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Hund hat Alkohol getrunken: So reagieren Sie richtig

Hund schläft neben zwei leeren Bierflaschen
imago images / Steinach
Da Alkohol für Ihren Hund höchst toxisch wirkt, können bereits kleinste Mengen Schaden anrichten. Dennoch müssen Sie nicht immer sofort zum Tierarzt.
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So reagiert ein Hund auf Alkohol

Alkohol versteckt sich in vielen Lebens- und Haushaltsmitteln. Obwohl Hunde grundlegend kein Verlangen nach Alkohol verspüren, wenn sie es erschnüffeln, können süße Schnapspralinen, alkoholische Mischgetränke oder sogar süßlich riechende Desinfektionssprays durchaus das Interesses Ihres Vierbeiners wecken. 

  • Da Hunde keinerlei Toleranzschwelle für Alkohol haben und ihn auch nicht verstoffwechseln können, zeigt sich innerhalb weniger Minuten, wenn Ihr Hund Alkohol zu sich genommen hat. 
  • Die Auswirkungen von Alkohol äußern sich bei Hunden ähnlich wie beim Menschen, sind jedoch deutlich intensiver für Ihren Vierbeiner. Meist zeigt sich Ihr Hund daher unter Alkoholeinfluß orientierungslos, unkoordiniert, träge und müde, aber dennoch ruhelos.
  • Da sich die Körpertemperatur bei Alkoholkonsum erhöht, hat Ihr Vierbeiner womöglich deutlich stärkeren Durst. Auch dürfte Ihr Fellfreund stark zu hecheln beginnen.
  • Je nach Alkoholmenge kann es für Ihren Hund lebensbedrohlich werden. Innerhalb von meist 30 bis 60 Minuten wird deutlich, ob Ihr Hund größere Mengen Alkohol zu sich genommen hat und an einer Alkoholvergiftung leidet. Diese kann sich durch starkes Sabbern, Erbrechen, Krämpfe und Anfälle sowie Atemnot zeigen. Im schlimmsten Fall droht Organversagen.

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Weißer Schäferhund-Welpe am Trinknapf
Vermuten Sie, dass Ihr Hund nur kurz am Alkohol genippt hat, reicht es meist schon, wenn Sie Ihrem Vierbeiner viel Wasser zu trinken geben. imago images / fishing4

Hund hat Alkohol getrunken: Das sollten Sie jetzt tun

Da die Leber Ihres Hundes nicht die nötigen Enzyme besitzt, um den Alkohol abzubauen, muss der Körper Ihres Vierbeiners das für ihn flüssige Gift wie einen Fremdkörper ausscheiden. Das erfolgt über die Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß, Urin und Kot. Wie leicht Ihrem Hund dies fällt, hängt vom Körpergewicht, von seiner Größe, aber auch von der eingenommenen Alkoholmenge ab.

  • Versuchen Sie, realistisch einzuschätzen, wie viel Alkohol Ihr Tier zu sich genommen hat. Bei kleinen Mengen sollten Sie Ihren Hund gut im Auge behalten und ihm reichlich Wasser zum Trinken anbieten. Eine Dose Thunfisch soll unter das Trinkwasser gemischt das Ausscheiden beschleunigen. Auch zusätzliches Füttern hilft.
  • Treten die ersten Symptome auf, sollten Sie besonders darauf aufpassen, dass sich Ihr Hund aufgrund des Kontroll- und Orientierungsverlustes nicht verletzt. Wichtig ist auch, Ihr Tier warm zu halten. 
  • Sind Sie sich unsicher, sollten Sie immer lieber einen Tierarzt oder eine Tierärztin zu Rate ziehen. Experten können Ihrem Hund Mittel verabreichen, wodurch Ihr Tier die Alkoholmenge schneller aus seinem Körper bekommt. 
  • Neben Alkohol können auch weitere Inhaltsstoffe großen Schaden im Körper Ihres Hundes anrichten: Hat Ihr Hund eine Praline gefuttert, die mit Alkohol gefüllt war, ist er gleich doppelter Gefahr ausgesetzt. Denn Schokolade ist  ebenfalls pures Gift für Ihren Hund. Suchen Sie unbedingt einen Fachmann oder eine Fachfrau auf. Es kann durchaus sein, dass Ihr Hund stationär aufgenommen werden muss.
  • Beugen Sie zukünftig vor und sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund erst gar nicht an Alkoholhaltiges gelangt. Dafür sollten Sie sowohl Alkoholpralinen als auch alkoholische Getränke und Reinigungsmittel unzugänglich aufbewahren. Wischen Sie verschütteten Alkohol außerdem immer sofort weg.
  • Weisen Sie auch Besucher und Besucherinnen darauf hin, besonders aufmerksam zu sein und keinen Alkohol herumstehen zu lassen. Alkoholhaltige Nahrungsmittel bewahren Sie am besten im Kühlschrank auf.