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Auf die richtigen Zutaten achten

Katzenleckerlis selber machen: 5 einfache Rezepte, die schnell gelingen

Katzenleckerlis sollten etwas Besonderes bleiben – keine Hauptnahrung für deine Katze sein.
Katzenleckerlis sollten etwas Besonderes bleiben – keine Hauptnahrung für deine Katze sein. Getty Images/Larisa Stefanuyk
Ob mit Hähnchen, Thunfisch oder Käse: Diese fünf Katzenleckerlis sollten deinem Stubentiger schmecken. Wichtig sind gute Zutaten und die richtige Menge.

Katzenleckerlis selber machen ist eine gute Möglichkeit, deiner Katze kleine Genussmomente zu schenken und gleichzeitig genau zu wissen, was im Napf landet. Gerade bei Snacks lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutaten, denn Katzen haben andere Bedürfnisse als Menschen.

Selbstgemachte Katzenleckerlis können beim Training, als Belohnung oder als kleine Abwechslung im Alltag eingesetzt werden. Wichtig ist aber: Sie ersetzen keine vollwertige Mahlzeit, sondern bleiben ein Extra.

Katzenleckerlis selber machen: Diese Zutaten eignen sich

Wenn du Katzenleckerlis selber machen möchtest, sollten Fleisch oder Fisch im Mittelpunkt stehen. Katzen sind auf tierisches Eiweiß angewiesen, deshalb eignen sich zum Beispiel Hähnchen, Pute, mageres Rind, Lachs oder Thunfisch. Am sichersten ist es, Fleisch und Fisch gegart zu verarbeiten.

Weitere geeignete Zutaten für selbstgemachte Katzenleckerlis sind zum Beispiel:

  • gekochte Karotten, Kartoffeln oder Kürbis
  • gekochtes Ei
  • laktosefreie Naturprodukte in kleinen Mengen
  • Reis-, Buchweizen-, Kartoffel- oder Maismehl
     

Probiere neue Zutaten vorsichtig aus. Nicht jede Katze verträgt alles gleich gut, und manche Tiere sind bei Futter sehr wählerisch.

Diese Zutaten gehören nicht in Katzenleckerlis

Auch wenn du beim Backen kreativ werden kannst, gibt es klare Grenzen. Zucker, Schokolade, Kakao, scharfe Gewürze und stark gesalzene Zutaten haben in Katzenleckerlis nichts zu suchen. Auch Zwiebeln, Knoblauch, Avocado, Weintrauben, Rosinen, rohe Kartoffeln und rohe unreife Tomaten sind für Katzen ungeeignet.

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Vorsicht gilt außerdem bei Milchprodukten mit Laktose. Viele Katzen reagieren empfindlich darauf. Wenn du Quark, Joghurt oder Frischkäse verwenden möchtest, greife besser zu laktosefreien und naturbelassenen Produkten. Rohes Schweinefleisch und rohe Eier solltest du ebenfalls meiden.

5 einfache Rezepte für Katzenleckerlis

Die folgenden Rezepte lassen sich ohne großen Aufwand zubereiten. Achte darauf, die Snacks vollständig abkühlen zu lassen, bevor du sie deiner Katze gibst. Je kleiner die Portionen sind, desto besser lassen sie sich später dosieren.

1. Katzenleckerlis mit Hähnchen und Karotte

Diese Katzenleckerlis sind herzhaft, gut portionierbar und eignen sich für Katzen, die Geflügel mögen.

Zutaten:

  • 250 g Hähnchenfleisch ohne Knochen
  • 1 große Karotte
  • 200 g Reismehl
  • 1 Ei
  • 1 TL Sonnenblumenöl
     

Zubereitung:

Koche das Hähnchenfleisch zusammen mit der Karotte, bis beides gar ist. Zerdrücke die Karotte mit einer Gabel und püriere das Fleisch mit etwas Kochwasser zu einer feinen Masse. Gib Ei und Sonnenblumenöl dazu und rühre alles gut durch.

Anschließend arbeitest du das Reismehl löffelweise ein, bis ein formbarer Teig entsteht. Rolle ihn auf einer leicht bemehlten Fläche aus und stich kleine Kekse aus. Backe die Katzenleckerlis bei 150 Grad Umluft etwa 25 Minuten. Danach vollständig auskühlen lassen.

2. Getreidefreie Katzenleckerlis mit Hackfleisch

Wenn du Katzenleckerlis ohne Getreide selber machen möchtest, ist diese Variante eine einfache Möglichkeit. Durch die niedrige Temperatur trocknen die Snacks eher, als dass sie klassisch gebacken werden.

Zutaten:

  • 500 g mageres Hackfleisch, am besten von Huhn oder Pute
  • 2 mittelgroße Eier
  • 2 bis 3 EL Bierhefe als Pulver oder Flocken
     

Zubereitung:

Vermenge Hackfleisch, Eier und Bierhefe gründlich in einer Schüssel. Aus der Masse formst du kleine Kugeln, Stangen oder flache Häppchen. Alternativ kannst du eine Backmatte für Leckerlis verwenden.

Backe die Snacks bei 75 bis 100 Grad Umluft etwa 20 bis 30 Minuten. Lasse danach die Ofentür einen Spalt offen, damit die Katzenleckerlis nachtrocknen können. Da diese Variante noch Restfeuchtigkeit enthalten kann, gehört sie nach dem Auskühlen in den Kühlschrank.

3. Katzenleckerlis mit Thunfisch

Thunfisch ist für viele Katzen besonders spannend. Diese Katzenkekse lassen sich gut ausstechen und eignen sich deshalb auch, wenn du kleine Formen verwenden möchtest.

Zutaten:

  • 1 Dose Thunfisch, etwa 150 g
  • 250 g Maisgrieß
  • 250 g feines Mehl, zum Beispiel Reis- oder Buchweizenmehl
  • 125 ml Pflanzenöl
  • 60 ml Wasser
  • 1 kleine Prise Salz
     

Zubereitung:

Gib Thunfisch, Maisgrieß, Mehl, Pflanzenöl, Wasser und die kleine Prise Salz in eine Schüssel. Verknete alles zu einem gleichmäßigen Teig. Rolle ihn aus und stich Plätzchen aus.

Lege die Katzenleckerlis auf ein Backblech und backe sie bei 180 Grad Ober- und Unterhitze etwa 15 bis 20 Minuten. Danach gut abkühlen lassen. Wähle möglichst kleine Formen, damit die Snacks gut portionierbar bleiben.

4. Katzenleckerlis mit Parmesan und Ei

Diese mehlfreien Katzenleckerlis bestehen aus nur zwei Zutaten. Parmesan ist von Natur aus laktosearm, enthält aber Salz. Deshalb solltest du diese Snacks besonders sparsam geben.

Zutaten:

  • 150 g geriebener Parmesan
  • 3 Eigelb
     

Zubereitung:

Verrühre Parmesan und Eigelb gründlich miteinander. Fülle die Masse in eine Backmatte oder forme kleine Häufchen auf einem Backblech.

Backe die Katzenleckerlis bei 170 Grad Ober- und Unterhitze etwa 20 bis 25 Minuten. Wenn die Mulden der Backmatte größer sind, kann sich die Backzeit etwas verlängern. Vor dem Füttern müssen die Snacks vollständig auskühlen.

5. Katzenleckerlis mit Leberwurst und Reis

Diese weiche Rezeptidee eignet sich für Katzen, die herzhafte Snacks mögen. Da Leberwurst sehr intensiv ist, reichen kleine Mengen völlig aus.

Zutaten:

  • 150 g gekochter, abgekühlter Reis
  • 2 bis 3 EL Leberwurst
  • 1 Eigelb
  • 4 EL Reismehl
     

Zubereitung:

Koche den Reis sehr weich und lasse ihn abkühlen. Zerkleinere ihn anschließend möglichst fein. Vermenge ihn mit Leberwurst, Eigelb und Reismehl, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.

Forme kleine Kugeln und drücke sie auf einem Backblech leicht flach. Backe sie bei 160 Grad Ober- und Unterhitze etwa 30 bis 40 Minuten. Nach dem Abkühlen sollten die Katzenleckerlis luftdicht verpackt und kühl gelagert werden.

Wie viele Katzenleckerlis darf deine Katze bekommen?

Auch selbstgemachte Katzenleckerlis bleiben Snacks. Der größte Teil des Tagesbedarfs sollte weiterhin über das normale Hauptfutter gedeckt werden. Leckerlis sollten deshalb nur einen kleinen Anteil der täglichen Futtermenge ausmachen.

Bei kleinen, älteren oder übergewichtigen Katzen ist besondere Zurückhaltung sinnvoll. Gibst du deiner Katze mehrere Snacks, solltest du die normale Futterration entsprechend reduzieren. So vermeidest du, dass aus einer kleinen Belohnung dauerhaft zu viel Zusatzfutter wird.

Eine praktische Faustregel: Leckerlis sollten etwas Besonderes bleiben. Dann eignen sie sich gut für Training, Bürsten, Transportbox oder kleine Belohnungen im Alltag.

Selbstgemachte Katzenleckerlis richtig lagern

Die Haltbarkeit hängt stark davon ab, wie feucht die Katzenleckerlis nach dem Backen sind. Trockene Kekse kannst du in einer luftdicht verschlossenen Dose aufbewahren. Snacks mit Fleisch, Fisch oder weicher Konsistenz gehören eher in den Kühlschrank und sollten zügig verfüttert werden.

Wenn du größere Mengen vorbereitest, kannst du einen Teil portionsweise einfrieren. So taust du später nur so viel auf, wie du gerade brauchst. Riechen Leckerlis unangenehm oder sehen sie verändert aus, solltest du sie entsorgen.

Achte außerdem darauf, dass deiner Katze immer frisches Wasser zur Verfügung steht. Das ist besonders wichtig, wenn du ihr trockenere Snacks gibst.

Fazit: Katzenleckerlis selber machen gelingt mit wenigen Zutaten

Katzenleckerlis selber machen ist unkompliziert, wenn du geeignete Zutaten auswählst und unverträgliche Lebensmittel konsequent weglässt. Fleisch, Fisch, gegartes Gemüse und gut verträgliche Mehle bieten viele Möglichkeiten für kleine Snacks. Wichtig ist, die Leckerlis sparsam einzusetzen und sie nicht als Ersatz für eine ausgewogene Hauptmahlzeit zu sehen. Bei neuen Zutaten solltest du beobachten, wie deine Katze sie verträgt. So entstehen kleine Belohnungen, die zu deiner Katze und ihrem Alltag passen.