Demenz bei Hund und Katze: Diese Warnsignale sind typisch
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Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit treten bei älteren Hunden und Katzen gar nicht so selten auf. Die Diagnose lautet dann häufig Demenz. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass ungefähr ein Drittel der Hunde, die zwischen elf und zwölf Jahre alt sind, an Demenz erkranken. „Bei Hunden mit 15 bis 16 Jahren sind es schon 70 Prozent", sagt Tierneurologin Nina Meyerhoff zu ARD alpha. Unter den sehr alten Katzen ab 16 Jahren haben rund 50 Prozent Demenz.
Demenz bei Hund und Katze: Wie die Krankheit entsteht
Durch Veränderungen des Gehirn-Stoffwechsels oder auch Entzündungen und Ablagerungen von Eiweißen können die Nervenzellen nicht mehr richtig arbeiten. Doch wie unterscheidest du normale Alterserscheinungen von einer Demenz?
„Wenn das Haustier plötzlich an ungewohnten Stellen Urin oder Kot ablässt, einfach, weil es vergessen hat, rauszugehen, dann könnte das auf Demenz hindeuten“, sagt Tierärztin Dr. Tanja Pollmüller zu RTL. Und weiter: „Wenn Kommandos oder Befehle nicht mehr befolgt werden, wenn die Tiere sie nicht mehr erkennen, könnte das auch auf Demenz hindeuten.“
Anzeichen für Demenz bei Haustieren: Diese Symptome sind typisch
Die Symptome sind mit denen des menschlichen Alzheimer vergleichbar. Bei einer Demenzerkrankung zeigen Hunde oder Katzen oft Verhaltens- und Wesensveränderungen. Häufig kommt ein gestörter Schlafrhythmus dazu: Die Tiere schlafen exzessiv am Tag und wandern nachts unruhig im Haus herum. Viele werden außerdem langsamer und verlernen eingeübte Kommandos.
Auch das Interesse an Artgenossen und Beschäftigung lässt oft nach – etwa an Spielzeugen oder gemeinsamer Aktivität. Manche betroffene Hunde und Katzen erinnern sich offenbar nicht mehr an die Nahrungsaufnahme und „betteln“ dann entsprechend häufig.
Bei Katzen kann es schwerer zu erkennen sein, weil sie ohnehin oft ihren eigenen Weg gehen. Trotzdem gibt es deutliche Hinweise: Die Katze ist weniger aktiv, wirkt ängstlich und miaut nachts extrem laut. Es könne zudem sein, dass der Stubentiger sein Katzenklo nicht mehr findet und die Orientierung verliert – genauso der eigentlich stubenreine Hund, welcher sich nicht mehr bemerkbar macht, dass er mal müsse.
Weitere mögliche Anzeichen sind:
- Verwirrtheit und plötzlich auftretende Trennungsangst
- Veränderungen in der sozialen Interaktion: Manche Tiere ziehen sich zurück und wollen auch nicht mehr gekrault werden, andere werden sehr anhänglich und können kaum noch alleine bleiben
- Ungewohntes Verhalten wie Kratzen an Möbeln (vor allem bei Katzen möglich)
Behandlung: Was bei Demenz von Hund und Katze möglich ist
Die Altersdemenz bei Hunden und Katzen ist bisher wenig erforscht. Weil die tiermedizinische Versorgung besser geworden ist, steigt aber die Lebenserwartung – und damit treten solche Erkrankungen häufiger in Erscheinung.
Das kognitive Dysfunktionssyndrom ist nicht heilbar, jedoch können Medikamente die Symptome der Demenz abmildern und gegebenenfalls verzögern. Auch Futtermittel und Nahrungsergänzung können auf die Erkrankung angepasst werden.
Das Original zu diesem Beitrag "Demenz bei Katzen und Hunden – diese Symptome sollten Tierhalter kennen" stammt von KUKKSI.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Wenn Symptome anhalten, sich verschlimmern oder du unsicher bist, wende dich bitte an eine Tierarztpraxis.
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