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Wenn aus Unsicherheit Angst wird

Hund hat plötzlich Angst vor allem: Das könnte der Grund sein

Hund hat plötzlich Angst vor allem: Das könnte der Grund sein
imago images / Panthermedia
Wenn dein Hund plötzlich Angst vor allem hat, nimm diese diese Verhaltensänderung ernst. Während manche Ängste harmlos und vorübergehend sind, können andere auf tieferliegende Probleme hindeuten.

Ebenso wie Angstsymptome bei Menschen unterschiedlich sind, können diese auch bei Hunden individuell variieren. Häufig kommt es zu:

  • einer eingezogenen Rute,
  • angelegten Ohren,
  • einer geduckten Körperhaltung
  • und der Vermeidung von Blickkontakt.

Ein Umzug beispielsweise, neue Möbel, Renovierungsarbeiten oder neue Mitbewohner können deinen Hund verunsichern. Hunde sind Gewohnheitstiere und reagieren empfindlich auf Veränderungen in ihrer gewohnten Umgebung.

Auch ein plötzlicher Schreck, negative Erlebnisse (z.B. ein Feuerwerk oder andere laute Geräusche), ein Unfall oder Misshandlungen in der Vergangenheit können eine Angstreaktion auslösen, auch wenn das Ereignis schon einige Zeit zurückliegt.

Auch gesundheitliche Probleme wie Hör- oder Sehstörungen, neurologische Veränderungen oder Schmerzen können zu ängstlichem Verhalten bei deinem Haustier führen. Vor allem ältere Hunde entwickeln häufiger plötzlich Angst vor Dingen, die früher kein Problem dargestellt haben.

Bei nicht kastrierten Tieren können auch hormonelle Veränderungen eine Rolle spielen.

Ein Hund kann genauso wie ein Mensch viele Ängste haben. Dazu gehören zum Beispiel:

  • die Angst vor Menschen oder anderen Hunden,
  • die Angst vor Geräuschen,
  • die Angst vor Veränderungen der häuslichen Umgebung
  • oder eine ausgeprägte Trennungsangst.

So hilfst du deinem Hund

Zeigt dein Hund anhaltende oder sich verstärkende Angst, solltest du unbedingt eine Tierärztin oder einen Tierarztaufsuchen. So können medizinische Ursachen ausgeschlossen oder behandelt werden.

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Gönne deinem Hund ausreichend Ruhephasen, in denen er unter keinen Umständen von Familienmitgliedern gestört wird und sich entspannen kann. Achte aber genauso darauf, dass dein Hund ausreichend Bewegung bekommt. Dabei kann er schneller Stresshormone abbauen.

Außerdem solltest du ihm die Gelegenheit geben, sein natürliches Hundeverhalten auszuleben. Dazu gehört je nach Rasse:

  • zu schnüffeln,
  • etwas oder jemanden zu hüten,
  • oder zu jagen.

Dies sind wichtige Grundbedürfnisse, die erfüllt werden sollten, um Stress zu vermeiden.

Desensibilisierung und Gegenkonditionierung sind bewährte Methoden, die dir dabei helfen können, die Ängste deines Hundes langfristig abzubauen. Dabei wird der Hund schrittweise an den angstauslösenden Reiz gewöhnt (Desensibilisierung) und lernt, ihn mit etwas Positivem zu verknüpfen (Gegenkonditionierung). Dieses Vorgehen sollte am besten unter fachkundiger Anleitung erfolgen.

In Absprache mit dem Tierarzt kannst du auch beruhigende Pheromonsprays, spezielle Halsbänder oder natürliche Beruhigungsmittel (wie Baldrian oder Bachblüten) einsetzen, um die Angst zu lindern.

Strafen oder Zwang verschlimmern die Situation. Stattdessen solltest du deinen Hund positiv bestärken und für ruhiges Verhalten belohnen.