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Verschiedene Ursachen

Katze hat Angst vor anderen Katzen: Das kannst du tun

Schwarze Katze mit gelben Augen blickt in die Kamera.
Schwarze Katze mit gelben Augen blickt in die Kamera. (Bild: Pixabay/ClaudiaWollesen)
Hat eine Katze Angst vor anderen Katzen, kann das verschiedene Ursachen haben. Wir erklären dir die Ursachen von Angst vor Artgenossen bei Katzen. Außerdem zeigen wir dir, wie die Angst sich äußern kann und geben Tipps, wie du am besten reagierst.

Reagiert eine Katze ängstlich auf andere Katzen, liegen die Ursachen dafür meist in ihrer Vergangenheit. Katzen, die Angst vor Artgenossen haben, haben häufig keine ausreichende Sozialisation mit anderen Katzen erlebt. Ähnlich ist es auch bei Katzen, die ängstlich auf Menschen reagieren.

Die Prägungsphase einer Katze liegt zwischen der zweiten und siebten Lebenswoche. Hat die Katze in dieser Zeit positive Erfahrungen mit Artgenossen gemacht, etwa mit der Mutter oder den Geschwistern, wird sie in der Regel auch später offen auf andere Katzen zugehen.

Katzen, die in dieser sensiblen Phase keinen Kontakt zu Artgenossen hatten, etwa weil sie von Hand aufgezogen wurden, tun sich oft auch im Erwachsenenalter schwer im Umgang mit anderen Katzen.

Die Angst vor anderen Katzen kann sich aber auch erst im Erwachsenenalter entwickeln. Werden zwei charakterlich sehr unterschiedliche Katzen auf engem Raum in der Wohnung gehalten, kann es sein, dass die eher passive Katze durch das sehr aktive Spiel- oder Sozialverhalten der anderen eingeschüchtert wird.

Mögliche Angstreaktionen sind zunehmendes Markierverhalten, etwa durch Kratzen oder das Reiben des Kopfes an verschiedenen Gegenständen, oder auch Unsauberkeit. In diesem Fall benutzt die Katze nicht mehr die Katzentoilette, sondern andere Orte wie das Bett oder den Boden.

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Angst kann sich außerdem in starker Schreckhaftigkeit, aber auch in passiver Aggression durch häufiges Knurren und Fauchen äußern. Weitere Anzeichen sind vermehrte Lautäußerungen oder eine übermäßige Körperpflege.

Katze hat Angst vor anderen Katzen: So verhältst du dich richtig

Vor allem bei Wohnungskatzen, die sich nicht durch Freigang aus dem Weg gehen können, kannst du mit einigen Maßnahmen auf das Angstverhalten reagieren. Grundsätzlich reagiert jedoch jede Katze anders, und nicht jede Maßnahme funktioniert gleich gut.

Hast du eine sehr aktive und eine eher passive Katze, kann es zunächst helfen, die beiden Tiere in unterschiedlichen Räumen unterzubringen. So ersparst du ihnen die ständige Konfrontation und den damit verbundenen Stress.

Mit der passiven Katze können Spielsequenzen helfen, in denen sie ein komplettes Jagdverhalten durchläuft. Das kann ihr Selbstbewusstsein stärken. Auch mit der aktiven Katze solltest du dich täglich beschäftigen, damit sie überschüssige Energie abbauen kann und weniger die Konfrontation sucht.

Gehe beim Zusammenführen der beiden Katzen schrittweise vor und wähle die Räume so, dass keine Sackgassen entstehen. So haben beide Tiere die Möglichkeit, auszuweichen.

Hilft keine dieser Maßnahmen bei einer stressfreien Zusammenführung, sollte darüber nachgedacht werden, eine Katze abzugeben, um beiden Tieren den Stress zu ersparen, den das jeweils andere Tier auslöst.

Wenn eine Katze nach dem Verlust trauert

Wichtig ist: Verhält sich eine Katze ängstlich, weil sie aufgrund des Verlustes ihrer Partnerkatze trauert, solltest du auf einen strukturierten Tagesablauf achten. Plane feste Fütterungszeiten und auch feste Zeiten ein, in denen du dich mit der Katze beschäftigst.

Auf diese Weise verhinderst du, dass die Katze durch einen wechselnden Tagesablauf zusätzlich Verlustangst entwickelt.