Heilerde für Hunde: Die richtige Dosierung und Anwendung
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Bei der Heilerde handelt es sich um ein feines Pulver, welches aus Lössablagerungen bereits vor tausenden von Jahren entstanden ist. Heilerde ist reich an Mineralien und essenziellen Spurenelementen und wird sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt. Achte jedoch schon beim Kauf darauf, dass du nur eine zertifizierte Heilerde ohne Schwermetallbelastung kaufst.
Heilerde wirkt im Körper deines Hundes wie ein Schwamm. Das feine Pulver hilft bei der Körperreinigung, indem es giftige Substanzen im Darm bindet und aus dem Körper schleust. Aus diesem Grund wird die Heilerde dem Hund gerne bei den verschiedenen Magen-Darm-Problemen verabreicht.
Dazu gehören beispielsweise Durchfall, Reizdarmsyndrom, Würmer oder Magenschleimhautentzündungen. Allerdings gilt auch hier: Bessert sich der Zustand nicht innerhalb kurzer Zeit, suche einen Tierarzt auf. Bei Krankheitssymptomen wie blutigem Durchfall oder blutigem Erbrochenen, sowie einer rapiden Verschlechterung des Gesundheitszustands des Tieres, solltest du mit dem Besuch beim Veterinär grundsätzlich nicht warten.
Heilerde wird dem Hund ausschließlich bei akuten Beschwerden und für einen begrenzten Zeitrahmen verabreicht. Während das Pulver bei akutem Durchfall in der Regel zuverlässig hilft, schlägt der Effekt bei zu langer Verabreichung ins Gegenteil um. Durch die Heilerde wird eine Verstopfung hervorgerufen. Bei einem Reizdarm kann eine Heilerde-Kur helfen. Die genaue Dosierung und den Zeitrahmen solltest du jedoch mit dem Tierarzt absprechen.
Beobachtest du, dass dein Hund häufig schmatzt oder dass er intensiv alles ableckt, sind das unter Umständen Hinweise auf Sodbrennen. Hier kann Heilerde helfen, da sie überschüssige Säure im Magen bindet und sie aus dem Körper leitet. Leidet der Hund häufiger unter Sodbrennen, versuche eine Ernährungsumstellung. Tritt dennoch keine Besserung ein, konsultiere den Tierarzt, um eine Magenerkrankung auszuschließen.
Heilerde für Hunde richtig dosieren
Bei der inneren Anwendung richtet sich die Dosierung der Heilerde nach der Größe und dem Gewicht des Hundes. Die angegebenen Mengen sind daher nur Richtwerte. Welche Dosierung für deinen Hund geeignet ist, solltest du bei deinem nächsten Tierarztbesuch klären. Achte bei den Teelöffelangaben vor allem darauf, dass die Teelöffel-Angaben für reine Heilerde ohne Flüssigkeitszugabe gelten und bei Vermischung mit Wasser das Volumen ansteigt. Dadurch kann es leicht zu einer Überdosierung kommen.
Für einen kleinen Hund genügt in der Regel ein halber Teelöffel Heilerde. Mittelgroßen Hunden gibst du einen Teelöffel und großen Hunderassen 1,5 Teelöffel. Sehr große Hunderassen vertragen einen Esslöffel Heilerde.
Bei der Verabreichung achtest du darauf, dass der Hund die Heilerde sofort zu sich nimmt. Die Erde saugt sich rasch mit Flüssigkeit voll und ist dann im Körper nicht mehr so wirksam. Verpacke die Heilerde in ein Lieblingsleckerli, sodass der Hund die feine Erde sofort runterschluckt.
Leidet dein Hund unter einer Vorerkrankung und nimmt er regelmäßig Medikamente ein, sprich dich ebenfalls unbedingt mit deinem Tierarzt oder mit deiner Tierärztin ab, da es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen kann. Im schlimmsten Fall wird die Wirkung der Medikamente drastisch reduziert oder durch die Heilerde sogar komplett außer Kraft gesetzt. Denn die Heilerde kann Antibiotika, Schmerzmittel oder Antiparasitika durch ihre adsorbierende Wirkung binden und die Wirkung der Medikamente dadurch herabsetzen.
Heilerde kann bei dauerhafter Anwendung zu Elektrolytstörungen führen. Das gilt insbesondere dann, wenn dein Hund an Durchfall und Erbrechen leidet. Wende die Heilerde in einem solchen Fall deshalb nur über einen kurzen Zeitraum an.
Heilerde bei Hunden äußerlich anwenden
In der freien Natur wenden viele Tiere ebenfalls die unterschiedlichsten Heilmittel an, um Beschwerden zu lindern oder sich zu schützen. Beispielsweise schützen Elefanten ihre empfindliche Haut vor der prallen Sonne und Insektenstichen, indem sie diese mit Schlamm bedecken. Aus dem gleichen Grund wälzen sich übrigens auch Schweine im Schlamm.
Heilerde wirkt äußerlich angewandt schmerzlindernd, abschwellend sowie antibakteriell. Die Wunde wird durch die Heilerde ausgetrocknet und der Juckreiz, wie beispielsweise bei Insektenstichen, wird gelindert. Rühre die Heilerde mit Wasser zu einem dickflüssigen Brei an, den du auf der Wunde aufträgst. Zusätzlich kannst du das Ganze noch mit einem Umschlag fixieren.
Sprich vor der Anwendung der Heilerde auf offenen Wunden jedoch stets vorher mit deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin. Durch die Heilerde können sich Wunden infizieren, weshalb eine vorherige tierärztliche Klärung unbedingt notwendig ist.
Hat dein Hund schmerzhafte Arthrose, können kalte Heilerde-Umschläge helfen. Den mit kaltem Wasser vermischten Heilerde-Brei trägst du großzügig auf der betroffenen Stelle auf und lässt ihn so lange auf der betroffenen Stelle, wie er kühlt. Auch bei anderen Entzündungen des Bewegungsapparates, wie beispielsweise Prellungen oder Sehnenscheidenentzündungen, kannst du Heilerde einsetzen.
Leidet dein Hund unter Krämpfen, wie beispielsweise unter Magenkrämpfen, können warme Heilerde-Wickel hilfreich sein.
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