Martin Rütter wütet gegen Hundehalter: „Mich macht so was richtig irre!“
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Der elfjährige Staffordshire-Rüde Geronimo sitzt im Tierheim Mainz, weil sein Halter die gesetzlichen Auflagen für die Haltung eines Listenhundes nicht erfüllt hat. Hundetrainer Martin Rütter zeigt sich entsetzt über das Schicksal des Hundes und ruft deutlich zur Verantwortung der Hundebesitzer auf. „Mich macht so was richtig irre!“, sagt er.
Martin Rütter kritisiert fahrlässiges Verhalten von Hundehaltern
In der Sendung „Die Unvermittelbaren“ (sonntags, 19:05 Uhr, RTL) präsentiert Martin Rütter das Fallbeispiel von Geronimo. Der Staffordshire-Opi wurde beschlagnahmt, da seine vorherigen Besitzer weder über eine Genehmigung für die Haltung eines Listenhundes verfügten noch die spezifischen Anforderungen für diese Rasse erfüllten.
„Da werden dann wirklich alle Klischees erfüllt: Irgendein Halbgarer holt sich diesen Hund, kümmert sich nicht um die Auflagen und das Ende vom Lied: Der Hund muss weg“, kommentiert Rütter die Situation mit deutlichem Unmut. Der Hundeprofi plädiert sogar für strenge Konsequenzen: „Ich würde mir wirklich wünschen, dass solche Leute ab da sofort ein lebenslanges Tierhaltungsverbot kriegen!“
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Ein Zuhause für Geronimo: Was ihn so besonders macht
Tierheimleiterin Alexandra Seitz-Huse gibt nicht auf und hofft, dass der verschmuste Geronimo über die Show einen liebevollen Besitzer findet, der ihm ein Zuhause für seine letzten Lebensjahre schenkt. Doch es gibt Hürden: Im Freilauf kann es mit anderen Hunden durchaus ruppig werden, weshalb ein Maulkorb für den Staffordshire-Rüden obligatorisch ist. „Er kann Hunde verletzen, das muss man wissen“, warnt Seitz-Huse.
Zusätzlich kämpft Geronimo mit gesundheitlichen Herausforderungen. Während der Dreharbeiten zu „Die Unvermittelbaren“ musste der ältere Rüde notoperiert werden – ein Dammbruch zwang ihn zur Ruhe, die ihm als lebhaftem Hund schwerfällt. „Wenn der Opa-Senior seinen Turbo einschaltet, dann kann der auch noch die tollen zehn Minuten raushängen lassen“, so Seitz-Huse. Martin Rütter ergänzt: „Das ist ja das Schöne an diesen Hunden: Da ist Energie und Dampf und Lebensfreude da. Man muss nur gucken, dass man sie nicht zu hoch dreht.“ Gerade bei einem Hunde-Opi wie Geronimo sei es wichtig, ihn nicht mit zu viel Aktivität zu überfordern. „Drei Stunden am Tag Bällchen werfen“ sei definitiv keine Empfehlung, betont Rütter.
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700 Kilometer für die Tierliebe: Interessentin auf der Suche nach einem Seniorhund
Die Geschichte von Geronimo nimmt eine überraschende Wendung: Franciska aus der Ostsee-Region zeigt großes Interesse an dem Staffordshire-Rüden. Trotz der beträchtlichen Distanz von über 700 Kilometern zwischen ihrem Wohnort und dem Tierheim Mainz macht sie sich auf den Weg, um Geronimo persönlich kennenzulernen. Die junge Frau, die während ihrer Studienzeit bereits einen Hund hatte, hat jetzt wieder Zeit für ein tierisches Familienmitglied. Martin Rütter lobt ihre Entscheidung: „Ich finde es ja ganz toll, dass jemand sagt: Ich habe jetzt wieder Zeit für einen Hund, aber dann wird es kein Welpe oder ein ganz junger Hund, sondern ein Elfjähriger. Denn das ist genau immer unser Problem bei den 'Unvermittelbaren': Dass die alten Hunde im Grunde gar nicht mehr vermittelbar sind.“
Franciska ist sich der Herausforderungen bewusst. Aufgrund der Nachwirkungen von Geronimos Operation kann sie seinen Charakter nicht in voller Aktion erleben, Gassirunden mit ihm sind aber ohne größere Probleme möglich. Seitz-Huse weist sie darauf hin, dass Geronimo trotz seiner verschmusten Art auch beißen kann. Franciska zeigt sich jedoch entspannt: „Da schreckt mich nicht ab, Training kann ja auch Spaß machen. Ich freue mich eher darauf“, erklärt sie optimistisch.
Für Franciska ist es klar: Geronimo verdient eine Chance auf ein besseres Leben. „Ich würde ihm gern eine Chance geben, dass er seinen Lebensabend doch noch außerhalb der Tierheimgrenzen verbringen kann – also, meine Couch wäre groß genug“, sagt sie lachend. Ob Geronimo tatsächlich sein neues Zuhause bei Franciska findet und wie es mit den anderen Tieren in „Die Unvermittelbaren“ weitergeht, zeigt RTL immer sonntags um 19:05 Uhr. Die Folgen sind auch vorab auf RTL+ verfügbar.
Von Simone Deckner
Das Original zu diesem Beitrag ""Lebenslanges Tierhaltungsverbot!" Martin Rütter wütet gegen Halter von Staffordshire-Senior" stammt von teleschau.
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