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Gesund durch den Alltag

Zahnpflege bei Katzen: Darauf solltest du achten

Getigerte Katze (Felis silvestris forma catus) zeigt ihre Zähne
imago images / Metodi Popow
Die Zahnpflege ist bei Raubtieren wie Katzen besonders wichtig. Anders als Hunde gehen die meisten Katzen aktiv im Freien auf Jagd. Was du zur Zahngesundheit deiner Katze beisteuern kannst, erfährst du hier.

Viele Katzen leiden an Zahnproblemen wie Zahnstein. Das kann dazu führen, dass Zähne im Katzengebiss locker werden oder sich Fehlstellungen bilden – nicht selten gehen diese Probleme mit Schmerzen einher. Verhindern können Katzenbesitzerinnen und Katzenbesitzer das, indem sie sich um die richtige Zahnpflege ihres Tieres kümmern. Das gilt vor allem für Hauskatzen, die ihr Gebiss nicht durch regelmäßige Jagd selbst gesund halten. Wir erklären, warum Zahnpflege so wichtig ist und wie du bei konkreten Problemen am besten vorgehst.

Nimm die jährlichen Kontrolltermine beim Tierarzt wahr. Bei diesen Terminen wird stets der Mundraum deiner Katze überprüft. So können Probleme früh erkannt und auch behandelt werden. Auf diese Weise erstickst du langwierige Krankheiten im Keim und ersparst deinem Tier viel Leid.

Viele Katzen erkranken an sogenannter FORL. Dabei werden die Zähne brüchig und scharfkantig, sodass Verletzungen im Mundraum entstehen. Diese Verletzungen stellen einen potenziellen Eingang in den Körper für gefährliche Bakterien dar.

Im Mundraum der Katze können durch Futterreste Bakterien entstehen, deren Säure und Zahnbeläge das Zahnfleisch angreifen. So kann es zu Entzündungen kommen und die Zähne werden locker. Im schlimmsten Fall führt das sogar zu Zahnausfall oder dazu, dass sich die Bakterien im Körper ausbreiten.

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Anzeichen für Zahnprobleme bei Katzen früh erkennen

Bestimmte Zahnprobleme können Anzeichen dafür sein, dass deine Katze eine Zahnfleischmassage beim Profi benötigt. Nimmt deine Katze kein Trockenfutter mehr an, weist verfärbte Zähne oder Auffälligkeiten wie blutigen Speichel und Mundgeruch auf, solltest du einen Tierarzt zurate ziehen.

Mache dir bewusst: Einige Katzenrassen sind genetisch dazu bedingt, häufiger an Zahnproblemen zu erkranken, wie etwa Siamkatzen oder Perser. Bei diesen gefährdeten Rassen solltest du besonders vorsichtig sein und regelmäßige Kontrollen durchführen lassen.

Tipps und Tricks zur Zahnpflege bei Katzen

Neben Besuchen beim Tierarzt gibt es vieles, was du auch leicht von zu Hause aus zur Vorbeugung tun kannst. So kannst du vielen Zahnproblemen effektiv entgegenwirken – und deine Katze erfreut sich lange an einem gesunden und starken Gebiss. Wir geben die besten Tipps und Tricks für Katzenbesitzerinnen und Katzenbesitzer, die du zur Zahnpflege deines Tieres im Alltag umsetzen kannst:

  • Bereits die richtige Nahrung kann unterstützend wirken: Biete deiner Katze neben Nass- auch Trockenfutter an. Die harten Pellets helfen dabei, Plaque von den Zähnen zu entfernen. So wird auch das Risiko für Zahnstein verringert.
  • Versuche, deine Katze mit einem Kauspielzeug zu begeistern. Dieser Trick funktioniert vor allem bei jüngeren Katzen. Durch das Spielen und Herumbeißen auf dem Spielzeug wird ähnlich wie beim Trockenfutter Plaque entfernt.
  • Neben Trockenfutter gibt es außerdem Zahnpflegeleckerlis für zwischendurch, die du deiner Katze in Maßen anbieten kannst, um mit ihrer Hilfe Zähne und Zahnfleisch in Topform zu halten.
  • Auch bei Katzen kann Zähneputzen erforderlich und möglich sein, auch wenn das nicht immer ein leichtes Unterfangen ist. Am besten klappt es, wenn du dein Tier früh an dieses Ritual gewöhnst. Das kannst du üben, indem du sanft versuchst, den Mundraum des Kätzchens zu öffnen. Auch Zahnfleischmassagen können helfen.
  • So gelingt das Zähneputzen: Öffne nach ausgiebigem Streicheln den Mundraum deiner Katze und beginne mit einer sanften Zahnfleischmassage. Verwende Katzenzahnpasta und reinige Zahn für Zahn das Katzengebiss. Dafür kannst du eine kleine Bürste oder deine Finger verwenden.