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Zeckenbiss beim Hund: Das müssen Sie wissen

Zecke beim Hund Berlin, 06.07.2021, Zecke steckt blutgefuellt in der Haut eines Hundes zwischen Fell (Makro-Aufnahme) neben einer Pinzette Berlin Deutschland *** Tick in a dog Berlin, 06 07 2021, tick is stuck blood-filled in the skin of a dog between fur macro shot next to a pair of tweezers Berlin Germany
imago images / Andreas Gora
Ein Zeckenbiss beim Hund kann Folgen haben. Deshalb sollten Sie ihn im Auge behalten und bei Veränderungen einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen.
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Zeckenbiss beim Hund: Das müssen Sie beachten

Auch beim Hund kann der Biss einer Zecke gesundheitliche Folgen haben. Deshalb sollten Sie die Plagegeister möglichst schnell entfernen. 

  • Ein Zeckenbiss ist bei einem Hund ähnlich gefährlich wie beim Menschen. Durchsuchen Sie deshalb Ihr Tier nach jedem Spaziergang nach Zecken, vor allem dann, wenn Sie in einem Risikogebiet wohnen. 
  • Beißen sich die Zecken für mehrere Tage fest, können sie zahlreiche Bakterien an ihren Wirt weitergeben. Neben der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) können auch Borreliose, Anaplasmose, Babesiose und Ehrlichiose übertragen werden.
  • Wird solch eine Infektion erst sehr spät erkannt, kann sie tödlich enden. Vor allem kleinere Hunde erliegen solchen Infektionen schneller.
  • Im Übrigen wird fälschlicherweise immer von einem Zeckenbiss gesprochen. Tatsächlich handelt es sich aber um einen Stich. Die Zecke öffnet mit einer Art Scherenwerkzeug die Haut und sticht dann ihren Rüssel hinein. 

Gemeiner Holzblock (Ixodes ricinus)
imago images / Sven Lambert

Zeckenbisse bei Hunden vermeiden

Zecken sind vor allem zwischen März und Oktober aktiv. Theoretisch kann es jedoch in jeder Jahreszeit zu einem Zeckenbiss kommen.

  • Den Gang durch den Wald und die Büsche können und sollten Sie Ihrem Hund in den meisten Fällen nicht verbieten. Daher sollten Sie eher eine Nachsorge als eine Vorsorge betreiben. Untersuchen Sie Ihren Hund vor allem nach einem Gang durch hohes Gras gründlich auf Zecken. Diese befinden sich oft am Nacken, der Brust, dem Rücken und an den Ohren.
  • Zecken beißen häufig nicht direkt zu, sondern suchen sich erst einmal einen geeigneten Platz. Mit einem Flohkamm können Sie alle Zecken aus dem Fell bürsten, die sich noch nicht festgesaugt haben.
  • Schlafdecken und Spielzeug können Sie regelmäßig waschen, um Zecken zu eliminieren. Die Waschmaschine sollte dazu auf mindestens 60 Grad laufen. Textilien die Sie bei diesen Temperaturen nicht waschen können, sollten Sie für 24 Stunden bei mindestens -20 Grad einfrieren.

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So entfernen Sie eine Zecke

Beim Entfernen von Zecken sollten Sie mit Bedacht vorgehen. Verwenden Sie bitte keine Öle oder sonstigen Flüssigkeiten, da diese nur noch mehr Schaden anrichten können.

  • Am besten verwenden Sie eine sogenannte Zeckenzange. Das Ungeziefer darf nicht gequetscht oder gedreht werden, weil es sonst ihren Mageninhalt in die Wunde abgeben kann. 
  • Greifen Sie das Tier mit der Zange direkt zwischen der Haut des Hundes und dem Kopf der Zecke. Versuchen Sie auf jeden Fall, sie in einem Stück herauszuziehen. 
  • Sollte der Kopf der Zecke dennoch zurückbleiben, beobachten Sie die Stichstelle in den nächsten Tagen. Er sollte während des Heilungsprozesses abgestoßen werden. 
  • Sollten Sie unsicher sein, suchen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt auf. Diese oder dieser wird Ihnen gerne beim Entfernen von Zecken behilflich sein und Sie über mögliche Folgen aufklären.