Hund muss abnehmen: So werden übergewichtige Hunde schlank
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Hast du den Eindruck, dass dein Hund übergewichtig ist, solltest du zunächst mit dem Tierarzt sprechen, bevor du irgendwelche Maßnahmen einleitest. Das gilt ganz besonders dann, wenn der Hund bereits älter ist bzw. oder wenn der Vierbeiner ganz erhebliches Übergewicht hat.
Wichtig ist die Untersuchung vorab durch den Tierarzt schon alleine deswegen, weil durch das Übergewicht des Hundes eventuell bereits Erkrankungen hervorgerufen wurden. Erst nachdem der Tierarzt den Hund im Vorfeld gecheckt hat, kann aufgrund der Untersuchungsergebnisse ein sinnvoller Diät- und Bewegungsplan aufgestellt werden.
Vorausgesetzt dein vierbeiniger Kumpel ist trotz seines Übergewichtes gesund und halbwegs fit, gilt beim Kampf gegen den Speck für Hund und Mensch das Gleiche: Bewegung, ein wenig sportliche Betätigung sowie eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
Leider sind übergewichtige Haustiere schon lange keine Seltenheit und dementsprechend hat sich natürlich flugs eine ganze Industrie auf diesen Bereich gestürzt. Neben allerlei anderem Schnickschnack findest du Diätfutter in tausend verschiedenen Varianten für übergewichtige Hunde, Katzen und alle anderen Haustiere.
Liegt keine entsprechende medizinische Indikation vor, kannst du dir den gesamten vollkommen überteuerten Kram getrost schenken. Selbst wenn du damit einen kurzfristigen Erfolg erzielen solltest, musst du letztendlich ohnehin die Ernährung des Hundes dauerhaft umstellen. Von daher kannst du das auch gleich machen.
Mit kleinen Tricks klappt die Gewichtsreduktion beim Hund
Grundsätzlich ist es nicht wichtig, dass der Hund sehr schnell viel abnimmt. Letztendlich führt das auch bei den Vierbeinern nur zu dem berüchtigten Jo-Jo-Effekt. Besser ist es sowohl für die Gesundheit wie auch den langfristigen Erfolg, wenn der übergewichtige Hund langsam aber kontinuierlich abnimmt.
Anstatt den Hund nur mit Feuchtfutter oder gar Trockenfutter zu versorgen, kochst du gelegentlich etwas Kalorienarmes. Zudem verkleinerst du die Portionen und gibst dafür beispielsweise Möhren und ein oder zwei Esslöffel eingeweichte Haferflocken dazu. Möhren sind gesund, haben kaum Kalorien, sättigen jedoch und wirken prophylaktisch gegen Wurmbefall.
Ist dein Hund kein bekennender Möhrenfan, trickst du ihn einfach aus. Nimm eine Portion gekochter Möhren und zerdrücke diese mit einer Gabel. Anschließend wird das restliche Futter gut mit dem Möhrenbrei vermischt. Kochst du gleich einige Möhren auf Vorrat und frierst diese portionsgerecht ein, sparst du dir Arbeit.
Alternativ gibst du zwischendurch einige rohe Möhren in den Mixer und verarbeitest sie auf diese Weise zu einem Brei, den du mit dem Futter vermischst. Mag dein Hund keine Möhren, werden kleingeschnittene Stücke nichts bringen, da dein Vierbeiner diese fein säuberlich aussortieren wird.
Frisst dein Hund hingegen gerne rohe Möhren, gib ihm anstelle anderer kalorienreicher Leckerlis zwischendurch ein Stück Möhre. Auch anderes kalorienarmes Gemüse, wie beispielsweise Gurken, kannst du anstelle der Leckerlis anbieten. Ein oder zwei komplett vegane Tage in der Woche sind meistens auch hilfreich im Kampf gegen den Speck.
Bei den Leckerlis solltest du grundsätzlich immer nur kleine Stückchen verabreichen und auch das nur gelegentlich.
Alternativen zu Leckerlis:
- Spielen mit dem Hund eine Runde
- Lange Spaziergänge
- Hundesport
Dein vierbeiniger Kumpel freut sich darüber deutlich mehr als über kalorienreiche Leckerlis. Und ganz nebenbei purzeln die Pfunde.
Übergewichtiger Hund – Gewichtsreduktion aus gesundheitlichen Gründen
Im Grunde genommen unterscheiden sich übergewichtige Hunde kaum von übergewichtigen Menschen. Die Ursachen für das Übergewicht sind sowohl bei Vier- wie auch Zweibeinern sehr häufig eine falsche Ernährung verbunden mit Bewegungsmangel.
Aus der ungesunden Lebensweise resultieren dann meistens zahlreiche Krankheiten und auch da ähneln sich Mensch und Hund. Durch das Übergewicht steigt das Risiko des Hundes, an Zivilisationskrankheiten zu erkranken, in nicht unerheblichem Maße:
- Diabetes
- Herz-Kreislauf-Beschwerden
- Atemwegserkrankungen
- Arthrose
Neben der Gefahr schwer zu erkranken, verkürzt sich zudem die Lebenserwartung eines fettleibigen Hundes unter Umständen drastisch. Und auch die Lebensfreude nimmt aufgrund der Einschränkungen häufig drastisch ab.
Bringt der Hund circa zehn Prozent mehr Gewicht auf die Waage, als seinem Idealgewicht entspricht, sprechen Experten bereits von beginnender Adipositas. Spätestens ab 20 Prozent mehr Gewicht gilt der Vierbeiner als fettleibig und damit wird es bereits sehr kritisch. Diese Werte sind übrigens sehr schnell erreicht.
Insbesondere bei kleinen Hunden schlägt das Verhältnis zwischen Idealgewicht, leicht übergewichtig und fettleibig sehr schnell um. Nur ein oder zwei Kilogramm mehr oder weniger können bereits den Unterschied ausmachen.
Im Grunde genommen siehst du es bereits recht früh, wenn sich bei deinem Hund ein gewisses Maß an Übergewicht abzeichnet. Du kannst aber, neben der Waage, noch die Abtastmethode, den sogenannten Body Condition Score, zur Hilfe nehmen: Fühlst du die Rippen deines Hundes, wenn du die Hand locker auflegst, bist du wahrscheinlich noch auf der sicheren Seite.