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Nur als Ausnahme

Katze frisst nicht? So fütterst du sie sicher mit der Spritze

Kätzchen mit Spritze füttern: Manchmal müssen Futter oder Medikamente so verabreicht werden.
Kätzchen mit Spritze füttern: Manchmal müssen Futter oder Medikamente so verabreicht werden. Getty Images
Manchmal ist es unvermeidbar, eine Katze mit der Spritze zu füttern. Mit diesen Tipps machst du die Fütterung sicherer und stressärmer für euch beide.

Bei Kätzchen, aber auch bei alten, geschwächten oder kranken Katzen kann eine Fütterung per Spritze nötig sein. Auch die Gabe von flüssigen Medikamenten ist oft am besten durch eine Spritze möglich.

Verwende spezielle Fütterungsspritzen oder Einwegspritzen aus der Apotheke – selbstverständlich ohne Nadel. Die verwendeten Materialien müssen unbedingt sauber und steril sein, um zu verhindern, dass durch die Fütterung Keime aufgenommen werden.

Der Futterbrei muss fein genug sein, um problemlos durch die Öffnung der Spritze gedrückt zu werden. Erwärme das Futter vor der Verabreichung auf 38 Grad. Das entspricht der normalen Körpertemperatur der Katze. Besonders einfach geht das in einem Wasserbad. Kontrolliere die Temperatur mit einem Thermometer.

Bei jungen Kätzchen solltest du nur dann per Spritze füttern, wenn diese nicht selbstständig saugen wollen. Ist ein Saugreflex vorhanden, verwende zur Fütterung besser eine Flasche mit speziellem Sauger und lasse das Tier die Nahrung in seinem eigenen Tempo aufnehmen.

Katze mit Spritze füttern: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Katzen sind meist wenig kooperativ. Ganz besonders dann, wenn sie krank sind und sich unwohl fühlen. Darum ist es nicht immer leicht, die Tiere mit einer Spritze zu ernähren. So gehst du am besten vor:

  1. Wickle das Tier in eine Decke oder in ein Handtuch ein. Das schützt dich vor den scharfen Krallen und vermeidet, dass das Tier sich freistrampelt und wegläuft. Wenn möglich, hole dir eine zweite Person zur Hilfe. So kann eine Person das Tier fixieren und die andere die Fütterung übernehmen.
  2. Führe die Spritzenöffnung seitlich an das Maul der Katze und drücke eine kleine Menge des Futters hinein. Berühre dabei nach Möglichkeit die Zunge der Katze. In den meisten Fällen löst das einen Schluckreflex aus.
  3. Füttere nur in sehr kleinen Portionen. Warte dazwischen immer wieder ab, bis das Tier die Nahrung geschluckt hat. Drücke auf keinen Fall zu viel Nahrungsbrei in das Maul der Katze. Sonst besteht die Gefahr, dass dieser in die Lunge gerät.
  4. Füttere nur so viel, wie das Tier aktiv schluckt. Wiederhole diese Form der Fütterung alle zwei bis drei Stunden. Suche umgehend einen Tierarzt auf, wenn deine Katze länger als 24 Stunden nicht selbstständig Nahrung aufnimmt.