images/Andrea Lardani
In Delmenhorst wurde eine Bengalkatze aus einem Auto geschmissen. Das zuständige Tierheim sucht die Besitzer. Wenig später tauchte auch ein Bengalkater auf.

Gleich zwei Bengalkatzen sind innerhalb kurzer Zeit in Delmenhorst (Niedersachsen) aufgefunden worden – unter Umständen, die das örtliche Tierheim entsetzt haben. Beide Tiere tragen zwar einen Chip, sind jedoch nicht registriert, sodass die Suche nach ihren Besitzerinnen und Besitzern bislang ohne Ergebnis blieb.

Bengalkatze aus Auto geschmissen

Den ersten Fall veröffentlichte das Tierheim Bergedorf am Dienstagnachmittag auf Instagram. Demnach wurde in der Liegnitzer Straße eine Bengalkatze aus einem fahrenden Auto geworfen. „Aufmerksame Anwohner haben die Katze direkt sichern können. Leider konnte man uns das Auto nicht beschreiben, da man so perplex war und nur auf die Katze achtete“, heißt es in dem Beitrag. Die weibliche Katze erhielt im Tierheim den Namen Else Kling.

Die Tierschutzeinrichtung wandte sich auch an die Verantwortlichen: „Wir würden diese Tat nur ungern einfach durchgehen lassen. Zumal es für ‘Else Kling’ ganz sicher eine bessere, weniger ehrenlose, Lösung gegeben hätte – schämt euch!“

Wenn du die Katze erkennst oder Hinweise zu ihren Besitzerinnen und Besitzern hast, kannst du dich beim Tierheim melden.

Bengalkater Karl nach einer Woche auf der Straße in Sicherheit gebracht

Wenig später postete die Einrichtung einen weiteren Fund: Demnach hatte sich ein Bengalkater seit rund einer Woche immer wieder in der Nähe eines Steakhauses in der Nordenhamer Straße aufgehalten, bevor er schließlich aufgegriffen wurde. „Nach unserem letzten Beitrag zur letzten Bengalkatze, machten sich die Finder doch etwas größere Sorgen um ihn und sicherten ihn“, heißt es in dem Instagram-Post.

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Das Tier, das im Tierheim den Namen Karl bekam, wies leichte Blessuren auf, befindet sich aber insgesamt in einem guten Zustand. Er ist ebenfalls gechipt, jedoch nicht kastriert. Wer den Kater vermisst, soll sich mit Chipnummer an die Einrichtung wenden.

Gechippt heißt nicht automatisch registriert

Dass ein gechipptes Tier nicht automatisch auch registriert ist, ist laut dem Tierversicherer FIGO ein weit verbreiteter Irrtum. Beim Einsetzen des Chips durch den Tierarzt oder die Tierärztin wird lediglich die Kennnummer implantiert – um die Eintragung in ein Haustierregister wie TASSO oder Findefix müssen sich Halterinnen und Halter selbst kümmern. Erst dann lässt sich ein gefundenes Tier über seinen Chip eindeutig einer Person zuordnen. 

Das kann sich in verschiedenen Situationen auszahlen: Läuft eine Katze oder ein Hund zum Beispiel weg und wird gefunden, lesen Tierambulanz oder Tierarzt den Chip aus und können das Tier so seiner Besitzerin oder seinem Besitzer zuordnen. Auch wer mit seinem Tier ins Ausland reisen möchte, muss gegebenenfalls eine gültige Registrierung vorweisen.

In Deutschland besteht bislang keine flächendeckende Chip- und Registrierungspflicht – das soll sich jedoch ändern: Das EU-Parlament hat eine Verordnung verabschiedet, die künftig für alle Halterinnen und Halter in der EU eine Mikrochip-Pflicht und Registrierungspflicht vorsieht.