Hund hat plötzlich Angst vor allem: Das könnte der Grund sein
Annika Bernds
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Wenn Ihr Hund plötzlich Angst vor allem hat, nehmen Sie diese Verhaltensänderung ernst. Manche Ängste sind harmlos und vorübergehend sind, andere können auf tieferliegende Probleme hindeuten.
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Gründe, warum Ihr Hund plötzlich Angst vor allem hat
Ebenso wie Angstsymptome bei Menschen unterschiedlich sind, können diese auch bei Hunden individuell variieren. Häufig kommt es zu einer eingezogenen Rute, angelegten Ohren, einer geduckten Körperhaltung und der Vermeidung von Blickkontakt.
- Ein Umzug beispielsweise, neue Möbel, Renovierungsarbeiten oder neue Mitbewohner können Ihren Hund verunsichern. Hunde sind Gewohnheitstiere und reagieren empfindlich auf Veränderungen in ihrer gewohnten Umgebung.
- Auch ein plötzlicher Schreck, negative Erlebnisse (z.B. ein Feuerwerk oder andere laute Geräusche), ein Unfall oder Misshandlungen in der Vergangenheit können eine Angstreaktion auslösen, auch wenn das Ereignis schon einige Zeit zurückliegt.
- Auch gesundheitliche Probleme wie Hör- oder Sehstörungen, neurologische Veränderungen oder Schmerzen können zu ängstlichem Verhalten bei Ihrem Haustier führen. Vor allem ältere Hunde entwickeln häufiger plötzlich Angst vor Dingen, die früher kein Problem dargestellt haben.
- Bei nicht kastrierten Tieren können auch hormonelle Veränderungen eine Rolle spielen.
- Ein Hund kann genauso wie ein Mensch viele Ängste haben. Dazu gehören zum Beispiel die Angst vor Menschen oder anderen Hunden, die Angst vor Geräuschen, vor Veränderungen der häuslichen Umgebung oder eine ausgeprägte Trennungsangst.
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So helfen Sie Ihrem Hund
Zeigt Ihr Hund anhaltende oder sich verstärkende Angst, sollten Sie unbedingt eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen. So können medizinische Ursachen ausgeschlossen oder behandelt werden.
- Gönnen Sie Ihrem Hund ausreichend Ruhephasen, in denen er unter keinen Umständen von Familienmitgliedern gestört wird und sich entspannen kann. Achten Sie aber genauso darauf, dass Ihr Hund ausreichend Bewegung bekommt. Dabei kann er schneller Stresshormone abbauen.
- Außerdem sollten Sie ihm die Gelegenheit geben, sein natürliches Hundeverhalten auszuleben. Dazu gehört je nach Rasse zu schnüffeln, etwas oder jemanden zu hüten oder zu jagen. Dies sind wichtige Grundbedürfnisse, die erfüllt werden sollten, um Stress zu vermeiden.
- Desensibilisierung und Gegenkonditionierung sind bewährte Methoden, die Ihnen dabei helfen können, die Ängste Ihres Hundes langfristig abzubauen. Dabei wird der Hund schrittweise an den angstauslösenden Reiz gewöhnt (Desensibilisierung) und lernt, ihn mit etwas Positivem zu verknüpfen (Gegenkonditionierung). Dieses Vorgehen sollte am besten unter fachkundiger Anleitung erfolgen.
- In Absprache mit dem Tierarzt können Sie auch beruhigende Pheromonsprays, spezielle Halsbänder oder natürliche Beruhigungsmittel (wie Baldrian oder Bachblüten) einsetzen, um die Angst zu lindern.
- Strafen oder Zwang verschlimmern die Situation. Stattdessen sollten Sie Ihren Hund positiv bestärken und für ruhiges Verhalten belohnen.