Karl Lagerfeld: Warum seine Katze Choupette beim Millionen-Erbe leer ausgeht
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Die Frage nach der Aufteilung des Vermögens von Karl Lagerfeld, der am 19. Februar 2019 im Alter von 85 Jahren verstarb, ist nach exakt fünf Jahren juristisch entschieden. Entgegen der vielen Mutmaßungen erscheinen weder seine bekannte Heilige-Birma-Katze noch ihre Betreuerin Françoise Caçote auf der offiziellen Liste der Begünstigten.
Wie die „Daily Mail“ meldet, ist das Testament des Designers inzwischen vollständig umgesetzt. Nach Abschluss aller Bestandsaufnahmen wird sein Vermögen auf etwa 250 Millionen Pfund geschätzt, was beim aktuellen Kurs rund 292 Millionen Euro entspricht.
Baptiste Giabiconi erhält größten Anteil am Lagerfeld-Erbe
Die Verteilung des Nachlasses folgt festen Prozentsätzen zugunsten von Lagerfelds engstem Umfeld. Den größten Anteil von etwa 30 Prozent des Nettonachlasses erhält das französische Model Baptiste Giabiconi, das der Designer seit dem Jahr 2008 wie einen eigenen Sohn behandelte.
Weitere hohe Millionensummen fließen an den langjährigen Bodyguard Sébastien Jondeau sowie das US-Model Brad Kroenig. Insgesamt wurden sieben anspruchsberechtigte Personen festgestellt, die sich nach den langwierigen Rechtsstreitigkeiten auf eine gemeinsame pauschale Steuerzahlung von rund 17,2 Millionen Pfund an die Finanzbehörden verständigten.
Komplexe Rechtsstreitigkeiten und Offshore-Firmen bremsen Erb-Auszahlung
Die Nachlassabwicklung erwies sich als äußerst schwierig und zog sich über mehr als 60 Monate hin. Hauptursache waren laut „Daily Mail“ die vielschichtigen Finanzstrukturen von Lagerfelds früherem Anwalt Lucien Frydlender, der Vermögenswerte in zahlreichen Briefkastenfirmen untergebracht hatte. Erst nach dessen Tod im Alter von 87 Jahren konnten die Behörden in Monaco und Frankreich das Verfahren maßgeblich voranbringen.
Um die Forderungen zu bedienen, wurden unter anderem in den Jahren 2021 und 2022 bei Sotheby’s mehr als 1.000 Lose veräußert – darunter Immobilien in Paris und Monaco sowie bedeutende Kunstwerke – mit einem Gesamterlös von über 18,2 Millionen Euro.
Choupette bleibt trotz fehlender Testamentsnennung gut versorgt
Obwohl die Katze im aktuellen Millionen-Erbe formal nicht berücksichtigt ist, muss das Tier finanziell nicht bangen. „Ich möchte völlig transparent sein – heute haben wir absolut nichts erhalten“, erklärte Caçote laut „Daily Mail“ unter Berufung auf ein Interview mit dem US-Magazin „The Atlantic“. Lagerfeld hatte jedoch bereits zu Lebzeiten vorgesorgt und seiner Mitarbeiterin eine Immobilie sowie etwa 1,3 Millionen Euro für die dauerhafte Versorgung der Katze überschrieben. Zusätzlich verdient Choupette, die auf Instagram über 265.000 Follower hat, weiterhin Geld als Werbeträgerin; in Hochphasen lagen ihre jährlichen Einnahmen bei bis zu drei Millionen Euro.
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