Katze rupft sich Fell aus: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten
,regionOfInterest=(320,180)&hash=9bbb4ad02698f5b83117d7aeb021e2fdc715c747232123a184d46796c4e509ce)
Wenn sich deine Katze selbst das Fell ausrupft, ist dies unbedingt ernst zu nehmen und ein Grund, den Tierarzt oder die Tierärztin aufzusuchen. Dort kann eine gesicherte Diagnose gestellt und können die ersten Behandlungsschritte eingeleitet werden.
Häufig wird das Verhalten der Katze durch verschiedene Parasiten verursacht. Dazu zählen unter anderem Flöhe, Ohrmilben, Grabmilben (Krätze), Herbstgrasmilben und Cheyletiella-Milben.
Der Juckreiz kann aber auch durch eine allergische Reaktion hervorgerufen werden, zum Beispiel auf Flohbisse oder bestimmte Futterbestandteile. Futtermittelallergien werden häufig durch bestimmte Eiweiße ausgelöst, zum Beispiel von Rind, Huhn oder Fisch. Auch Umweltallergien spielen eine große Rolle: Pollen, Hausstaubmilben und Schimmelpilzsporen gehören zu den häufigsten Auslösern von allergisch bedingtem Juckreiz bei Katzen.
Der Haarverlust muss allerdings nicht zwangsläufig mit starkem Juckreiz einhergehen.
Auch hormonelle oder innere Erkrankungen können für den Juckreiz verantwortlich sein. Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), Diabetes mellitus oder das bei Katzen seltene Cushing-Syndrom (Hyperadrenokortizismus) sind mögliche Ursachen. Solche Stoffwechsel- oder Hormonstörungen erfordern eine gründliche und systematische Diagnostik durch Fachpersonal, da sie oft nur durch spezielle Blutuntersuchungen erkannt werden können.
Neben den körperlichen Ursachen kann das Verhalten deiner Katze auch psychosomatische Auslöser haben. Stress, Angst oder Langeweile können zu exzessivem Putzverhalten führen. In solchen Fällen spricht man von der sogenannten psychogenen Leckalopezie, einer Verhaltensstörung, bei der sich die Katze durch ständiges Lecken selbst kahle Stellen im Fell zufügt. Leckalopezie ist oft schwer zu diagnostizieren, da sie zunächst ähnliche Symptome wie ein Parasitenbefall oder eine Allergie zeigt.
Katze rupft sich das Fell aus: So bekommst du das Verhalten in den Griff
Wenn dein Tierarzt oder deine Tierärztin herausgefunden hat, warum deine Katze sich das Fell herausrupft, kannst du das Problem in den Griff bekommen.
Bei einem Parasitenbefall kommen antiparasitäre Medikamente zum Einsatz – oft in Form von Spot-on-Präparaten oder Tabletten. Zur Vorbeugung sollten regelmäßig Prophylaxemittel gegen Flöhe, Zecken und Milben angewendet werden, insbesondere bei Freigängerkatzen.
Bei Flohbefall ist zudem eine gründliche Reinigung der Umgebung unerlässlich, da sich Floheier, Larven und Puppen in Teppichen, Polstermöbeln und Schlafplätzen festsetzen können. Hier helfen spezielle Umgebungssprays oder Vernebler (Fogger), kombiniert mit regelmäßigem Staubsaugen und Waschen von Textilien.
Wenn eine Allergie bei deiner Katze festgestellt wurde, solltest du versuchen, sie vor den Allergieauslösern zu schützen.
Schlägt die Behandlung nicht direkt an und deine Katze rupft sich weiterhin das Fell aus, kann auch übergangsweise eine Halskrause hilfreich sein, um sie an dem Verhalten zu hindern.
Liegt eine psychische Ursache zugrunde, ist diese in der Regel schwerer zu behandeln. Neigt deine Katze dazu, sich zu langweilen, überlege dir Beschäftigungsmöglichkeiten, um Abwechslung in ihren Alltag zu bringen.
Ist das Verhalten hingegen eher auf Stress zurückzuführen, versuche, ihr Frei- und Rückzugsräume zu bieten, an denen sie zur Ruhe kommen kann.