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Besonderer Gottesdienst in Berlin

Hunde, Katzen und sogar Reptilien: Kirche segnet Haustiere

Hündin Minka nimmt neben Frauchen Maria an einem Tiersegnungsgottesdienst teil – es war das erste Event dieser Art in der Berliner Parochialkirche.
Hündin Minka nimmt neben Frauchen Maria an einem Tiersegnungsgottesdienst teil – es war das erste Event dieser Art in der Berliner Parochialkirche. Christoph Soeder/dpa
In einer Berliner Kirche wurden am Pfingstmontag Haustiere gesegnet. Der besondere Gottesdienst zeigt, welche Bedeutung Tiere für viele Menschen haben.

Bei diesem Gottesdienst waren auch Tiere mit Fell, Federn und Schuppen erwünscht: In der Parochialkirche in der Berliner Klosterstraße bestand am Pfingstmontag die Möglichkeit, ein Haustier segnen zu lassen. Der besondere Gottesdienst sollte die Rolle anerkennen, die Tiere für viele Menschen in ihrem Leben spielen.

„Hunde und Katzen bitte anleinen, Vögel in den Käfig, Reptilien ins Terrarium“, hieß es in der Ankündigung, „und wer mit Pferd, Esel oder Hunden über 90 cm Rückenhöhe kommt, meldet sich bitte vorher an.“

Mischling Aiko verlässt am Ende eines Tiersegnungsgottesdienstes die Parochialkirche, um den Segen im Kirchgarten zu empfangen.
Mischling Aiko verlässt am Ende eines Tiersegnungsgottesdienstes die Parochialkirche, um den Segen im Kirchgarten zu empfangen. Christoph Soeder/dpa

„Der Tiersegnungsgottesdienst ist hier für uns in Mitte ein neues Format“, teilte Pfarrer Michael Kösling mit. Er und seine Kollegin hätten mit Tiersegnungen jedoch bereits Erfahrung. „Für viele Menschen haben ihre Tiere einen ganz besonderes Wert und eine Würde, einen eigenen Charakter. Sie sind ihnen Gefährten und Begleiter, um die sie sich sorgen.“

Weiter erklärte Kösling: „Wir finden, dass es deshalb zu einer seelsorglichen Kirche gehört, auch die Tiere der Menschen zu segnen.“ Vergleichbare Veranstaltungen habe es auch andernorts bereits gegeben. In Madrid etwa finde das regelmäßig statt – dort segne ein katholischer Priester mitunter auch eine Schnecke.