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Ursachen und Symptome

Plötzlich Atemnot beim Hund? Wann Wasser in der Lunge lebensgefährlich wird

Wasser in der Lunge beim Hund: Ursachen, Symptome, Hilfe
Getty Images/Anita Kot
Hat dein Hund Wasser in der Lunge, kann das die Atmung des Tieres behindern. Du solltest daher schnell handeln und keine Zeit verstreichen lassen.

Wenn dein Hund Wasser in der Lunge hat, ist das ein ernstes Problem. Es kann auf verschiedene Krankheiten hindeuten, die du in einer Tierarztpraxis dringend behandeln lassen solltest.

Ist Wasser in der Lunge deines Hundes, differenzieren Mediziner zwischen einem kardialem und einem nicht-kardialem Lungenödem. Bei beiden Lungenödemen gelangt nicht mehr ausreichend Sauerstoff in die Lunge und Kohlendioxid kann nur noch schwer abgegeben werden. Das kardiale Lungenödem tritt meistens bei Herzschwäche auf. Es kommt demnach bei älteren Tieren oder Hunden mit Herzproblemen zustande.

Ein nicht-kardiales Lungenödem ist oft die Folge von Vergiftungen, Nierenversagen oder einem allergischen Schock. Es ist wichtig, diese Auslöser gezielt zu behandeln, um dieses Lungenödem zu vermeiden.

Diese Symptome sind für Lungenödeme bei Hunden typisch

Ein Lungenödem kann bei Hunden plötzlich auftreten. Die meisten Ödeme entwickeln sich jedoch mit der Zeit. Deshalb ist es für Hundehalterinnen und -halter wichtig, bei Beschwerden sofort eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufzusuchen. Diese können ein Lungenödem frühzeitig erkennen und Behandlungswege vorschlagen.

Wenn bei deinem Hund ärztlich Wasser in der Lunge diagnostiziert wurde, hat sich Flüssigkeit im Lungengewebe oder in den Lungenbläschen gesammelt. Dein Hund kann nicht mehr ausreichend Sauerstoff aufnehmen. Es kommt zu einer erschwerten Atmung. Die Atmung deines Hundes ist in diesem Fall sehr flach und schnell. Handelst du nicht schnell genug, kann es zu Atemnot oder Erstickung kommen.

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Infolgedessen kann es zu verstärktem Husten, Schaumbildung, einem erhöhten Blutdruck und sogar zum Verlust des Bewusstseins kommen. Schnelle Hilfe ist jetzt dringend erforderlich.

Bei einer körperlichen Untersuchung kann die Tierärztin oder der Tierarzt ein Lungenödem ermitteln. Gute Erkenntnisse liefern jedoch erst Röntgenbilder der Lunge oder eine Blutuntersuchung. Anhand der Blutgaswerte lässt sich herausfinden, wie akut das Lungenödem ist.

Stadium 1 ist das interstitielle Lungenödem. Die Atmung ist flach und es gibt leichte Atembeschwerden. Bei Stadium 2 und 3 kommt es zu rasselnden Atemgeräuschen und Auswurf. Kritisch wird es bei Stadium 4 – dem Atemstillstand. Der Kreislauf des Hundes bricht zusammen.

Mit diesen Maßnahmen lässt sich das Lungenödem deines Hundes behandeln

Wird das Lungenödem bei deinem Hund frühzeitig erkannt, lässt es sich gut behandeln. Je nach Schweregrad und Ursache der Krankheit können verschiedene Indikationen infrage kommen. Die Tierärztin oder der Tierarzt erläutert die Maßnahmen und spricht individuelle Empfehlungen aus, damit es deinem Hund bald wieder besser geht.

Mit einer medikamentösen Behandlung lässt sich ein leichtes Lungenödem gut behandeln. Häufig kommen dazu Entwässerungsmittel zum Einsatz. Auch Betablocker erzielen gute Erfolge. Die Behandlung erfolgt jedoch immer unter tierärztlicher Aufsicht.

Kommt es zu akuten Atembeschwerden, ist eine vermehrte Sauerstoffabgabe mithilfe einer Maske hilfreich. Manchmal ist es nötig, das Tier zusätzlich mit Medikamenten ruhigzustellen, damit es nicht in Panik gerät.

Jeder Hund, der unter einem Lungenödem leidet, benötigt Ruhe und viel Pflege. Auch Aufregung kann ihm schaden. Es ist wichtig, dass du dich sehr liebevoll um dein Tier kümmerst, damit es sich erholen kann.

Eine intensivmedizinische Behandlung mit künstlicher Beatmung ist oft nur dann nötig, wenn das Lungenödem fortgeschritten ist. Inwiefern es für dein Tier sinnvoll ist, entscheidet jedoch immer die Tierärztin oder der Tierarzt. Mit einer guten Behandlung kann das Wasser jedoch aus der Lunge abfließen und dein Hund wieder genesen.