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Registrierter Chip

Katze war 11 Jahre verschwunden – nun ist sie wieder bei ihrer Familie

Schwarz-weiße Katze (Symbolbild): Perla kam dank des registrierten Chips wieder zu ihrer Familie.
Schwarz-weiße Katze (Symbolbild): Perla kam dank des registrierten Chips wieder zu ihrer Familie. Getty Images
Elf Jahre war Perla verschwunden, dann wurde die Katze überraschend wieder mit ihrer Familie vereint. Warum ein registrierter Chip ihre Rettung war.

In Hannover (Niedersachsen) ist eine Katze nach elf Jahren mit ihrer Familie wiedervereint worden. Wie das Tierheim Hannover auf Instagram berichtet, wurde Perla am 4. April an einer Futterstelle gefunden und anschließend abgegeben. Die Katze machte demnach einen ungepflegten Eindruck und war dort niemandem bekannt.

Dann kam der entscheidende Hinweis: Perla trug einen registrierten Mikrochip. „Über die Daten konnten wir herausfinden, dass sie ursprünglich aus Polen stammt und dort registriert wurde“, schreiben die Tierschützer.

Das Tierheim meldete die Katze als Fundtier – kurz darauf meldeten sich ihre Halterinnen und Halter. Für sie muss es ein Moment gewesen sein, mit dem sie nach all den Jahren kaum noch gerechnet hatten: Perla war bereits 2015 verschwunden. Damals war sie an einem Parkplatz an der A2 auf Höhe Silbersee entlaufen. Trotz intensiver Suche blieb sie unauffindbar.

Heute ist Perla 18 Jahre alt und wieder zu Hause. Dass die Katze nach so langer Zeit überhaupt noch ihrer Familie zugeordnet werden konnte, lag nicht nur am Chip selbst, sondern an der Registrierung. Das Tierheim Hannover betont: „Diese Geschichte zeigt eindrücklich, wie wichtig ein registrierter Chip ist! Ohne die Registrierung hätten wir Perla niemals zu ihrer Familie zurückführen können und sie wäre vermutlich für immer ein Fundtier ohne Geschichte geblieben.“ Dazu posteten sie ein Foto von der Wiedervereinigung.

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Katze chippen und registrieren: Warum beides zusammengehört

Wie auch die Tierschutzorganisation Vier Pfoten erklärt, reicht ein Mikrochip allein im Ernstfall oft nicht aus. Erst wenn die Chipnummer in einem Register hinterlegt ist, kann ein gefundenes Haustier seiner Familie eindeutig zugeordnet werden.

Ein Mikrochip ist ein kleiner Transponder in der Größe eines Reiskorns, der eine weltweit einmalige 15-stellige Identifikationsnummer trägt. Diese Nummer wird sichtbar, wenn der Chip mit einem Lesegerät ausgelesen wird. Der Transponder funktioniert ohne Batterie und sendet kein Signal aus. Er hilft also nicht dabei, eine Katze oder einen Hund zu orten, sondern dient ausschließlich der Identifikation.

Registrierter Chip bei Katzen: Was nach dem Einsetzen wichtig ist

Eingesetzt wird der Mikrochip vom Tierarzt mit einer speziellen Spritze unter die Haut, meist an der linken Halsseite. Der Eingriff dauert in der Regel nur wenige Sekunden. Entscheidend ist anschließend, dass die Kennzeichnung nicht der letzte Schritt bleibt.

Worauf Halterinnen und Halter achten sollten:

  • Die Chipnummer sollte in einem Haustierregister wie TASSO oder Findefix hinterlegt werden.
  • Die Kontaktdaten sollten aktuell bleiben.
     

Gerade veraltete Angaben können im Ernstfall zum Problem werden. Wer umzieht oder eine neue Telefonnummer hat, sollte den Registereintrag anpassen. Sonst kann selbst ein korrekt ausgelesener Chip nicht mehr zuverlässig zur Familie führen. Gleiches gilt auch für Hunde.

Warum ein Mikrochip für Katzen und Hunde mehr Sicherheit geben kann

Für Reisen innerhalb der EU ist ein Mikrochip vorgeschrieben. Im Alltag zeigt sich sein Wert aber vor allem dann, wenn ein Tier entläuft oder als Fundtier in einem Tierheim oder in einer Tierarztpraxis landet. Erst die Verknüpfung von Chipnummer und Kontaktdaten macht eine Rückvermittlung möglich.

Vier Pfoten zufolge hält ein Transponder ein Tierleben lang. Damit ist er beständiger als eine Tätowierung, die verblassen kann, oder ein Adressanhänger, der verloren geht. Sinnvoll ist es außerdem, den Chip bei Kontrollterminen in der Tierarztpraxis regelmäßig auslesen zu lassen.

Perlas Rückkehr nach elf Jahren ist ein außergewöhnlicher Fall. „Teilt diese Geschichte gerne, sie macht Mut und kann hoffentlich in Zukunft helfen, weitere Tiere nach Hause zu bringen“, appelliert das Tierheim Hannover.