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Snack-Check

Dürfen Katzen Mais essen? Wann die Körner ungeeignet sind

Katzen dürfen Mais unter bestimmten Umständen als gelegentlichen Snack zu sich nehmen.
Katzen dürfen Mais unter bestimmten Umständen als gelegentlichen Snack zu sich nehmen. Getty Images/colnihko
Katzen dürfen Mais nur gegart und pur fressen. Rohe Körner, Gewürze oder Maischips können dagegen Verdauungsprobleme hervorrufen.

Mais gehört für viele Menschen ganz selbstverständlich in die Küche – gekocht, gegrillt oder als Beilage. Wenn deine Katze neugierig am Teller schnuppert, fragst du dich vielleicht, ob ein paar Körner für sie in Ordnung sind.

Grundsätzlich gilt: Katzen dürfen Mais essen, aber nur richtig zubereitet und in kleinen Portionen. Mais ist kein notwendiger Bestandteil der Katzenernährung, denn Katzen sind Fleischfresser und brauchen vor allem tierische Nährstoffe. Als gelegentlicher Snack kann gegarter, ungewürzter Mais in Ordnung sein. Entscheidend ist, welche Form du anbietest.

Dürfen Katzen Mais essen oder ist er ungesund?

Katzen dürfen Mais essen, wenn er gegart, naturbelassen und nur in sehr kleinen Mengen angeboten wird. Ein paar Maiskörner können für viele Katzen unproblematisch sein, solange sie nicht gesalzen, gesüßt, geölt oder stark gewürzt sind. Mais sollte deshalb nicht direkt vom Grillteller oder aus stark verarbeiteten Lebensmitteln in den Katzennapf wandern.

Für Katzen ist Mais jedoch kein besonders wertvoller Futterbestandteil. Ihr Verdauungssystem ist darauf ausgerichtet, hauptsächlich tierische Kost zu verwerten. Mais enthält zwar Kohlenhydrate, Ballaststoffe, pflanzliches Eiweiß sowie einige Vitamine und Mineralstoffe. Katzen profitieren davon aber nur begrenzt, weil sie ihre wichtigsten Nährstoffe vor allem aus tierischen Proteinquellen ziehen.

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Wie viel Mais dürfen Katzen fressen?

Wenn du deiner Katze Mais geben möchtest, reicht eine sehr kleine Menge aus. Ein Teelöffel gegarter Mais ist für die meisten Katzen bereits genug. Snacks sollten insgesamt nur einen kleinen Teil der täglichen Futtermenge ausmachen, damit deine Katze nicht weniger von ihrem eigentlichen Hauptfutter frisst.

Zu viel Mais kann den Magen-Darm-Trakt belasten. Manche Katzen reagieren mit weichem Kot, Durchfall, Erbrechen oder Bauchgrummeln, wenn sie größere Mengen pflanzlicher Nahrung bekommen. Als Orientierung genügt eine kleine Portion höchstens gelegentlich, falls deine Katze Mais gut verträgt.

So bereitest du Mais für Katzen richtig zu

Am sichersten ist Mais für Katzen, wenn er schlicht gegart und pur serviert wird. Die Körner sollten weich sein und nicht vom stark gewürzten Essen stammen. Ein ganzer Maiskolben eignet sich nicht als Katzensnack, weil deine Katze daran kauen, größere Stücke lösen oder sich verschlucken könnte.

Geeignet ist Mais nur, wenn er diese Bedingungen erfüllt:

  • gegart
  • ungesalzen
  • ungesüßt
  • ohne Öl oder Butter
  • ohne Gewürze
  • in sehr kleiner Menge

Nach dem Füttern solltest du beobachten, ob deine Katze den Mais verträgt. Zeigt sie Verdauungsbeschwerden oder andere auffällige Symptome, solltest du ihr keinen Mais mehr geben. Bei stärkeren Beschwerden ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.

Warum roher Mais für Katzen problematisch sein kann

Rohe Maiskörner gehören nicht in den Futternapf. Sie sind hart und für Katzen schwer verdaulich. Außerdem kann sich deine Katze daran verschlucken. Werden mehrere rohe Körner gefressen, können sie den Darm belasten und im ungünstigen Fall zu Verstopfung oder einem Darmverschluss beitragen.

Auch Maishülsen und Blätter sind ungeeignet. Sie lassen sich schwer verdauen und können ebenfalls ein Risiko darstellen, wenn deine Katze daran knabbert oder Teile verschluckt. Achte deshalb darauf, Maiskolben, Blätter und Reste nach dem Kochen oder Grillen nicht offen herumliegen zu lassen.

Dürfen Katzen Popcorn, Cornflakes oder Maischips essen?

Nicht jedes Lebensmittel aus Mais ist für Katzen geeignet. Gerade verarbeitete Snacks enthalten oft Zutaten, die den Magen belasten oder für Katzen problematisch sein können.

Popcorn ist nur dann überhaupt eine Option, wenn es naturbelassen ist. Es darf weder gesalzen noch gesüßt sein und sollte auch keine Butter enthalten. Trotzdem bleibt Popcorn kein sinnvoller Snack für Katzen.

Maischips sind ungeeignet, weil sie häufig viel Salz, Fett und Gewürze enthalten. Auch Cornflakes und süßes Popcorn passen nicht in die Katzenernährung, weil Zucker und Fett Verdauungsprobleme begünstigen können. Maisstärke sollte ebenfalls nicht gefüttert werden, da sie Magen-Darm-Beschwerden auslösen kann.

Diese Anzeichen solltest du nach Mais im Blick behalten

Nicht jede Katze reagiert gleich auf Mais. Manche Tiere vertragen ein paar gegarte Körner problemlos, andere bekommen schnell Verdauungsbeschwerden. Deshalb ist es sinnvoll, beim ersten Mal nur sehr vorsichtig zu testen.

Achte nach dem Fressen besonders auf:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Bauchschmerzen
  • auffällige Unruhe
  • starken Speichelfluss
  • Appetitverlust
     

Leichte Verdauungsprobleme können nach ungewohnter Nahrung vorkommen. Werden die Symptome stärker, halten länger an oder wirkt deine Katze krank, solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Fazit: Katzen dürfen Mais essen, aber nur selten und pur

Katzen dürfen Mais essen, wenn er gegart, ungewürzt und nur in kleinen Mengen gefüttert wird. Notwendig ist Mais für Katzen jedoch nicht, da sie als Fleischfresser vor allem tierische Nährstoffe brauchen. Roher Mais, Maiskolben, Maishülsen, Maischips, Cornflakes und stark gewürzte Speisen sind ungeeignet. Wenn du deiner Katze Mais anbietest, reichen wenige Körner als gelegentlicher Snack. Verträgt sie ihn nicht gut, lässt du ihn besser weg und bleibst bei einem passenden Katzenfutter.