Das solltest du beim Streicheln von Hunden niemals machen
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Viele Hundehalter streicheln ihren Vierbeiner ganz selbstverständlich. Das ist gut, denn Berührung ist eine wichtige Form der Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Sie gehört zur sogenannten taktilen Kommunikation, also zu Signalen durch Körperkontakt. Sanfte Streicheleinheiten können deinen Hund belohnen, eure Bindung stärken und auch auf dich beruhigend wirken.
Mögen Hunde nicht: Das sind typische Fehler beim Streicheln
Trotzdem kann beim Streicheln einiges schiefgehen und deinen Hund verunsichern. Vor allem spontane, unkontrollierte Berührungen machen vielen Hunden Stress.
Kommt deine Hand plötzlich von oben auf Kopf oder Gesicht zu, reagiert der Hund oft mit Blinzeln, Abwenden oder Rückwärtsgehen. Er signalisiert so deutlich, dass ihm diese Art von Streicheln unangenehm ist.
Auch zu stürmische Liebesbekundungen können nach hinten losgehen. Wenn dein lebhafter Hund sich endlich hinsetzt oder ablegt und du ihn dann wild tätschelst, heizt du ihn oft nur wieder auf. Statt sich zu entspannen, springt er erneut auf und die Ruhe ist dahin.
Ein weiterer Klassiker: Dein Hund bellt einen Passanten oder anderen Hund an und du streichelst ihn „beruhigend“. Für ihn fühlt sich das wie eine Belohnung an. So verstärkst du genau das Verhalten, das du eigentlich stoppen möchtest. Und wenn du deinen Hund buchstäblich dauernd anfasst, kann selbst ein verschmustes Tier irgendwann genervt reagieren.
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So kommen Streicheleinheiten wirklich an
Für die meisten Hunde sind ruhige, gleichmäßige Berührungen am angenehmsten. Kraulen am Hals oder an der Brust eignet sich besonders gut, zum Beispiel nachdem dein Hund zuverlässig auf deinen Ruf reagiert hat. Auch langsames Streicheln entlang des Rückens in Fellrichtung ist für viele Tiere entspannend, etwa wenn dein Hund neben dir liegt.
Angenehm können außerdem sanfte Berührungen an den Flanken sein, wenn ihr gemeinsam auf dem Boden oder Sofa entspannt. Beobachte deinen Hund genau: Dreht er sich näher zu dir, schließt die Augen oder atmet tiefer, genießt er deine Streicheleinheiten. Zieht er sich weg oder wird hibbelig, war es wahrscheinlich zu viel.
Das Wichtigste im Umgang mit Streicheleinheiten beim Hund
- Streicheln ist Kommunikation, nicht nur Kuscheln.
- Belohne ruhiges Verhalten mit ebenso ruhiger Berührung.
- Nutze Streicheln bewusst, sonst verliert es an Wirkung als Belohnung.
- Respektiere, wenn dein Hund nicht ständig angefasst werden will.
Wenn du diese Grundsätze im Alltag beachtest, unterstützt du die Entspannung deines Hundes und stärkst gleichzeitig eure Beziehung.
Beachte außerdem:
- Streichele deinen Hund nicht im Gesicht.
- Lobe ruhiges, gewünschtes Verhalten mit ebenso ruhigen Streicheleinheiten.
- Bei sehr aufgedrehten Hunden kann selbst das zu viel sein, dann reicht ein gelassenes verbales Lob.
- Belohne nur Verhalten, das du fördern willst, und nicht unbewusst unerwünschte Aktionen.
- Setze Streicheleinheiten dosiert ein, besonders wenn du sie gezielt als Belohnung nutzt – was ständig verfügbar ist, motiviert weniger.
- Akzeptiere, dass manche Hunde nicht gern ausgiebig schmusen.
- Beobachte Hund und Kind genau: Geht der Hund weg, wenn das Kind streichelt, braucht er Abstand und sollte nicht weiter bedrängt werden.
Richtiges Streicheln braucht keine komplizierten Techniken. Wenn du die Signale deines Hundes ernst nimmst und Streicheleinheiten bewusst einsetzt, werden Berührungen für euch beide zur echten Wohlfühlzeit.