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„Die Unvermittelbaren“

Neufundländer Bruno: Erst gerettet, dann trifft ihn ein schweres Schicksal

Erschien in Kooperation mit
„Die Unvermittelbaren“ - Mit Martin Rütter
Martin Rütter bekommt eine traurige Nachricht zu Hütehund Bruno. RTL
Neufundländer Bruno fand nach Jahren voller Leid endlich Liebe und ein Zuhause. Doch kurz nach seinem Neuanfang nimmt sein Schicksal eine tragische Wendung.

Über Jahre hinweg musste Bruno unter katastrophalen Bedingungen ausharren. Seine frühere Halterin kümmerte sich kaum um ihn, Spaziergänge waren die Ausnahme, Pflege fand praktisch nicht statt. Zusammen mit zwei weiteren Hunden wurde er sich selbst überlassen und völlig vernachlässigt. Als der imposante schwarze Rüde schließlich sichergestellt wurde, bot sich ein erschütterndes Bild: Er war stark unterernährt, sein Fell war mit Fäkalien verfilzt, und seine Ohren so massiv entzündet, dass sein Hörvermögen deutlich eingeschränkt ist.

Martin Rütter tief betroffen: Glücklich vermitteltem Bruno ereilt trauriges Schicksal
Kurz nach der Vermittlung wird der zwölfjährige Rüde schwer krank. RTL

Im Tierheim Darmstadt beginnt für Bruno ein langsamer Weg zurück ins Leben. Dort wird er medizinisch versorgt, aufgefüttert und liebevoll betreut. Schließlich ermöglicht ein Aufruf von Martin Rütter in der Sendung „Die Unvermittelbaren“ dem inzwischen zwölf Jahre alten Hund eine neue Chance: Hundetrainerin Larissa aus Oberschwaben nimmt Bruno bei sich auf. Statt im engen Tierheimzwinger zu sitzen, darf er nun auf einem großen ländlichen Grundstück leben – gemeinsam mit neun anderen Hunden, zahlreichen Katzen und einer Schar Enten.

Martin Rütter tief betroffen: Glücklich vermitteltem Bruno ereilt trauriges Schicksal
Das Tierheim Darmstadt hatte Bruno und Hundekumpel Willi zuvor völlig verwahrlost aufgenommen. RTL

„Unsere erste Nacht war sehr schön und sehr gemütlich“, kann Larissa erfreut berichten, „Bruno hat das Bett für sich entdeckt“, sagt sie. Auch die Behandlung seiner entzündeten Ohren lässt der Neufundländer geduldig über sich ergehen. Martin Rütter: „Das ist wirklich erstaunlich, dass der Bruno nach nur einem Tag da schon so angekommen ist. Die anderen Hunde finden das völlig unspektakulär, das ist eine sehr tolerante Gruppe. Und beim Bruno habe ich auch nicht das Gefühl, dass der denkt, 'Wo bin ich hier gelandet?' Ganz schön!“

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Alarmierende Wendung nach wenigen Wochen

Nur rund eineinhalb Monate nach seinem Einzug bei Larissa ändert sich alles. In einem Video wendet sie sich an die Zuschauerinnen und Zuschauer und erklärt: „Wir haben heute leider keine guten Nachrichten. Gestern Nacht hat Bruno gehustet und seit heute Morgen geht es ihm überhaupt gar nicht gut. Er frisst nichts, er atmet total schwer, er möchte nicht aufstehen und eigentlich nur seine Ruhe haben.“ Zweimal sei Bruno bereits auf der Treppe zusammengebrochen, erzählt sie sichtlich verzweifelt.

Beim anschließenden Tierarztbesuch erhält Larissa eine Diagnose, die ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Unter Tränen schildert sie: „Wir haben ein Röntgenbild gemacht und auf der Lunge ist etwas zu sehen, was da nicht hingehört.“ Der Rüde bekommt ein stark wirksames Antibiotikum sowie entwässernde Medikamente verordnet: „Jetzt gucken wir mal, wie es ihm geht, aber vermutlich ist unsere Zeit einfach begrenzt, weil es geht ihm einfach überhaupt nicht gut“, erkennt die erfahrene Tiertrainerin, wie ernst die Situation für ihren Schützling ist.

Martin Rütter ringt um tröstliche Worte

Brunos Zustand stabilisiert sich nicht mehr, im Gegenteil: Der Rüde wird zusehends schwächer. Um ihm weiteres Leiden zu ersparen, trifft Larissa schließlich die schwerste aller Entscheidungen und lässt Bruno einschläfern

Die Nachricht erschüttert auch Martin Rütter zutiefst. Er versucht dennoch, Larissa Mut zu machen: „Es ist natürlich schrecklich und man hätte sich jetzt etwas anderes gewünscht. Aber ich hoffe, dass Larissa es tröstet, dass sie wahnsinnig viel für Bruno geleistet hat. Denn immerhin ist er nicht im Tierheim gestorben, sondern in einer Situation, in der er sich wohlgefühlt hat und richtig gerne war.“

Willi findet sein Glück im Emsland

Brunos früherer Gefährte Willi hat ein besseres Ende seiner Geschichte: Der Hütehund lebt inzwischen bei Tatjana und Thomas im Emsland und hat sich dort bestens eingelebt. „Er verteidigt jetzt Haus und Hof und er rennt auch durch den Garten“, sagt Tatjana lachend. „Wir genießen jeden Tag mit ihm.“ Für das Paar steht fest, dass Willi für immer bleiben darf – der einst „Unvermittelbare“ ist längst vollwertiges Familienmitglied geworden: „Der gehört jetzt zu unserem Rudel, den geben wir nicht mehr her“, sagt Thomas.

Von Simone Deckner