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Kommunikation verstehen

Katze schreit nachts: Mögliche Ursachen und was du dagegen tun kannst

Hauskatze, Haus-Katze (Felis silvestris f. catus), sitzt schreiend an einem Baumstamm, Deutschland domestic cat, house cat (Felis silvestris f. catus), sitting at a tree trunk miaowing, Germany BLWS282344
imago images / blickwinkel
Schreit deine Katze nachts, ist das nicht nur für dich unangenehm. Das Gejaule kann auch schnell deinen Nachbarn auf die Nerven gehen. Die Gründe für das Verhalten deiner Katze variieren, aber auch die Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken.

Katzen miauen nicht ohne Grund: Sie wollen mit uns Menschen kommunizieren. Um dem Verhalten deiner Katze entgegenzuwirken, musst du zunächst die Ursache für das Geschrei herausfinden.

  • Krankheit: Katzen miauen, wenn sie krank sind oder Schmerzen haben. Zeigt deine Katze das nächtliche Schreien erst seit Kurzem, solltest du mit ihr zum Tierarzt gehen. Dort wird geklärt, ob eine Krankheit oder Schmerzen dahinterstecken.
  • Hunger: Um dir mitzuteilen, dass sie Hunger hat, macht sich deine Katze ebenfalls bemerkbar. Wenn sie mitten in der Nacht laut wird, solltest du trotzdem nicht sofort füttern. Sonst entstehen schnell falsche Gewohnheiten. Füttere deine Katze, bevor du schlafen gehst, und gib ihr ruhig etwas mehr als die übliche Portion. So kannst du prüfen, ob Hunger der Grund ist.
  • Gewohnheit: Stellt deine Katze fest, dass du ihr Aufmerksamkeit schenkst, wenn sie miaut, entwickelt sich daraus eine Gewohnheit. Wenn du beispielsweise nachts aufstehst, lernt sie schnell, dass sie so Aufmerksamkeit bekommt. Ignoriere deine Katze deshalb. Dafür brauchst du etwas Geduld: Die Umgewöhnung kann dauern, aber mit der Zeit wird sie nachts ruhiger.
  • Einsamkeit: Deine Katze könnte miauen, weil sie sich einsam fühlt. Halte Katzen möglichst zu zweit oder überlege, ihr eine zweite Katze als Spielgefährten zu holen.
  • Geschlechtsreife: Auch Katzen erleben mit der Geschlechtsreife Hormonschwankungen – ähnlich wie Teenager. Dann ist ihnen oft nach Schreien zumute. Geschlechtsreife Katzen wollen sich paaren und suchen einen Partner. Um dieses Verhalten zu reduzieren, solltest du deine Katze kastrieren lassen.
  • Langeweile: Auch aus Langeweile miauen Katzen nachts. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv. Können sie nicht nach draußen, brauchen sie Beschäftigung. Spiele vor dem Schlafengehen ausgiebig mit deiner Katze. Mit geeignetem Spielzeug kann sie sich auch nachts allein beschäftigen.
  • Verunsicherung: Eine neue Wohnung oder Einrichtung kann deine Katze aus ihrer Routine bringen. Veränderungen führen oft zu Stress und Verunsicherung, was nächtliches Miauen auslösen kann. Kuschle tagsüber viel mit deiner Katze und lass sie nachts in deiner Nähe schlafen. Auch Bachblüten können zur Beruhigung beitragen.
  • Freigänger: Möchte deine Katze nachts raus, macht sie sich durch Miauen bemerkbar. In diesem Fall kann eine Katzenklappe sinnvoll sein. So entscheidet deine Katze selbst, wann sie nach draußen geht, und ist nicht auf dich angewiesen.
     

Warum ältere Katzen nachts miauen

Teilweise kann nächtliches Miauen auch am Alter deiner Katze liegen. Dabei spielen vor allem gesundheitliche Veränderungen eine große Rolle. Wenn das Verhalten altersbedingt ist, ist es oft schwieriger, darauf Einfluss zu nehmen.

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  • Demenzerkrankung: Katzen mit Demenz können schnell die Orientierung verlieren, was sie verängstigt. Suche eine Tierarztpraxis auf. Dort können mögliche Erkrankungen abgeklärt werden und du erhältst weitere Tipps.
  • Schlechtes Sehvermögen: Sieht deine Katze nicht mehr gut, verlässt sie sich stärker auf ihren Geruchssinn. Befindet sie sich dann in einem ungewohnten Bereich, kann sie sich schnell verloren fühlen. Ein Nachtlicht kann helfen, ihr mehr Orientierung zu geben und nächtliche Wege zu erleichtern.
  • Nähebedürfnis: Ältere Katzen suchen oft verstärkt deine Nähe und machen sich durch Miauen bemerkbar. Lass deine Katze nachts bei dir schlafen. Wenn sie aufwacht, bist du in ihrer Nähe und kannst sie beruhigen.