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Übergewicht erkennen

Hängebauch bei Katzen: Das steckt hinter der Urwampe

Getigerte Hauskatze läuft auf einem Balken
imago images / McPHOTO/Layer
Ein Hängebauch bei Katzen ist völlig normal und sogar hilfreich für das Tier. Er kann jedoch auch ein Zeichen für Übergewicht sein.

Manche Katzen haben einen Hängebauch, der auch als Urwampe bezeichnet wird. Er beginnt an den Hinterbeinen und hängt nach vorn hin wie überschüssige Haut durch. Der Hängebauch fühlt sich weich an und wackelt beim Laufen meist stark hin und her.

Die sogenannte Urwampe ist völlig normal und evolutionär bedingt. Die Bauchtasche hat eine wichtige Schutzfunktion. Greift eine andere Katze an, könnte eine Verletzung in der Bauchregion lebensbedrohlich werden. Der dicke Hängebauch bewahrt die Katze davor und schützt somit die Organe.

Zudem wird die Katze durch den Hängebauch beweglicher und kann höher und weiter springen, weil sich die überschüssige Haut dehnen kann. Auch als Energiespeicher für schlechte Zeiten kann die Urwampe angesehen werden.

Bei älteren Katzen ist ein Hängebauch vermehrt zu beobachten, weil das Bindegewebe erschlafft und die Haut daher an Spannkraft verliert.

Wann ein Hängebauch bei Katzen gefährlich wird

Solange der Bauch der Katze weich und das Tier fit und schlank ist, besteht kein Grund zur Sorge. In manchen Fällen deutet ein hängender Bauch jedoch darauf hin, dass etwas nicht stimmt.

Hat deine Katze starkes Übergewicht, wächst natürlich auch der Bauch und fängt an zu hängen. In diesem Fall solltest du auf eine ausgewogene, kalorienreduzierte Ernährung achten und dafür sorgen, dass sich dein Tier viel bewegt.

Nach einer Kastration stellen Katzenhalter häufig fest, dass der Bauch hängt. Auch das liegt am steigenden Gewicht, denn nach einer Kastration verändert sich der Stoffwechsel und die Katze braucht weniger oder angepasstes Futter.

Tritt die Wampe plötzlich auf, fühlt sich der Bauch hart an oder kommen andere Symptome wie Abgeschlagenheit, Erbrechen, Durchfall oder Verhaltensänderungen hinzu, suche einen Tierarzt oder eine Tierärztin auf. Dort kann auf Krankheiten oder Parasiten untersucht und dein Tier dementsprechend behandelt werden.