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So bleibt das Hundegebiss gesund

Gebiss vom Hund: Was du darüber wissen solltest

Zwergschnauzer Woxan vom Bommerholz bei der Zahnkontrolle auf der Zuchtschau in Witten-Schnee
Das Gebiss eines erwachsenen Hundes besteht aus 42 Zähnen. imago images / Marco Stepniak
Das Gebiss des Hundes ist sehr komplex aufgebaut, kann aber auch Fehlstellungen aufweisen. Wir klären dich über den Aufbau des Gebisses von Welpen und erwachsenen Hunden auf und informieren dich über mögliche Probleme des Hundegebisses.

Ein erwachsener Hund verfügt über ein Gebiss mit 42 Zähnen, während ein Welpengebiss 28 Zähne umfasst.

Ein Welpe hat im Ober- und Unterkiefer je:

  • zwei Eck- und Fangzähne
  • sechs Schneidezähne
  • sechs Prämolaren (Vorbackenzähne)

Der Zahnwechsel setzt bei Welpen im Alter von 13 Wochen ein. Während dieser Zeit solltest du das Gebiss deines Hundes beobachten, um Entzündungen oder Fehlstellungen früh zu erkennen.

Um deinem jungen Hund den Zahnwechsel zu erleichtern, kann es sinnvoll sein:

  • in dieser Zeit auf das Füttern von Trockenfutter zu verzichten
  • das juckende Zahnfleisch leicht zu massieren
  • kühles oder gefrorenes Futter oder Leckerchen zur Beruhigung des Zahnfleisches zu füttern

Ein ausgewachsener Hund verfügt über 42 Zähne, 22 davon befinden sich im Unterkiefer und 20 im Oberkiefer. Diese umfassen jeweils:

  • sechs Schneidezähne
  • zwei Eckzähne
  • acht Prämolaren
  • sechs Molaren (Backenzähne) im Unterkiefer
  • vier Backenzähne im Oberkiefer

Den Zähnen kommen dabei verschiedene Aufgaben zu:

  • Mit den langen und spitzen Eckzähnen wird Nahrung gegriffen und gehalten.
  • Die Schneidezähne, die zwischen den Fangzähnen sitzen, nehmen kleine Nahrungsstücke auf und werden zum Knabbern von Fleisch oder für die Fellpflege verwendet.
  • Die Vorbackenzähne (Prämolaren) nutzt dein Hund, um die Nahrung zu zerkauen.
  • Ist die Nahrung besonders hart, kommen die Molaren (die hinten im Kiefer liegenden Backenzähne) zum Einsatz.

Verschiedene Gebissformen und Zahnerkrankungen bei Hunden

Durch Züchtungen verschiedener Hunderassen haben sich unterschiedliche Gebissformen herausgebildet. Einige davon sind jedoch Fehlstellungen.

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Die bei den meisten Hunden gewünschte Gebissform ist das Scherengebiss. Hier liegen die Schneidezähne des Oberkiefers etwas über denen des Unterkiefers.

Beim sogenannten Vorbiss ist der Unterkiefer des Hundes etwas länger als der Oberkiefer. Bei einigen Rassen, etwa dem Boxer oder dem Mops, ist diese Fehlstellung des Kiefers für den Gesichtsausdruck des Tieres gewünscht, andere Hunde mit einer derartigen Fehlstellung würden wiederum von der Zucht ausgeschlossen.

Eine andere Fehlstellung des Kiefers ist der Rückbiss. Anders als beim Vorbiss ist hier der Oberkiefer länger als der Unterkiefer.

Bei einem Zangengebiss wiederum liegen die oberen Schneidezähne nicht leicht über den unteren, sondern stehen genau auf ihnen. Aus diesem Grund kann es bei Hunden mit dieser Fehlstellung zu einer stärkeren Abnutzung der Zähne kommen.

Neben den Kieferfehlstellungen kann es auch zu Zahnerkrankungen bei Hunden kommen. Am häufigsten handelt es sich dabei um:

  • abgebrochene Zähne
  • Parodontitis, also eine bakterielle Entzündung des Zahnbettes

Solche Erkrankungen äußern sich oft mit Symptomen wie:

  • Maulgeruch
  • Zahnbelag
  • lockeren Zähnen
  • Appetitlosigkeit
  • entzündetem Zahnfleisch