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Gründe und Tipps

Katze zieht sich zurück zum Sterben: Die 5 Sterbephasen

Katze zieht sich zurück zum Sterben: Die 5 Sterbephasen
imago images / Ardea
Eine Katze zieht sich häufig zum Sterben zurück, weil sie instinktiv spürt, wenn der altersbedingte Tod kurz bevorsteht. Dabei sind fünf Phasen typisch.

Geht ein Katzenleben zu Ende, merkt der Vierbeiner das meist instinktiv. Viele Katzen zeigen kurz vor dem Tod ein verändertes Verhalten, sind entweder sehr unruhig oder ziehen sich komplett zurück.

Bei Wohnungskatzen macht sich dieser Rückzug oft dadurch bemerkbar, dass sie sich verkriechen. Dabei suchen sie mitunter auch Orte auf, die sonst nicht zu ihren Lieblingsplätzen zählen, und verstecken sich zum Beispiel unter einem Schrank oder legen sich unter das Sofa.

Bei Freigängern lässt sich häufig beobachten, dass sie noch mehr Zeit draußen verbringen als sonst. Dieses Verhalten ist genetisch bedingt, denn auch Wildtiere verlassen ihr Rudel, wenn sie spüren, dass sie sterben.

Auch wenn es dir schwerfällt zu verstehen, warum deine Katze allein sein möchte, solltest du dieses Verhalten akzeptieren. Signalisiere deinem Vierbeiner, dass du da bist, biete an, ihn zu streicheln, aber trage ihn nicht an einen anderen Ort und zwinge ihn nicht, drinnen zu bleiben, wenn er das nicht möchte.

Lass deine Katze dennoch nicht allein, wenn du befürchtest, dass der Tod kurz bevorstehen könnte. Einige Vierbeiner suchen gezielt noch einmal die Nähe des Menschen, weil sie sich bewusst verabschieden oder nicht allein sein möchten.

Hast du das Gefühl, deine Katze leidet unter starken körperlichen Schmerzen, solltest du immer einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen. Das Fachpersonal kann mit dir besprechen, wie die letzte Zeit des Tieres so angenehm wie möglich gestaltet werden kann.

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Die fünf Sterbephasen der Katze

Haustierbesitzer und Haustierbesitzerinnen stellen meist fest, dass das Sterben des geliebten Vierbeiners in Phasen abläuft. Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross gliedert diese Zeit in fünf Sterbephasen. Diese lassen sich zwar nicht pauschal auf alle Katzen übertragen, können jedoch einen Anhaltspunkt für typisches Verhalten in dieser kritischen Zeit bieten. Dennoch geht jedes Tierleben auf individuelle Weise zu Ende.

  • Nahrungsveränderung (Erde löst sich in Wasser): Die Katze verweigert das Fressen oder nimmt nur noch sehr kleine Portionen zu sich.
  • Veränderung des Stoffwechsels (Wasser löst sich in Feuer): Der Stoffwechsel verlangsamt sich und körperliche Funktionen beginnen abzubauen. Der Körper zeigt Entgiftungsreaktionen, es kann zu Durchfall, Erbrechen oder anderen Absonderungen kommen.
  • Zurück ins Leben, es geht mir gut (Feuer löst sich in Luft): Kurz vor dem Tod kann eine Art Aufbäumen stattfinden. Die Katze wirkt kurzzeitig wieder fit, frisst vielleicht auch wieder. Sie kann außerdem unruhig wirken und eine Schnappatmung entwickeln.
  • Schmerzunempfindlichkeit (Luft löst sich in Raum): Die Temperatur der Katze sinkt auf etwa 34 Grad, der Blick wirkt abwesend und die Atmung ist flach.
  • Ausatmen und Übertritt (Luft löst sich in Raum): Mit dem letzten Atemzug enden die Sterbephasen der Katze. Wer möchte, kann das Fenster im Raum öffnen, damit die Seele ihren Weg gehen kann.

Alterserscheinungen oder Sterbeprozess: So erkennst du den Unterschied

Nicht jede Verhaltensänderung bei einer älteren Katze ist gleich ein Todeszeichen. Viele Senioren schlafen mehr, bewegen sich langsamer und fressen weniger – das ist normal. Bestimmte Anzeichen deuten jedoch tatsächlich auf das nahende Lebensende hin.

Wenn deine Katze das Fressen fast vollständig verweigert, selbst ihr Lieblingsfutter links liegen lässt und auch kaum noch Wasser zu sich nimmt, ist das ein ernstes Zeichen.

Wirkt das Tier teilnahmslos und reagiert kaum noch auf deine Stimme oder Berührung, solltest du aufmerksam werden.

Auch ein deutlich veränderter Atemrhythmus – flach, unregelmäßig oder rasselnd – kann auf einen kritischen Zustand hindeuten.

In der Sterbephase fällt außerdem oft die Körpertemperatur ab. Das kannst du an kalten Pfoten oder Ohren bemerken.

Manche Katzen erbrechen häufiger, verlieren unkontrolliert Urin oder riechen ungewöhnlich streng. Ein leerer, trüber Blick oder starr geöffnete Augen sind ebenfalls typische Merkmale des Sterbeprozesses.

Wenn du solche Veränderungen beobachtest, ist es wichtig, einen Tierarzt oder eine Tierärztin hinzuzuziehen – auch dann, wenn du deine Katze zu Hause begleiten möchtest. Das Fachpersonal kann beurteilen, ob es sich tatsächlich um die Sterbephase handelt oder ob noch behandelbare Ursachen vorliegen.

Zudem können schmerzlindernde oder beruhigende Medikamente verabreicht werden. Außerdem wirst du darüber aufgeklärt, ob ein Einschläfern, also eine Euthanasie, in Frage kommt. Viele Tierärzte und Tierärztinnen bieten in solchen Situationen Hausbesuche an, um der Katze unnötigen Stress zu ersparen.