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Mastitis beim Hund: Wissenswertes zur Gesäugeentzündung

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imago images / blickwinkel
Eine Mastitis beim Hund ist eine Gesäugeentzündung. Das heißt, dass nur Hündinnen betroffen. In der Regel kommt es während der Zeit des Säugens dazu.
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Mastitis beim Hund: was ist das?

Meist kommt es zu einer Gesäugeentzündung, wenn eine Hündin nach der Geburt in der Säugezeit ist. Es gibt eine milde Form, die eher einen Einfluss auf die Welpen hat und weniger auf das Muttertier. Bei einer schweren Erkrankung ist jedoch auch die Hündin in Gefahr. 

  • Eine Mastitis zeigt sich oft durch eine schmerzhafte Schwellung am Gesäuge. Die betroffene Hündin wirkt schlapp und mag ihre Welpen nur ungern mit Milch versorgen. 
  • Liegt ein milder Krankheitsverlauf vor, so zeigen sich bei der Hündin kaum Anzeichen für diese Krankheit. Für die Welpen kann es aber gefährlich werden.
  • Durch die Entzündung im Gesäuge kommt es zu Giftstoffen in der Milch. Das wiederum führt bei den Welpen zum sogenannten toxischen Milchsyndrom. Die Sterblichkeitsrate der Babys wird erhöht. 
  • Wenn die Krankheit rechtzeitig bemerkt und behandelt wird, ist sie nach wenigen Tagen auskuriert. Bei einem schweren Verlauf ist aber auch die Hündin in großer Gefahr. 

Rauhaardackel mit Welpen
imago images / Mark Wunsch

Die Symptome einer Mastitis

Je nach Verlauf der Krankheit sind wenige bis schwerwiegende Symptome zu erkennen. Zur Sicherheit Ihrer Hündin und ihrer Welpen sollten Sie bei Verdacht einer Mastitis Ihren Tierarzt konsultieren. 

  • Bei der milden Form der Gesäugeentzündung ist oft nur eine Milchdrüse betroffen. Hier kann es zu einem Milchstau kommen. Bei schwereren Erkrankungen können sich außerdem Abszesse bilden. 
  • Erste Anzeichen einer Mastitis könnte eine Schwellung am Gesäuge der Hündin sein. Die betroffene Stelle rötet sich und fühlt sich warm an. 
  • Bei Berührung zeigt die Hündin eine deutliche Schmerzempfindlichkeit, weshalb sie die Welpen ungern trinken lässt. Zudem könnte auch der Milchfluss beeinträchtigt sein. 
  • Liegt ein milder Krankheitsverlauf vor, zeigt sich bei der Hündin ein Milchstau. Die Symptome sind dann Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein und ein vermehrtes Hecheln. Bei diesen Anzeichen sind allerdings mehr die Welpen betroffen. Sie jaulen öfter nach Nahrung, fühlen sich schlapp und könnten unter Erbrechen und Durchfall leiden. 
  • Ist die Hündin an einer akuten, also schweren Form der Mastitis erkrankt, zeigen sich Schwellungen und Verfärbungen am Gesäuge. Diese können rötlich bis bläulich aussehen und sind schmerzhaft für das Tier. 
  • Es tritt ein Sekret aus der betroffenen Milchdrüse aus, welches nicht der Milch ähnelt. Die Hündin mag sich nicht hinlegen und verweigert ihren Welpen somit die Nahrung. Sie wirkt teilnahmslos, hechelt vermehrt, verweigert das Futter und ist müde. 
  • Komplikationen, wie die Bildung von Abszessen, sind nicht ausgeschlossen. Die Welpen leiden erheblich, weil sie Giftstoffe über die Muttermilch aufgenommen haben. Sie müssen dann gegebenenfalls per Flasche weiter aufgezogen werden. 

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Diagnose und Behandlung einer Mastitis

Der Tierarzt oder die Tierärztin kann eine sichere Diagnose stellen, wenn die betroffene Hündin eingehend untersucht wird. Dazu gehört, dass Sie nach Symptomen befragt werden, die auch die Welpen betrifft. 

  • In der Regel wird eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen, um die veränderten Bereiche im Gesäuge ausfindig zu machen. Des Weiteren wird eine labortechnische Untersuchung des Blutes vorgenommen. 
  • Liegt tatsächlich eine Mastitis vor, findet sich im Blut eine gehäufte Ansammlung von Entzündungszellen. Auch eine Analyse der Milch wird durchgeführt, um hier Veränderungen ausfindig zu machen. 
  • Solche Veränderungen können sich zum Beispiel in der Farbe der Milch äußern, sie könnte rötlich-bräunlich verfärbt sein. Weiterhin zeigt die Konsistenz an, ob eine Entzündung vorliegt. Die Milch könnte zäh, flockig oder eitrig aussehen. Auch Bakterien können in der Milch nachgewiesen werden. 
  • Bei einer akuten Erkrankung wird die Hündin zunächst einmal mit Schmerzmitteln behandelt. Weiterhin wird sie entzündungshemmende Medikamente bekommen. Gegen die Bakterien kommt ein entsprechendes Antibiotikum zum Einsatz. 
  • Ist nur eine Milchdrüse betroffen, müssen die Welpen nicht zwingend abgesetzt werden. Dies müsste nur dann geschehen, wenn eben mehrere Drüsen betroffen oder die Medikamente nicht für Welpen geeignet sind. Auch wenn die Hündin einen schweren Krankheitsverlauf zeigt und somit sehr schwach ist, müssten die Welpen per Hand weiter aufgezogen werden.