Gibt es einen Hörtest für Hunde? Das sollten Sie wissen
Kira Welling
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Einen Hörtest für Hunde führen Sie leicht selber durch. Insbesondere bei älteren Fellnasen ist es empfehlenswert, gelegentliche Gesundheitschecks zu machen.
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Hörtest für Hunde selber oder beim Tierarzt durchführen
Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund nicht mehr so gut hört oder sieht, überprüfen Sie das ganz einfach selber. Unseren Haustieren geht es nicht anders als uns. Im Verlauf der Jahre lässt auch bei Katzen und Hunden das Seh- und Hörvermögen nach.
- Hunde sind Rudeltiere und stammen letztendlich vom Wolf ab. Viele Eigenschaften und Verhaltensmuster lassen sich auf die Urahnen zurückführen. Dazu gehört auch, dass sich Hund Erkrankungen oder Gebrechen tunlichst nicht anmerken lassen. Die Natur ist manchmal gnadenlos und daher werden kranke Tiere, die auf Dauer das gesamte Rudel schwächen, ausgeschlossen oder sogar getötet.
- Aber auch wenn Ihr Hund sich nichts anmerken lässt, werden Sie bei genauer Beobachtung bemerken, dass er nicht mehr so gut sieht oder hört. Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund ein Problem mit den Ohren hat, führen Sie einfach einen kleinen Hörtest durch.
- Wichtig dabei ist, dass der Hörtest für den Hund überraschend ist und er Sie bzw. den Geräuschverursacher nicht sieht. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Hund sich anhand von Gesten oder Mimik orientiert und somit wäre das Ergebnis verfälscht. Hunde sind diesbezüglich sehr schlau. Lässt ein Sinnesorgan nach, werden die anderen dafür umso mehr geschärft und eingesetzt.
- Optimal ist es, wenn Sie den Hundehörtest zu zweit durchführen, aber auch alleine funktioniert es. Der Hund sollte sich in einer Ruhephase befinden, wenn beispielsweise im Nebenzimmer jemand ruft oder etwas fallen lässt, jemand zur Haustüre hereinkommt oder von außen an die Scheibe klopft. Sie beobachten die Reaktion des Hundes und insbesondere, ab welcher Lautstärke die Fellnase reagiert.
- Sind Sie alleine, führen Sie die Hörtests zum Beispiel mit einer transportierbaren Klingel durch oder nehmen einen großen Spiegel zur Hilfe. Der Hund darf nicht mitbekommen, dass Sie irgendetwas machen bzw. von ihm wollen.
- Bestätigt sich bei den Hörtests, dass Ihr Hund nicht mehr gut hört, besprechen Sie Ihre Beobachtung mit dem Tierarzt oder der Tierärztin. Handelt es sich um eine altersbedingte Hörschwäche, kann man kaum etwas dagegen machen. Es gibt zwar auch Hörgeräte für Hunde, aber abgesehen davon, dass diese sündhaft teuer sind, werden sich vermutlich nur die wenigsten Hunde damit anfreunden.
- Der Tierarzt oder die Tierärztin überprüft die Höhrfähigkeit Ihres Hundes einem AEP-Test (auditiv evozierte Potenziale) oder einem BAEP-Test (brainstem auditory evoked potentials). Hierbei findet keine klassische Austestung des Gehörs mit Geräuschen oder Klatschen statt.
- Ihr Tier wird kurzzeitig sediert und bekommt Elektroden am Kopf angebracht. Dem Hund werden über Stöpsel in den Ohren Klickgeräusche vorgespielt. Ein Gerät kann objektiv messen, ob nachfolgend elektrische Impuls ans Gehirn weitergeleitet werden oder nicht. Die Untersuchung dauert nicht lange, nur ein paar Minuten.
- Übrigens: Neben dem altersbedingten sukzessiven Hörverlust haben nicht selten weiße Hunde genetisch bedingte Hörprobleme bzw. sind bereits von Geburt an taub.
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So gehen Sie mit dem Hörverlust des Hundes um
Hört Ihr Hund nicht mehr so gut, heißt das keinesfalls, dass er bereits taub ist. Oftmals hören die Fellnasen noch Geräusche in einem Sequenzbereich, den wir nicht mehr wahrnehmen. Daher bietet sich eine entsprechende Hundepfeife an, damit Sie Ihren Hund draußen abrufen können.
- Ansonsten bieten sich Handzeichen an, um mit Ihrem vierbeinigen Kumpel zu kommunizieren. Optimalerweise beginnen Sie mit dem Hundetraining bereits im Welpenalter. Gleichzeitig mit dem jeweiligen Kommando machen Sie eine bestimmte Handbewegung. Wichtig ist, dass Sie immer das gleiche Handzeichen für das Kommando verwenden.
- Ist Ihr Hund bereits aus dem Welpenalter heraus, ist das in der Regel auch kein Problem. Die meisten Hunde lernen sehr gerne Neues und werden daher begeistert mitmachen, wenn Sie bei den Spaziergängen langsam beginnen, die Kommandos mit Handzeichen anzureichern. Langsam aber stetig wechseln Sie dann zwischen verbalen und nonverbalen Kommandos hin und her.
- Künftig verwenden Sie dann die nonverbalen Kommandos genauso wie die verbalen, sodass sie dem Hund in "Fleisch und Blut" übergehen. Ist es dann irgendwann so weit, dass das Hörvermögen der Fellnase nachlässt, werden Sie froh darüber sein und auch für den Hund macht es die Situation leichter.