„Ausdruck von tiefstem Sadismus” – Männer sollen Katze misshandelt und erschlagen haben
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Vier junge Männer sollen im österreichischen Brixen im Thale (Tirol) eine Katze gequält und getötet haben. Der Fall sorgt weit über den Ort hinaus für Entsetzen, weil die Tat gefilmt und anschließend über soziale Medien und Messenger verbreitet wurde. Inzwischen stehen nicht nur strafrechtliche Ermittlungen im Raum, sondern auch berufliche und persönliche Konsequenzen für einzelne Beschuldigte.
Wie die Tageszeitung „Der Standard“ berichtet, soll das Video mehrere junge Männer zeigen, die eine Katze mit einem Bolzenschussgerät misshandeln und schließlich mit einer Schaufel erschlagen. Die mutmaßlichen Tierquäler wurden angezeigt – ein Beschuldigter verlor demnach seinen Job, ein weiterer wurde aus einem Krampusverein ausgeschlossen.
Katze gequält und getötet: Video löst Ermittlungen aus
Der Fall kam ins Rollen, nachdem zwei Jugendliche am 2. Mai 2026 bei der Polizei in Fieberbrunn (Tirol) Anzeige erstattet hatten. Sie hatten das Video über einen Messengerdienst erhalten. Nach ersten Erkenntnissen soll die Aufnahme am 30. April 2026 auf einem Schotterplatz in Brixen im Thale entstanden sein.
Das Nachrichtenportal „rosenheim24.de“ schreibt, dass die vier Beschuldigten Österreicher im Alter zwischen 16 und 24 Jahren sind. Am 14. Mai erschienen sie demnach von sich aus bei der Polizeiinspektion Westendorf, nachdem sie bereits namentlich bekannt gewesen seien. Bei den Befragungen hätten sie sich geständig und reumütig gezeigt.
Gegen die Männer läuft nun ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Der Vorwurf: Tierquälerei.
Tierquälerei in Tirol sorgt für politische Debatte
Die Tat löste auch politische Reaktionen aus. Tirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair sagte in der Tirol-Ausgabe der „Kronen Zeitung“, man müsse angesichts solcher Taten ernsthaft darüber diskutieren, „ob der gesetzliche Schutz und die rechtliche Stellung von Tieren weiter gestärkt werden müssen“.
Auch die SPÖ reagierte auf den Fall. Tierschutzsprecherin Claudia Hagsteiner forderte eine Anhebung des Strafrahmens bei Tierquälerei auf Bundesebene. Derzeit liegt dieser bei bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe. Für Hagsteiner handelt es sich bei der Tat um den „Ausdruck von tiefstem Sadismus, und wer zu solchen Abscheulichkeiten fähig ist, muss härter bestraft werden“.
Tirols FPÖ-Chef Markus Abwerzger sprach sich ebenfalls für strengere Strafen aus. Wer Tiere derart misshandle, könne auch zu weiteren schweren Gewalttaten gegen Menschen fähig sein. „Bestialische Fälle von Missbrauch von Tieren“ müssten deshalb strenger geahndet werden.
Bürgermeister warnt nach Tierquälerei vor Selbstjustiz
In Brixen im Thale ist die Erschütterung groß. Bürgermeister Andreas Brugger sagte zur „Krone“: „Wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit von dieser Tat“. Im Ort herrsche „Schockstarre“. Gleichzeitig warnte er davor, die Familien der Beschuldigten anzugreifen, da sie nichts für die Tat könnten.
Auch der Krampusverein, aus dem einer der Männer ausgeschlossen wurde, warnte vor Selbstjustiz: „Hass, Hetze, Drohungen und falsche Anschuldigungen überschreiten eine Grenze!“, hieß es in einem Posting.
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