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Faszinierende Augen

Anders als Großkatzen: Warum Hauskatzen schlitzförmige Pupillen haben

Erschien in Kooperation mit
Katze mit schlitzförmigen Pupillen: Dass die Pupillen nicht horizontal sind, hat bestimmte Gründe.
Katze mit schlitzförmigen Pupillen: Dass die Pupillen nicht horizontal sind, hat bestimmte Gründe. Getty Images
Vertikale Pupillen sind bei Katzen kein Zufall, sondern ein Jagdvorteil. Warum sie im Dunkeln und beim Fixieren von Beute so wichtig sind.

Während Menschen runde Pupillen haben, erscheinen sie bei Katzen oft als schmale, vertikale Schlitze. Forschende haben sich ausführlich mit dieser Besonderheit beschäftigt und liefern dazu klare Erkenntnisse. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie stark die Pupillenform mit dem Jagdverhalten der Tiere zusammenhängt.

Vertikale Pupillen: Vorteil für nachtaktive Jäger

Bei Raubtieren kommen verschiedene Pupillenformen vor – und sie stehen in engem Zusammenhang mit der Art, wie diese Tiere jagen. Studien, unter anderem veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Science Advances“, zeigen: Vor allem Raubtiere, die überwiegend nachts aktiv sind, besitzen senkrechte Pupillen. Dazu gehören auch Hauskatzen.

Diese Pupillenform hilft dabei, Entfernungen besonders genau zu bestimmen. Gerade bei schwachem Licht – etwa in der Dämmerung oder in der Nacht – ist das ein wichtiger Vorteil. Zusätzlich unterstützen die schlitzförmigen Pupillen die Wahrnehmung von Kontrasten und ermöglichen es, Farben bei wenig Licht differenzierter zu erkennen.

Viele Beutetiere dagegen haben waagerechte Pupillen. Diese horizontale Form erweitert das Sichtfeld deutlich – fast wie ein Panorama. So können sie mögliche Gefahren schneller bemerken, was ihre Überlebenschancen erhöht.

Anpassungsfähig: Vom schmalen Schlitz zur beinahe runden Pupille

Katzenaugen können sich stark an unterschiedliche Situationen anpassen. Abhängig von der Helligkeit und dem Grad der Aufmerksamkeit verändert sich die Pupillenform deutlich. In dunkler Umgebung erweitern sich die Pupillen und wirken fast rund, damit besonders viel Licht auf die Netzhaut trifft. So verbessert sich das Sehen in der Dunkelheit spürbar.

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Auch bei starker Konzentration, zum Beispiel wenn eine Katze ein Ziel fixiert, können die Pupillen runder erscheinen. Diese Flexibilität ermöglicht es, sehr feine Bewegungen zu registrieren und blitzschnell zu reagieren. Das Auge der Katze ist damit bestens auf wechselnde Umweltbedingungen eingestellt.

Die Pupillenform ist kein zufälliges Merkmal, sondern Ergebnis einer langen evolutionären Entwicklung. Bei Katzen unterstützt sie eine effektive Jagd unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Gleichzeitig wird deutlich, wie eng körperliche Eigenschaften und Verhalten zusammenhängen – ein anschauliches Beispiel für die Komplexität der Natur.

Warum große Raubtiere andere Pupillenformen besitzen

Nicht alle Raubtiere tragen vertikale Pupillen. Großkatzen wie Tiger oder Geparden haben runde Pupillen. Das hängt vor allem mit ihrer Körpergröße und ihrem Jagdverhalten zusammen. Im Unterschied zu kleineren Räubern setzen sie weniger auf heimliches Anschleichen aus nächster Nähe, sondern eher auf Tempo und Stärke. Für diese Jäger ist die spezielle Tiefenwahrnehmung durch senkrechte Pupillen weniger wichtig, da ihre körperlichen Fähigkeiten diesen Vorteil ausgleichen.

Das Original zu diesem Beitrag "Darum haben Katzen senkrechte Pupillen" stammt von KUKKSI.