vg-wort
ANZEIGE
Wenn Ausruhen zur Regel wird

Hund schläft viel: Daran kann es liegen

Hund döst zu Füßen seines Herrchens
Ein gesunder Hund schläft viele Stunden am Tag – erst bei auffälligen Veränderungen im Schlafverhalten solltest du genauer hinschauen. imago images / f8 das Bild
Wenn dein Hund viel schläft, kann das ein übliches Verhalten sein. Die meisten Hunde sind generell Vielschläfer und brauchen zahlreiche Ruhephasen am Tag. Doch bei manchen Anzeichen solltest du lieber den Tierarzt aufsuchen.

Hunde schlafen für gewöhnlich deutlich mehr als Menschen. Das Verhalten ist dabei nicht sofort besorgniserregend.

Die meisten erwachsenen Hunde schlafen 18 bis 20 Stunden am Tag. Sie brauchen viele Ruhepausen.

Hundewelpen und alte Hunde benötigen sogar noch mehr Ruhezeit über den Tag verteilt: Sie schlafen bis zu 22 Stunden täglich.

Der Schlaf spielt eine zentrale Rolle in der geistigen und körperlichen Entwicklung eines Hundes. Ähnlich wie beim Menschen dient er der Regeneration und Stärkung des Immunsystems. Gleichzeitig hast du durch Schlaf die Möglichkeit, neu Erlerntes zu festigen und stressige Alltagssituationen zu verarbeiten.

Außerdem ist ein ausgeruhter Hund entspannter und hat eine höhere Konzentrationsfähigkeit. Schlafen ist für deinen Hund also lebensnotwendig.

Hunde können dabei:

  • mit geschlossenen Augen dösen,
  • sich im wacheren Zustand ausruhen und dabei entspannt ihre Umgebung wahrnehmen,
  • oder in einen tiefen Schlaf verfallen.

In dieser Tiefschlafphase kann dein Hund gute oder schlechte Träume haben. Oft geben Vierbeiner dabei auch Geräusche von sich oder strampeln.

Die Ohren spitzen solltest du dann, wenn dein Hund sonst viel aktiver ist und urplötzlich sein Schlafverhalten ändert oder auf einmal vollkommen antriebslos erscheint. Auch wenn plötzlich andere Krankheitssymptome in Verbindung mit dem erhöhten Schlafbedarf auftreten, solltest du aufmerksam werden.

ANZEIGE

Großes Schlafbedürfnis beim Hund: Dann solltest du zum Tierarzt

Ist dein Hund über einen ungewöhnlich langen Zeitraum müde und abgeschlagen, kann jedoch eine Erkrankung die Ursache sein. Spätestens dann, wenn dir das Schlafverhalten deines Hundes merkwürdig vorkommt, solltest du den Arzt aufsuchen.

Mögliche Gründe für ein erhöhtes Schlafbedürfnis

  • Jung oder alt: Mit zunehmendem Alter sinken die Energiereserven deines Hundes. Er braucht deutlich mehr Ruhe. Welpen hingegen müssen sich von den vielen neuen Eindrücken der großen weiten Welt erholen und Gelerntes im Schlaf verarbeiten. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen gerade im Fall eines älteren Hundes, Krankheiten auszuschließen. Nimm auch Rücksicht auf die vermehrt benötigten Ruhepausen deines Vierbeiners.
  • Unangenehme Hitze: Wenn es draußen zu heiß für den Hund ist, zeigt er ebenfalls ein stärkeres Bedürfnis zu schlafen. Geh es ruhig an mit deinem Liebling.
  • Erkrankung mit Fieber: Wenn dein Hund krank ist, kann der erhöhte Schlafbedarf mit Fieber zusammenhängen. Erwachsene Hunde sollten eine Körpertemperatur von 37,5 bis 39 Grad nicht überschreiten. Bei Welpen liegt die normale Körpertemperatur bei 39,5 Grad Celsius.
  • Infektion: Ob Virusinfektion oder bakterielle Infektion – ein kranker Hund schläft mehr, um Kraft zu tanken und die Erreger zu bekämpfen. Virusinfektionen sind in der Regel aber durch Impfungen abgedeckt. Bakteriellen Infektionen beugst du durch Hygiene und eine gesunde Ernährung deines Hundes vor.
  • Ernährung: Schlechte Ernährung und damit einhergehendes Übergewicht oder Mangelerscheinungen durch fehlende Nährstoffe können den Hund matt und antriebslos machen. Auch bei einer Diabeteserkrankung kann dein Hund schnell abgeschlagen erscheinen. Allerdings zeigen sich bei solch einer Erkrankung auch andere Anzeichen wie:
    • übermäßiger Durst und Hunger,
    • ständiger Harndrang,
    • sowie Gewichtsverlust.
  • Schilddrüsenerkrankung: Wenn die Schilddrüse deines Hundes erkrankt und eine Unterfunktion aufweist, schaltet der Stoffwechsel deines Vierbeiners herunter. Auch andere Symptome können in Verbindung mit einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten, wie Haut- und Gewichtsveränderungen.
  • Blutarmut: Der Mangel an roten Blutkörperchen lässt deinen Vierbeiner ebenfalls müde und schlapp werden, da die Sauerstoffversorgung verringert ist. Sichtbar sind in dem Fall auch andere Symptome wie blasses Zahnfleisch und Appetitlosigkeit. Blutarmut kann unter anderem von Verletzungen, Infektionen, Tumoren, Medikamenten oder blutsaugenden Parasiten herrühren.
  • Vergiftung: Pflanzen, Medikamente oder bestimmte Lebensmittel können toxische Reaktionen beim Hund hervorrufen. Wenn du eine Vergiftung bei deinem Fellfreund vermutest, solltest du schnellstmöglich mit ihm zum Arzt gehen.