US-Studentin zieht extra für Hundesitting nach Finnland
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Die 31-jährige US-Amerikanerin San J. Robinson hält sich derzeit im südlichen finnischen Kullo auf, um dort einen Hund zu betreuen. Im Austausch dafür wohnt die Masterstudentin aus New York kostenlos in einer Unterkunft.
Nach Angaben des öffentlichen Rundfunksenders Yle ergab sich Robinsons Aufenthalt im Ausland über eine Plattform für Haus- und Tiersitting. Für das tägliche Zusammenleben mit Jagdhund Ulysse hat sie Befehle auf Schwedisch einstudiert. Hintergrund ist, dass die Region Ost-Uusimaa traditionell zum Kerngebiet der Finnlandschweden zählt.
Hundesitting in Finnland: Sicherheit und Natur im Alltag
Vor allem die Natur in Finnland und der gelassene Alltag haben es der 31-Jährigen angetan. Für sie vermittelt das Land ein Gefühl von Sicherheit. „Ich könnte mir vorstellen, hier zu leben“, sagt Robinson gegenüber Yle.
Ganz ohne Zwischenfälle verlief ihr Aufenthalt jedoch nicht: Als Ulysse einem Vogel hinterherlief, verletzte sich die Amerikanerin an der Hand und musste mit 17 Stichen genäht werden. „Zuerst war ich etwas traurig über das Geschehene, aber dann beschloss ich, nach vorn zu schauen“, erzählt die Studentin.
Finnland führt seit Jahren das Ranking der glücklichsten Länder an
Dass sich Robinson in Finnland so gut aufgehoben fühlt, kommt nicht von ungefähr. Seit Langem steht das skandinavische Land an der Spitze der Liste der glücklichsten Staaten. Im World Happiness Report 2026 erreicht Finnland zum neunten Mal nacheinander den ersten Rang.
Die Bevölkerung gilt vor allem deshalb als so zufrieden, weil das gegenseitige Vertrauen sehr hoch ist und der Sozialstaat existenzielle Sorgen stark abfedert. Dazu kommen eine ausgeprägte Nähe zur Natur und eine kulturell verankerte Gelassenheit („Sisu“), die für eine stabile Lebensqualität jenseits von materiellem Erfolgsdruck sorgt.
Auswanderin kritisiert das Bild vom immer glücklichen Finnland
Im offiziell glücklichsten Land der Welt läuft dennoch nicht alles reibungslos. Die spanische Auswanderin und TikTokerin Andrea lebt in Finnland und stellt das Image des angeblich „glücklichsten Land der Welt“ infrage. Sie macht auf Schwierigkeiten aufmerksam, die sonst selten thematisiert werden. Ein Beispiel sind die hohen Depressionsraten bei jungen Menschen.
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