Tierschützer wollen Hund retten – doch plötzlich fallen Schüsse
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Im österreichischen Wasen im Emmental (Kanton Bern) ist am Mittwochabend ein Hund während eines Tierschutz-Einsatzes erschossen worden. Der Appenzeller-Mischling Buddy sollte offenbar von einem Bauernhof abgeholt werden.
Vor Ort kam es zu dramatischen Szenen: Ein 82-jähriger Mann soll sich geweigert haben, den Hund herauszugeben, und Buddy anschließend mit einer Schusswaffe getötet haben.
Warum Tierschützerinnen Buddy abholen wollten
Wie das Nachrichtenportal „20 Minuten“ berichtet, gehörte der Mischling eigentlich der Schwiegertochter des mutmaßlichen Täters. Der Hund war demnach beim 82-Jährigen untergebracht, die Frau wollte ihn zurückholen und wurde dabei von zwei Mitarbeiterinnen der Tierschutzorganisation Anihelp begleitet.
Auslöser für den Einsatz war laut dem Bericht auch ein früherer Vorfall auf dem Hof: Im Februar soll dort bereits ein Schäferhund namens Aiko mit Stahlkappenschuhen totgetreten und anschließend im Wald entsorgt worden sein. Vor diesem Hintergrund hätten die Beteiligten entschieden, Buddy vom Hof zu holen, damit ihm nicht dasselbe widerfährt.
Schüsse nach Ankündigung – Video hält Szenen fest
Nach Darstellung der Beteiligten wurde vor Ort darüber gesprochen, die Polizei hinzuzuziehen. Der Mann soll daraufhin die Tür geschlossen haben; kurz danach seien zwei Schüsse gefallen. In einer Videoaufnahme sind Stimmen zu hören: „Jetzt hat jemand geschossen. Jetzt ist ein Schuss gefallen. Gleich noch einer.“
Zuvor hatte der mutmaßliche Täter den Zeugenaussagen zufolge angekündigt, dass er entweder sich selbst oder das Tier erschießen werde.
Gegenüber dem Sender „Telebärn“ schilderte eine der Tierschützerinnen ihre Reaktion auf das Geschehen: „Es ist immer noch ein großer Schock. Es liefen schon vor Ort Tränen, ich schlotterte die ganze Zeit. Es ist einfach unverständlich. So ein Tier kann schließlich nichts dafür. Es holt mich einfach immer wieder ein.“
Sorge um weiteren Hund im Umfeld der Familie
Wie das Nachrichtenportal „Blick“ berichtet, bestätigte die Kantonspolizei Bern den Einsatz und erklärte: „Der mutmaßliche Beschuldigte tötete den Hund mit einer Schusswaffe.“ Weitere Details nannte die Polizei nicht und verwies auf laufende Ermittlungen. Auch im Fall des im Februar mutmaßlich getöteten Schäferhundes Aiko wird demnach weiterhin ermittelt.
Berichten zufolge befindet sich noch ein weiterer Hund im Umfeld der Familie. Eine Vertreterin von Anihelp äußerte die Sorge, es könne zu einem weiteren Vorfall kommen, und sagte: „Wir wollen nicht, dass mit Goliath noch ein dritter Hund getötet wird.“
Der mutmaßliche Täter befindet sich auf freiem Fuß.
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