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Hund sabbert viel: Das sind mögliche Ursachen

dog during the heat wave, 16.07.2010 21:27:06, Copyright: xDedix Panthermedia03261795
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Wenn Ihr Hund viel sabbert, liegt es nicht immer nur daran, dass ihm beim Gedanken an Futter das Wasser im Maul zusammenläuft. Verschiedene Ursachen stecken dahinter, gegen die Sie oft selbst angehen können. Manchmal müssen Sie aber auch zum Arzt.
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Ihr Hund sabbert viel: Daran kann es liegen

Ob Hitze, Freude, Erkrankung oder Unwohlsein - die Gründe dafür, dass Ihr Hund extrem viel sabbert, sind vielseitig. Gehen Sie auf Spurensuche, um Ihrem Vierbeiner helfen zu können.

  • Gerade in den heißen Sommermonaten sabbern Hunde vermehrt. Über Hecheln regulieren die Vierbeiner ihre Körpertemperatur, wodurch es wiederum zu vermehrter Speichelbildung kommen kann. Im schlimmsten Fall kann extrem starkes Sabbern ein Hinweis auf einen Hitzschlag sein. 
  • Manche Hunderassen sabbern auch einfach mehr als andere. Boxer, Bernhardiner und Englische Bulldoggen haben beispielsweise von Natur aus eine etwas feuchtere Schnauze. Oft schließen sich deren Lippen zuchtbedingt nämlich nicht so gut, weshalb sie ihren Sabber schlechter im Mundraum halten können. Ihr Gegenstück sind beispielsweise Dackel, Border Collie und Husky, die wenig sabbern.
  • Tatsächlich kann auch Aufregung und übermäßige Freude die Überproduktion an Speichelsekret verursachen. Toben und spielen Hunde mit anderen Vierbeinern oder ihrem geliebten Frauchen oder Herrchen, kann sich dieses Wohlgefühl durchaus in mehr Spucke zeigen.
  • Vermehrte Speichelbildung kann allerdings auch ein Indikator dafür sein, dass sich Ihr Hund in einer Situation unwohl fühlt. Angstgefühle und Stress sind die Ursache, zum Beispiel auf dem Weg zum Tierarzt oder beim Fahren im Auto.
  • Unangenehm wird es außerdem für Ihren Hund, wenn Zahnschmerzen oder Zahnfleischentzündungen die Ursache des Sabberns sind. Frisst Ihr Hund dann auch noch schlecht und riecht besonders übel aus dem Maul, könnten faule Zähne dahinterstecken. 
  • Apropos Entzündungen am Zahnfleisch: Diese können ebenfalls entstehen, wenn Ihr Hund einen Fremdkörper wie Fischgräten, Holzstücke oder Knochenreste nicht selbst aus seinem Maul entfernt bekommt. Schmerzhaft wird es dann für Ihr Tier, wenn der Fremdkörper nicht nur zwischen den Zähnen festhängt, sondern im Zahnfleisch steckt. In jedem Fall bildet sich aber mehr Speichel, um gegen das ungeliebte Überbleibsel anzukämpfen.
  • Allgemein ist festzuhalten: Wenn Ihr Hund stark sabbert, gleichzeitig aber auch winselt und antriebslos wirkt, bereitet ihm sehr wahrscheinlich irgendetwas Schmerzen
  • Ist Ihr Hund erkältet oder leidet er unter Magenproblemen, erbricht sich vielleicht sogar? Dann hängt das Sabbern oft mit einer Erkrankung zusammen. Auch Tumore oder Abszesse verstärken den Speichelfluss.
  • Wenn Ihr Hund Medikamente einnimmt, kann das starke Sabbern übrigens als Nebenwirkung auftreten. 
  • Tritt der auffällig starke Speichelfluss mit anderen Symptomen wie Zittern, Erbrechen, Kreislaufproblemen oder Krämpfen auf, sollten Sie eine Vergiftung Ihres Hundes nicht ausschließen. 

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Starkes Sabbern beim Hund: Das können Sie tun

Nicht jede Ursache für starkes Sabbern ist negativ oder beeinflussbar. In manchen Fällen sollten Sie aber reagieren und gegensteuern.

  • Bei extremer Hitze helfen Sie Ihrem Hund, wenn Sie ihm genügend Trinkwasser und einen Schattenplatz zum Abkühlen anbieten. Vermuten Sie einen Hitzschlag bei Ihrem Hund, suchen Sie unbedingt einen Tierarzt auf. 
  • Sabbert Ihr Hund aus Angst und Stress heraus, kann es daran liegen, dass er nicht behutsam genug auf eine bestimmte Situation vorbereitet wurde. Wichtig ist es, den Vierbeiner langsam an gewisse Szenarien heranzuführen, die ihm sonst Unbehagen bereiten. 
  • Immer dann, wenn Sie Schmerzen, Entzündungen oder gar Fremdkörper im Maul Ihres Tieres vermuten, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. 
  • Bei einer Medikamenteneinnahme Ihres Hundes sollten Sie den Beipackzettel genau lesen und im Verdachtsfall den Tierarzt um Rat fragen. Womöglich kann er ein anderes Medikament empfehlen, das nicht solche unangenehmen Nebenwirkungen hervorruft.
  • Vermuten Sie eine Vergiftung bei Ihrem Hund? Je nachdem, welche Substanz Sie für die Vergiftung verantwortlich glauben, sollten Sie eine Probe davon auch mit zum Tierarzt nehmen. Allerdings sollten Sie vermeiden, die Substanz mit der bloßen Hand anzufassen. Nutzen Sie einen Handschuh oder, wenn Sie nichts anderes zur Hand haben, einfach einen sauberen Hundekotbeutel.