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Bei Haarballen helfen

Malzpaste für Katzen: Sinnvolle Hilfe oder überflüssiges Extra?

Insbesondere Langhaarkatzen schlucken beim Putzen viele Haare – dann kann Malzpaste Abhilfe schaffen.
Insbesondere Langhaarkatzen schlucken beim Putzen viele Haare – dann kann Malzpaste Abhilfe schaffen. Getty Images/invizbk
Malzpaste kann Katzen bei der Ausscheidung verschluckter Haare unterstützen. Nicht jede Katze braucht sie – auf Inhaltsstoffe und Dosierung kommt es an.

Malzpaste für Katzen soll dabei helfen, verschluckte Haare besser auszuscheiden und die Bildung großer Haarballen zu reduzieren. Besonders Langhaarkatzen, Wohnungskatzen und Tiere im Fellwechsel können davon profitieren. Grundsätzlich ist es normal, dass Katzen beim Putzen Haare verschlucken und diese entweder über den Kot ausscheiden oder als Haarballen hervorwürgen. Schwierig wird es erst, wenn sich größere Haaransammlungen bilden oder deine Katze sie nicht gut loswird. Malzpaste kann dann unterstützen, ersetzt aber weder Fellpflege noch Katzengras. Entscheidend ist, dass du sie passend dosierst und auf die Inhaltsstoffe achtest.

Malzpaste für Katzen: Wie wirkt sie gegen Haarballen?

Malzpaste enthält meist Malz oder Malzextrakt, pflanzliche Bestandteile sowie Öle und Fette. Diese Zusammensetzung soll die Gleitfähigkeit im Verdauungstrakt verbessern. Die verschluckten Haare werden dadurch nicht aufgelöst, können aber leichter über den Darm ausgeschieden werden.

Beim Putzen bleiben lose Haare an der rauen Katzenzunge hängen. Kleine Mengen passieren den Darm oft problemlos, größere Ansammlungen würgt die Katze meist als längliche Haarballen hervor. Malzpaste kann helfen, dass sich kleinere Haarmengen weniger leicht zu festen Knäueln verbinden.

Wann ist Malzpaste für Katzen sinnvoll?

Nicht jede Katze braucht Malzpaste. Wenn deine Katze nur gelegentlich Haarballen hervorwürgt, normal frisst und keine Verdauungsprobleme zeigt, ist das meist kein Grund zur Sorge. Sinnvoll kann Malzpaste aber sein, wenn besonders viele Haare im Magen landen.

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Das betrifft vor allem:

  • langhaarige Katzen wie Maine Coon, Ragdoll, Perserkatze oder Norwegische Waldkatze
  • Katzen im Fellwechsel
  • Wohnungskatzen
  • Katzen, die sich sehr intensiv putzen
  • Mehrkatzenhaushalte, in denen Tiere auch gegenseitig Fellpflege betreiben
     

Bei regelmäßiger Gabe solltest du die Dosierung tierärztlich abklären, besonders wenn deine Katze empfindlich reagiert, Verdauungsprobleme hat oder an Diabetes erkrankt ist.

Wann Haarballen bei Katzen zum Problem werden können

Gelegentliches Erbrechen von Haarballen ist bei Katzen normal. Aufmerksamkeit ist nötig, wenn deine Katze häufiger würgt, ohne etwas hervorzubringen, weniger frisst oder sich sichtbar zurückzieht. Auch Verstopfung, Durchfall oder Gewichtsverlust können darauf hinweisen, dass die Verdauung belastet ist.

In seltenen Fällen können festhängende Haarballen zu ernsteren Problemen führen, etwa zu einer eingeschränkten Magentätigkeit, Entzündungen der Schleimhaut, einer Blockade des Magenausgangs oder einem Darmverschluss. Bei solchen Anzeichen sollte deine Katze tierärztlich untersucht werden. Malzpaste ist dann keine ausreichende Lösung.

Kann Malzpaste für Katzen schädlich sein?

Malzpaste ist kein normales Futter, sondern ein Ergänzungsprodukt. Viele Pasten enthalten reichlich Fett und durch Malz oder Malzextrakt auch Zucker. Dadurch liefern sie zusätzliche Kalorien und können bei zu großer Menge Durchfall begünstigen.

Wichtig ist ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe. Paraffinöl sollte nur nach tierärztlicher Rücksprache eingesetzt werden, weil eine falsche Aufnahme gefährlich sein kann. Künstliche Farb-, Aroma- oder Geschmacksstoffe sind für Katzen unnötig. Bei Katzen mit Diabetes ist besondere Vorsicht geboten: Zucker kann auf Verpackungen auch als Glucose, Maltose, Maltitsirup, Glukose-Fruktose-Sirup oder Saccharose aufgeführt sein.

Wie oft dürfen Katzen Malzpaste bekommen?

Wie oft deine Katze Malzpaste bekommen darf, hängt vom jeweiligen Produkt, der Felllänge und der individuellen Verträglichkeit ab. Die empfohlene Tagesmenge auf der Tube solltest du nicht überschreiten. Zu viel Malzpaste kann die Verdauung aus dem Gleichgewicht bringen.

Viele Katzen nehmen Malzpaste freiwillig an. Falls deine Katze skeptisch ist, kannst du sie so anbieten:

  • direkt vom Finger oder Löffel
  • unter eine kleine Portion Nassfutter gemischt
  • auf ein Lieblingsleckerli gegeben
  • in geringer Menge auf die Pfote gestrichen
     

Wichtig ist, dass deine Katze die Paste stressfrei aufnimmt. Eine erzwungene Eingabe kann riskant sein, wenn sie sich dabei verschluckt.

Malzpaste ersetzt Katzengras und Fellpflege nicht

Malzpaste und Katzengras haben unterschiedliche Funktionen. Katzengras kann Katzen dabei unterstützen, Haarballen hervorzuwürgen. Malzpaste soll vor allem den Weitertransport kleinerer Haarmengen über den Darm erleichtern. Deshalb sollte Katzengras weiterhin verfügbar sein, wenn deine Katze es annimmt.

Ebenso wichtig bleibt regelmäßiges Bürsten. Je mehr lose Haare du aus dem Fell entfernst, desto weniger verschluckt deine Katze beim Putzen. Besonders Langhaarkatzen und Tiere im Fellwechsel profitieren von dieser Unterstützung.

Fazit: Malzpaste für Katzen gezielt und sparsam einsetzen

Malzpaste für Katzen kann die Ausscheidung verschluckter Haare unterstützen und so helfen, die Bildung großer Haarballen zu begrenzen. Besonders Langhaarkatzen, Wohnungskatzen und Tiere im Fellwechsel profitieren häufig davon. Entscheidend sind die richtige Dosierung und geeignete Inhaltsstoffe. Treten Verdauungsprobleme oder andere Beschwerden auf, sollte immer tierärztlicher Rat eingeholt werden. Als Ergänzung zu Bürsten und Katzengras kann Malzpaste ein sinnvoller Baustein der Katzenpflege sein.