Hundemalaria breitet sich aus – das solltest du über die tödliche Zeckenkrankheit wissen
,regionOfInterest=(163,263)&hash=87a0a7865aa2ffd2c0b1c94c7dd18c4953127038952d130a4469dfb8b8bf7670)
,regionOfInterest=(1248,820)&hash=38b200534a2863ca6c29b30b649e1486d515602a756669a07cac7f70d22ab5be)
Zecken können für deinen Hund lebensgefährlich werden: Sie übertragen unter anderem die Erkrankung Babesiose, auch als Hundemalaria bekannt. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ruft Hundehalterinnen und -halter deshalb – vor allem jetzt im Frühling – zu besonderer Aufmerksamkeit auf.
Nach Angaben des Landkreises wird die Infektionskrankheit Babesiose, die durch Zeckenstiche auf Hunde übertragen wird, in der Region zunehmend häufiger festgestellt. Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass Hundebesitzer das Risiko nicht unterschätzen sollten, da die Krankheit oft schwer verläuft und rasch behandelt werden muss.
Amtstierärztin Laura Schuster sagte laut Mitteilung: „Das Veterinäramt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz rät allen Hundehaltern, aufmerksam zu sein und bei Auftreten von Symptomen umgehend einen Tierarzt aufzusuchen.“ Unbehandelt endet die Babesiose bei Hunden nach Behördenangaben in den meisten Fällen tödlich.
So kannst du deinen Hund vor Zecken schützen
Der Landkreis empfiehlt dringend, konsequent Zeckenschutz zu nutzen. Infrage kommen etwa sogenannte Spot-on-Präparate – flüssige Mittel, die direkt auf die Haut geträufelt werden –, außerdem spezielle Halsbänder oder Tabletten mit zeckenabwehrender oder -abtötender Wirkung. „Eine tierärztliche Beratung ist hierbei empfehlenswert, da frei erhältliche Produkte häufig nicht ausreichend wirksam sind“, hieß es weiter.
Wiesenzecken: Aktiv in Frühling und Herbst
Verursacht wird die Babesiose durch Blutparasiten, die über den Stich bestimmter Zecken übertragen werden. Verantwortlich ist vor allem die Auwaldzecke, auch Wiesenzecke genannt. Diese Zeckenarten sind vor allem im Frühjahr und im Herbst besonders aktiv und können deinem Hund bei einem Biss den Erreger übertragen.
Die Krankheit ähnelt in ihrem Verlauf der Malaria des Menschen. Laut Landkreis kann es in schweren Fällen zu einer starken Zerstörung der roten Blutkörperchen kommen, was wiederum einen Schockzustand auslösen kann. Gelangt Flüssigkeit in die Lunge, zeigen Hunde unter anderem eine deutlich schnellere Atmung, Husten und im schlimmsten Fall blutigen Nasenausfluss. Greift die Erkrankung das Nervensystem an, seien Krampfanfälle, Lähmungen oder Störungen der Koordination möglich.
Nach jedem Spaziergang: Hund gründlich absuchen
Um das Risiko einer Infektion zu senken, sollten Hunde nach jedem Aufenthalt im Freien sorgfältig nach Zecken abgesucht werden, empfiehlt der Landkreis. Wiesenzecken werden bereits bei Temperaturen ab etwa fünf Grad Celsius aktiv und überstehen auch Nachtfröste. Nach aktuellem Wissensstand besteht für Menschen keine Gefahr, sich über den Hund mit den Erregern der Babesiose des Hundes anzustecken.
FSME: Weitere Zecken-Gefahr für Menschen in der Region
Nicht nur Hunde, auch Menschen sind durch Zecken gefährdet: Der benachbarte Landkreis Dahme-Spreewald gehört zu den Risikogebieten für die durch Zecken übertragene Krankheit FSME. Die Abkürzung steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Bei einem kleinen Teil der Infizierten kann diese Viruserkrankung zu Entzündungen der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks führen. Entsprechend wird auch Menschen in solchen Gebieten zu wirksamem Zeckenschutz und – wo empfohlen – zur Impfung geraten.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Wenn Symptome anhalten, sich verschlimmern oder du unsicher bist, wende dich bitte an eine Tierarztpraxis.
,regionOfInterest=(1135,729)&hash=cf624519378e6420e1cf7f1ce39cae3912f1230d6aedb57cddf117c34edaa5d3)