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Parodontose beim Hund: Ursachen, Symptome und Behandlung

Labrador Retriever-Rüde gähnt mal richtig ab
imago images / imagebroker/Krause-Wiecz
Parodontose ist beim Hund eine Erkrankung des Mauls. Die Entzündung sollte behandelt werden, um langfristige Schäden und Gesundheitsprobleme zu vermeiden.
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Ursachen und Symptome der Parodontose beim Hund

Parodontose ist eine Erkrankung der Maulhöhle, der Zähne und des Kiefers. Sie betrifft mit zunehmendem Alter die Mehrheit der Hunde.

  • Die Parodontose folgt für gewöhnlich auf eine anhaltende Zahnfleischentzündung. Beide Krankheiten entstehen häufig durch Bakterienbefall und Entzündungen. Die Zahnfleischentzündung ist dabei aber ein eher lokales Problem und kann meist gut behandelt werden. Parodontose dagegen wirkt sich auch auf den gesamten körperlichen Zustand aus. In besonders schlimmen Fällen kann es zu Zahnverlust, absterbendem Zahnfleisch und Knochenverlust führen.
  • Die entscheidende Stelle ist in den meisten Fällen der Übergang der Zähne zum Zahnfleisch. Hier lagert sich natürlicherweise viel Belag an, der mit diversen Bakterien kontaminiert ist. Reicht die betriebene Mundhygiene nicht aus, wird der Belag nicht entfernt und wird mit der Zeit mehr. Dadurch entsteht ein Entzündungsherd.
  • Anzeichen einer Parodontose sind typische Symptome wie die Verweigerung des Essens oder das Ablehnen harter Leckerlies und Spielzeuge. Außerdem entwickelt sich ein stärker werdender Mundgeruch. Das Zahnfleisch sieht gerötet und entzündet aus, die Zähne weisen deutlich sichtbaren Belag oder Zahnstein auf und können im fortgeschrittenen Stadium gelockert sein.

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Gähnender Mischlingshund (Schäferhund)
imago images / mm images/Schäfer

Behandlungsmöglichkeiten bei Paradonthose

Parodontose (auch Parodontitis) kann in der Tierklinik behandelt werden. Je früher die Anzeichen erkannt werden, desto besser kann Ihrem Hund geholfen werden.

  • Die beste Behandlungsmöglichkeit ist, eine Parodontose aufzuhalten, bevor sie entsteht. In dem Fall kann bereits bei einer Zahnfleischentzündung vorgegangen werden, sodass die Parodontose möglichst vermieden wird. Außerdem trägt gute Mundhygiene dazu bei, die Krankheit zu vermeiden.
  • Eine bereits bestehende Parodontose wird unter Narkose behandelt. Hierbei geht es um das Eindämmen der Krankheit sowie um das Aufhalten des Fortschritts. Die Zähne sowie der Übergang zum Zahnfleisch (auch unter dem Zahnfleischrand) werden aufwendig gereinigt und von sämtlichem Belag oder Zahnstein befreit. Eine abschließende Politur soll erneute Ablagerungen verringern.
  • Meist ist bei einer Parodontose bereits ein Teil des Mundraumes zerstört. Diese Teile sind bei einer Behandlung nicht wiederherzustellen. Daher werden zerstörte Zähne oder gar Knochenteile entfernt. Sie können durch künstliche Elemente ersetzt werden. Meist wird auch eine anschließende Antibiotika-Einnahme verordnet.