„Amputation ist wahrscheinlich notwendig” – Familie bangt nach Unfall um ihre Katze
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Benjamin Kempen gilt eigentlich als jemand, der fast immer gute Laune verbreitet. Nun meldete sich der 37-Jährige mit einer traurigen Nachricht zu Wort – und bittet um Hilfe.
Am Morgen des 20. Mai, irgendwann zwischen sieben und acht Uhr, entdeckte Benjamins Mutter die verletzte Lilo, die kaum reagierte. Die fünf Jahre alte Katze war in Köln-Worringen angefahren worden, der Verursacher oder die Verursacherin fuhr jedoch einfach davon. Danach begann ein Rennen gegen die Zeit.
Schwere Verletzungen: Amputation möglich
In der Tierklinik fiel die Diagnose erschütternd aus: „Alle Krallen abgeplatzt. Das Becken gebrochen. Der Schwanz ist innerlich abgerissen. Eine Amputation ist wahrscheinlich notwendig“, erklärt Benjamin, der als Küchenchef im Neven DuMont Haus an der Amsterdamer Straße arbeitet, im Gespräch mit EXPRESS.de.
Solange die Knochen noch nicht verheilt sind, können die Ärztinnen und Ärzte nicht weiter operieren. Mittlerweile durfte die Katze die Tierklinik wieder verlassen. „Lilo ist endlich wieder zu Hause, worüber wir unendlich dankbar sind“, so Benjamin. „Es ist noch ein langer Weg mit vielen Medikamenten und Arztbesuchen, aber wir sind froh, sie bei uns zu haben.“
Ein Einschläfern kommt für Benjamin und seine Familie nicht in Betracht. Zumal die Ärztinnen und Ärzte Hoffnung machen, dass alles gut verheilt.
Erst vor kurzem Kater Findus verloren
Zusätzlich belastend ist, dass die Familie erst vor vier Wochen ihren geliebten Kater Findus verloren hat. Kaum war dieser Verlust verarbeitet, folgte der nächste Schicksalsschlag. Zwei Schocks in kurzer Zeit – dazu kommt eine hohe Tierarztrechnung.
Eine Krankenversicherung für Lilo hat die Familie nicht. Die Kosten für die Behandlung von bis zu 10.000 Euro trägt sie derzeit selbst – oder versucht es zumindest. Auf dem Spendenportal GoFundMe hat sie deshalb nun einen Aufruf veröffentlicht und hofft auf 3.000 Euro, um einen Teil der Rechnungen zahlen zu können. Bisher haben 55 Menschen gespendet, rund 1.500 Euro kamen zusammen (Stand: 2. Juni, 13.30 Uhr).
Schon jetzt ist Benjamin sehr dankbar für die große Spendenbereitschaft. Doch überstanden ist der Kampf noch nicht.
Von Matthias Trzeciak (mt)
Das Original zu diesem Beitrag ""Innerlich abgerissen": Kölner kämpft nach Unfall um Lilo – Amputation droht" stammt von Kölner Express.
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