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Vor dem Liegen und Lösen

Warum Hunde sich im Kreis drehen

Erschien in Kooperation mit
Hund liegt auf Korb: Viele Tiere drehen sich vor dem Schlafen im Kreis.
Hund liegt auf Korb: Viele Tiere drehen sich vor dem Schlafen im Kreis. Getty Images
Warum laufen Hunde im Kreis, bevor sie sich hinlegen oder ihr Geschäft verrichten? Das Verhalten geht auf uralte Instinkte und Sicherheitsroutinen zurück.

Hinter dem Drehen steckt ein uraltes Verhaltensmuster, das bis zu den Vorfahren der heutigen Hunde in der Wildnis zurückreicht. Damals mussten sie ihren Schlafplatz selbst vorbereiten und zugleich für Sicherheit sorgen – und genau das spiegelt sich bis heute in diesem Ritual wider.

Instinkt aus der Wildnis: Schlafplatz vorbereiten und sichern

Bevor sich Hunde hinlegen, wählten sie früher in der Natur einen Platz im hohen Gras oder dichten Unterholz und bereiteten ihn sorgfältig vor. Durch das mehrmalige Kreisen traten sie die Vegetation nieder, glichen den Boden aus und machten ihn dadurch bequemer und übersichtlicher.

Das Drehen hatte noch einen weiteren praktischen Nutzen: Im Untergrund versteckte Tiere oder Insekten wurden aufgescheucht. So konnte der Hund besser erkennen, ob sich Schlangen, stechende Insekten oder andere potenzielle Gefahren in unmittelbarer Nähe aufhielten. Das Ritual diente also dazu, sich und gegebenenfalls auch den Nachwuchs zu schützen – und vermittelt den Tieren bis heute ein Gefühl von Sicherheit.

Darüber hinaus steckt auch ein territorialer Aspekt dahinter. Mit der Bewegung im Kreis und der intensiven Beschäftigung mit einem bestimmten Platz wird anderen Hunden signalisiert: Dieser Ruheort ist bereits belegt.

Warum Hunde sich auch vor dem Geschäft im Kreis drehen

Das typische Kreisen lässt sich nicht nur vor dem Schlafengehen beobachten, sondern auch, wenn Hunde ihr Geschäft verrichten. Dabei verschaffen sie sich zunächst einen Überblick über die Umgebung und prüfen, ob die Stelle sicher ist.

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Gleichzeitig werden beim Schnüffeln und Drehen Duftstoffe über spezielle Drüsen abgegeben, die zur Reviermarkierung dienen. So hinterlässt der Hund wichtige Informationen für Artgenossen und kennzeichnet sein Territorium.

Unsicherheit, neue Umgebung und frühere Erfahrungen

Wenn ein Hund sich auffallend häufig im Kreis dreht – besonders nach einem Umzug oder nach der Aufnahme aus dem Tierheim – kann auch Unsicherheit eine Rolle spielen. Eine neue, ungewohnte Umgebung oder negative Erlebnisse aus der Vergangenheit können dazu führen, dass das Tier dieses Ritual verstärkt zeigt, um sich zu orientieren und Sicherheit zu gewinnen.

In solchen Situationen ist es wichtig, für eine ruhige Atmosphäre, ausreichend Beschäftigung und positive Erfahrungen zu sorgen. Klare Strukturen im Alltag und geduldiger Umgang helfen dem Hund, sich schneller einzugewöhnen und innerlich zur Ruhe zu kommen.

Wann Kreisdrehen ein Warnsignal sein kann

Nicht immer ist das Kreisen harmlos. In manchen Fällen steckt eine körperliche oder psychische Ursache dahinter. Starker Juckreiz – etwa durch Flöhe oder Hautprobleme – kann dazu führen, dass sich ein Hund vermehrt im Kreis bewegt, um an bestimmte Stellen zu gelangen oder dem unangenehmen Gefühl zu entkommen. Auch Stress, Unruhe oder Nervosität können das Verhalten verstärken.

Bei älteren Hunden kann häufiges, scheinbar sinnloses Drehen zudem auf kognitive Einschränkungen wie Demenz hinweisen. Wirkt dein Vierbeiner dabei verwirrt, findet seinen Platz nicht mehr oder wirkt allgemein orientierungslos, solltest du unbedingt tierärztlichen Rat einholen, um körperliche oder neurologische Ursachen abklären zu lassen.

Das Original zu diesem Beitrag "Gewusst? Darum drehen sich Hunde wirklich im Kreis" stammt von KUKKSI.