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Aufregung im Berchtesgardener Land

Hund stürzt Skihang hinunter – doch die Geschichte hat ein Happy End

Golden Labrador im Schnee (Symbolbild): Das Tier hatte Glück im Unglück.
Golden Labrador im Schnee (Symbolbild): Das Tier hatte Glück im Unglück. Getty Images
Ein Hund stürzt bei einer Skitour in Bayern einen verschneiten Steilhang hinunter und verschwindet. Die Bergwacht kann ihn nach Stunden retten.

Stell dir eine Skitour im freien Gelände vor – und plötzlich stürzt der eigene Hund einen verschneiten Steilhang hinunter. Genau das ist in Roßfeld-Skigebiet bei Berchtesgaden passiert. Eine Frau war dort am Dienstag mit ihrem Golden Labrador unterwegs, den sie auf eine Skitour abseits der präparierten Pisten mitgenommen hatte. In dem steilen, schneebedeckten Abschnitt verlor der Hund den Halt, rutschte ab und war anschließend nicht mehr zu sehen. Die Besitzerin wählte den Notruf.

Drei Stunden Rettungseinsatz bei Schnee und Lawinengefahr

Nach dem eingegangenen Hilferuf machte sich zunächst eine Streife der Polizei Berchtesgaden auf den Weg zum Roßfeld. Ab etwa 18 Uhr rückten dann auch Einsatzkräfte der Bergwacht an, um nach dem abgestürzten Hund zu suchen. Insgesamt kämpften sich die Retter etwa drei Stunden lang durch das winterliche Gelände, begleitet von Schneefall und erhöhter Lawinengefahr.

Wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte, war der Einsatz wegen der aktuellen Schneelage und des Lawinenrisikos besonders heikel. Bevor sich jemand überhaupt dem Tier nähern konnte, mussten die Bergretter am Grat zunächst umfangreiche Sicherungen anbringen. Dazu gehörte auch, gefährliche Überhänge und Teile der Schneewechten zu entfernen, um ein weiteres Abrutschen oder eine Lawinenauslösung zu verhindern.

Bergwacht rettet Hund: Das Tier war bei einer Wanderung mit seiner Besitzerin abgestürzt.
Bergwacht rettet Hund: Das Tier war bei einer Wanderung mit seiner Besitzerin abgestürzt. Bayerisches Rotes Kreuz/dpa

Gesichert am Seil zum Hund – und zurück auf das Plateau

Erst nachdem diese Sicherheitsmaßnahmen abgeschlossen waren, konnte ein Bergretter gesichert an einem Seil zu dem Hund absteigen. Schritt für Schritt tastete er sich durch das steile, verschneite Gelände vor, bis er den Golden Labrador erreichte. Von dort aus brachte er das Tier an dem Seil wieder nach oben auf das Plateau, wo die übrigen Helfer warteten.

Dort kam es schließlich zum glücklichen Ende des Einsatzes: Die Bergwacht übergab den Hund unverletzt an seine sichtlich erleichterte Besitzerin.