Katze miaut nicht mehr: Das sind mögliche Gründe
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Katzen miauen in der Regel des Öfteren am Tag. Jeder Miau-Laut hat eine Bedeutung. Die Laute können zum Beispiel bedeuten, dass die Katze sich nicht wohlfühlt oder dass sie auf sich aufmerksam machen möchte. Katzen miauen auch zur Begrüßung oder deuten damit an, dass etwas nicht stimmt. Miauen Katzen gar nicht mehr, können verschiedene Gründe dahinterstecken.
- Stimmverlust: Auch Katzen können sich erkälten und dadurch heiser werden. Wie beim Menschen verlieren sie dann ihre Stimme und miauen vorübergehend aus diesem Grund nicht mehr.
- Umgebung: Ziehst du zum Beispiel um, kennt sich deine Katze in der neuen Umgebung nicht aus. Das bereitet der Samtpfote eventuell solchen Stress, dass sie deswegen nicht mehr miaut.
- Allergie: Muss die Katze ständig niesen oder auch keuchen, weil sie auf irgendetwas in der Umgebung oder das Futter allergisch reagiert, hört die Katze auf zu miauen.
- Infekte: Das Calicivirus, Felines Herpes oder simple Erkältungsinfekte können das Nicht-Miauen ebenfalls begründen. In diesem Fall wird deine Katze noch weitere Symptome aufweisen, zum Beispiel tränende Augen oder Atemlosigkeit. Es kann auch vorkommen, dass die Katze keinen Appetit mehr hat, viel hustet und niest und Sekrete aus dem Maul oder der Nase absondert.
- Kehlkopf: Ist der Kehlkopf in seiner Funktion gestört, kann es zur sogenannten Larynx-Lähmung kommen. Die ansetzenden Stimmbänder sind dann nicht mehr in der Lage, Töne zu produzieren, so sehr sich die Katze auch anstrengt. Dieser Fall tritt aber meistens erst ein, wenn die Katze schon sehr alt ist. Auch Tumore, Wucherungen oder Polypen an den Stimmbändern können Probleme beim Miauen verursachen.
- Sekundärer Stimmverlust: Es kann sein, dass sich dein Tier an einem Gegenstand oder Fressen verschluckt. Hierbei kann es zu Nervenschädigungen im Bereich der Stimmbänder kommen, sodass die Katze nachfolgend nicht miaut. Wurde das Tier operiert, hat es eine Vollnarkose erhalten und wurde zur Aufrechterhaltung der Atmung intubiert. Das kann zu vorübergehendem Stimmverlust führen.
Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, warum deine Katze plötzlich nicht mehr miaut. Findest du die Ursache nicht selbst heraus, hilft dir der Tierarzt oder die Tierärztin weiter.
Katze miaut nicht: wann du zum Tierarzt solltest
Wann du einen Arzt aufsuchen solltest, ist auch davon abhängig, wie laut oder leise sich deine Katze normalerweise verhält. Bei leiseren Vertretern wird es zunächst nicht auffallen, wenn das Tier noch leiser wird. Laute Katzen, die täglich und häufig miauen, fallen hier eher auf.
Grundsätzlich solltest du immer den Tierarzt aufsuchen, wenn sich dein Haustier anders verhält als sonst und du dir das Verhalten nicht erklären kannst.
Nach einem Unfall oder einer gefährlichen Situation, die die Katze erlebt hat, solltest du immer beim Tierarzt vorstellig werden. Du solltest ebenfalls einen Termin vereinbaren, wenn die Katze einen Infekt hat und neben dem Nicht-Miauen auch andere Krankheitssymptome (wie oben beschrieben) zeigt.
Manche Katzen miauen nie: leise Katzenrassen im Überblick
Neben all den bereits beschriebenen Ursachen gibt es allerdings auch eine Besonderheit, die du beachten solltest, wenn du dir eine bestimmte Katzenart zulegst.
Es gibt Katzen, die gar nicht miauen. Das stellt dann kein Problem dar, sondern begründet sich in der Art der Katze.
Hierzu gehören folgende Katzenrassen: Cornish Rex, Chartreux, Ragdoll, Perser und Russisch Blau. Es handelt sich hierbei um äußerst leise Rassen, die so gut wie nie miauen.