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Verhalten verstehen

Mehr als ein Trick: Warum dein Hund Pfötchen gibt

Erschien in Kooperation mit
Hund gibt Pfote: Viele Menschen trainieren diese Geste mit ihrem Vierbeiner – doch es steckt mehr dahinter.
Hund gibt Pfote: Viele Menschen trainieren diese Geste mit ihrem Vierbeiner – doch es steckt mehr dahinter. Getty Images/Olga Pankova
Gibt dir dein Hund die Pfote, kann das mehr bedeuten als einen Trick. Je nach Situation sucht er Nähe, Aufmerksamkeit oder möchte Stress entschärfen.

Menschen deuten die Körpersprache von Hunden nicht immer richtig. Gerade deshalb versuchen die Tiere umso deutlicher, ihre Intentionen mit verschiedenen Zeichen zu übermitteln. Dazu zählen etwa das Schwanzwedeln oder Laute wie Bellen. Auch die Pfote ist ein wichtiger Bestandteil dieser nonverbalen Kommunikation. Hebt oder legt ein Hund sie auf, kann das Verschiedenes bedeuten – je nach Situation und Umfeld.

1. Dominanzverhalten

Die Pfote spielt nicht nur im Kontakt mit Menschen, sondern auch im Zusammenspiel mit anderen Hunden eine Rolle. Treffen etwa zwei Rüden aufeinander, kann einer dem anderen die Pfote auf den Rücken legen. Damit macht der Hund seine Position deutlich und signalisiert, welchen Rang er für sich beansprucht.

2. Erlerntes Verhalten durch Training

Das sogenannte „Pfötchen geben“ ist in vielen Fällen ein durch Übung gefestigtes Verhalten. Dabei platziert der Hund seine Pfote in der geöffneten Hand eines Menschen. Diese Aufgabe lässt sich meist schnell beibringen, weil der Hund rasch verknüpft, dass er dafür eine Belohnung erhält – etwa in Form von anerkennenden Worten, Streicheleinheiten oder einem Leckerli. In diesem Zusammenhang handelt es sich also weniger um eine spontane Geste, sondern um ein Verhalten, das durch gezieltes Training entstanden ist.

3. Suche nach Aufmerksamkeit

Sehr oft nutzt ein Hund seine Pfote, um die Beachtung eines Menschen auf sich zu ziehen. Sitzt das Tier zum Beispiel neben jemandem und wird ignoriert, kann es die Pfote auf dessen Bein oder Arm ablegen. Damit möchte der Hund eine Reaktion auslösen und wieder im Mittelpunkt stehen.

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4. Beschwichtigung und Stressabbau

Hunde reagieren sensibel auf die Stimmung in ihrer Umgebung. Spürt ein Tier Anspannung oder eine unangenehme Atmosphäre, kann es die Pfote anheben oder auflegen, um beruhigend zu wirken. Dieses Verhalten hilft, Auseinandersetzungen zu vermeiden und die Lage zu entschärfen. In solchen Situationen kann das „Pfötchen geben“ auch als Ausdruck von Unterlegenheit gedeutet werden.

Fazit: Pfötchen geben – ein komplexes Kommunikationsmittel

In der Summe wird deutlich: Hinter dem simplen Heben der Pfote steckt ein komplexes Kommunikationsmittel. Um die jeweilige Botschaft richtig zu verstehen, ist es wichtig, immer den Kontext und die gesamte Körperhaltung des Hundes im Blick zu behalten.

Das Original zu diesem Beitrag "Darum geben Hunde wirklich Pfötchen" stammt von KUKKSI.