Haarlinge bei Katzen: Symptome, Behandlung und Tipps zur Vorbeugung
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Haarlinge sehen Läusen sehr ähnlich. Sie übertragen Parasiten wie zum Beispiel Würmer, verursachen einen starken Juckreiz, der wiederum zu weiteren Erkrankungen führen kann, und nicht zuletzt sind sie äußerst ansteckend. Daran erkennst du, ob deine Katze Haarlinge hat:
- Als Erstes wirst du bemerken, dass sich deine Katze ungewöhnlich viel kratzt. Bei genauem Betrachten des Fells wirst du wahrscheinlich kleine, gelbliche Tierchen entdecken.
- Durch den Juckreiz verursacht, wird deine Katze sehr nervös und unruhig wirken. Das ständige Kratzen bringt sie aus der Ruhe und an einen erholsamen Schlaf ist nicht zu denken.
- Das Fell einer Katze, die mit Haarlingen befallen ist, zeigt sich struppig und ungepflegt. Es ist glanzlos und meist kannst du auch die Nissen (Eier) der Haarlinge erkennen.
- Weiterhin sind Ekzeme, Schürfstellen und ein punktueller Haarausfall möglich. Auch dies wird durch das Kratzen verursacht. Nicht selten treten durch die offenen Stellen Keime und Bakterien ein, die zu weiteren Krankheitsbildern führen.
Die Behandlung von Haarlingen bei deiner Katze
Bemerkt du einen Haarlingsbefall bei deiner Katze, solltest du schnellstmöglich deine Tierärztin oder deinen Tierarzt aufsuchen. Haarlinge sind äußerst ansteckend und schnell werden andere Haustiere oder du selbst befallen. Diese Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung.
Mit einem Läuse- oder Flohkamm sind die Haarlinge schnell diagnostiziert. Du kannst dann ein sogenanntes Spot-On verwenden. Dieses Präparat wird in den Nacken des Tieres geträufelt. Die Katze muss dafür aber mindestens zwölf Wochen alt sein.
Für jüngere Katzen kannst du ein Spray verwenden, welches die Haarlinge abtötet. Es sollte regelmäßig zum Einsatz kommen, damit auch die nächsten Generationen der Haarlinge zuverlässig bekämpft werden.
Weiterhin ist eine Bandwurmbehandlung unerlässlich. Haarlinge übertragen den Gurkenkernbandwurm. Dieser gelangt durch das Ablecken des Fells schnell in den Verdauungstrakt der Katze.
Zu Hause musst du alle Gegenstände und Textilien, die mit der Katze in Kontakt kamen, gründlich reinigen. Sollten sich noch weitere Tiere im Haushalt befinden, müssen diese auch behandelt werden.
So kannst du vorbeugen
Katzen werden zum Glück recht selten mit Haarlingen konfrontiert, möglich ist es aber dennoch. Vor allem junge Tiere oder Katzen mit einem geschwächten Immunsystem sind anfälliger. Weiterhin können Freigängerkatzen eher betroffen sein als reine Wohnungskatzen. So kannst du einem Befall mit Haarlingen vorbeugen.
Um einem Haarlingsbefall vorzubeugen, solltest du regelmäßig den Schlafplatz deiner Katze reinigen. Auch die Pflegeutensilien, wie Bürsten oder Kämme, müssen in diesem Rhythmus gesäubert werden.
Denk bei der Reinigung auch an das Katzenklo. Hier könnten sich ebenfalls Haarlinge befinden. Entweder fallen sie aus dem Fell oder sie sind in den Hinterlassenschaften der Katze vorhanden.
Hat deine Katze langes Fell, ist sie ein Freigänger oder du hältst mehrere Katzen, kannst du vorbeugend auch Präparate gegen jegliche Arten von Parasiten einsetzen.
Haarlinge an sich sind in der Regel wirtsspezifisch. Das bedeutet, dass sie eher unwahrscheinlich auf den Menschen übergehen. Aber eine Ansteckung mit dem Gurkenkernbandwurm ist nicht ausgeschlossen. Diese würde sich durch Verstopfung, Durchfall und Bauchschmerzen bemerkbar machen.