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Wenn jede Minute zählt

Erste Hilfe für den Hund: So handelst du richtig

Teaser Hund Erste Hilfe
Ob Vergiftung, Fieber oder versteckte Schmerzen – als Hundehalter solltest du Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen, um im Notfall schnell reagieren zu können. Bild: Pixabay/Laureetta Williams
Erste Hilfe für deinen Hund wird notwendig, wenn du in eine Notsituation gerätst. Dafür ist es wichtig zu wissen, was zu tun ist. In diesem Artikel erklären wir dir, welche Gefahren für dein Tier bestehen könnten und wie du im Notfall korrekt handelst.

Vielleicht nicht alltäglich, dennoch kann es sein, dass du auch für deinen Hund Erste Hilfe leisten musst. Insbesondere Giftpflanzen finden sich weit verbreitet und sind den Haltern als solche gar nicht bekannt.

Giftpflanzen: Viele Pflanzen in Haus und Garten sind für Hunde giftig, beispielsweise Hortensien und Engelstrompeten. Bei einer Vergiftung treten unter anderem Atemnot, Durchfall, Herzrasen und Krämpfe auf.
Reagiere schnell mit der Gabe von Kohletabletten. Halte dein Tier warm und überwache die Vitalparameter. Verschlechtert sich die Situation, muss dein Hund zum Tierarzt.

Schokolade: Frisst dein Hund Schokolade, kann das lebensgefährlich sein. Noch dazu gibt es kein Gegengift, daher ist schnelles Handeln erforderlich. Nimm sofort Kontakt zu einem Tierarzt oder einer Klinik auf. Halte Informationen zur gefressenen Menge an Schokolade und zu Größe sowie Gewicht deines Hundes bereit. Folge den Anweisungen der Profis.

Zecken: Die Tierchen sind Überträger der gefährlichen Krankheit Borreliose. Lahmheit, Bewegungsunlust, Fieber und Appetitlosigkeit können auf eine Borreliose-Infektion hindeuten. In diesem Fall kannst du selbst keine erste Hilfe leisten, suche einen Tierarzt auf.

Wasser: Auch Hunde können ertrinken. Wie beim Menschen gelangt dabei Wasser in die Lunge, was die Aufnahme von Sauerstoff blockiert.
Hebe deinen Hund an den Hinterbeinen hoch. Schwinge ihn so lange hin und her, bis kein Wasser mehr aus seinem Mund läuft. Führe Herzdruckmassage und Beatmung durch.

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Behandlung von Krankheiten mit akut auftretenden Symptomen

Verletzt sich der Hund oder erkrankt, besteht in einigen Situationen akute Lebensgefahr für das Tier. In diesen Fällen solltest du wissen, was zu tun ist.

Bissverletzung: Kämpfen Hunde miteinander, kann es zu klaffenden Wunden kommen. Besonders im Bereich von Kehle, Lungen und Wirbelsäule sowie bei starken Blutungen ist dein Hund in akuter Gefahr.

  • Stoppe die Blutung,
  • desinfiziere die Wunde
  • und lege einen Druckverband an.
    Suche in jedem Fall einen Tierarzt auf.

Durchfall: Vereinzelt auftretende Beschwerden sind meist unbedenklich. Dauern diese aber länger an oder treten gemeinsam mit Erbrechen auf, könnte es sich um ein ernstes Problem handeln.

  • Sorge dafür, dass dein Hund viel trinkt.
  • Dehydriert er trotzdem zu stark, benötigt er eine Infusion.
  • Beobachte dein Tier genau.

Wirkt es apathisch, hat Fieber und frisst nicht, solltest du ebenfalls den Tierarzt aufsuchen.

Juckreiz: Ständiges Kratzen kann viele Gründe haben. Bakterien, Parasiten und Pilze könnten beispielsweise der Auslöser für den Juckreiz sein. Außerdem kann eine Unverträglichkeit gegen Futter oder Pollen bestehen.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache für den Juckreiz. Unterstützend kannst du Hausmittel wie Aloe-Vera-Gel, antibakterielle Shampoos, Magerquark oder Heilerde nutzen.

Fieber: Bei einem Hund spricht man ab einer Körpertemperatur von 39 °C von Fieber. Hat dein Hund Fieber, deutet das auf eine akute Entzündung hin.

  • Schone deinen Hund.
  • Versuche, ihn zum Fressen und Trinken zu bewegen.
  • Kalte Kompressen helfen, die Temperatur zu senken.

Suche im Zweifelsfall oder bei andauerndem Fieber einen Tierarzt auf.

So erkennst und linderst du versteckte Krankheiten

Es gibt Anzeichen, die du als Hundebesitzer kennen solltest, um einzuschätzen, ob dein Tier erkrankt ist. Oft sind die Symptome mit veränderten Verhaltensweisen verbunden.

Gebetsstellung: Stützt sich dein Hund nur auf seine Vorderbeine, kann dies ein Hinweis auf starke Bauchschmerzen sein. Eine Nierenkolik, eine Magenverdrehung oder ein Darmverschluss könnten der Grund sein.
Zeigt dein Hund dieses Verhalten (Achtung: Verwechsle die Anzeichen nicht mit einer Spielaufforderung), solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen. Dein Tier hat extrem starke Schmerzen und muss schnell behandelt werden.

Mundgeruch: Schlechter Mundgeruch kann nicht nur auf mangelnde Mundhygiene hinweisen, sondern auch tiefergehende Ursachen haben.
Solltest du mit herkömmlichen Methoden der Zahnreinigung keinen Erfolg haben, könnte eine innere Erkrankung vorliegen. Lass dich von deinem Tierarzt beraten.

Zahnschmerzen: Diese sind nur schwer zu erkennen. Achte auf Hinweise wie Futterverweigerung oder Tränen in den Augen. Manchmal jaulen Hunde auf, wenn sie auf etwas beißen.
Hausmittel wie frische Weidenzweige oder das homöopathische Mittel Osanit können helfen. Kamillen- und Salbeiteewirken entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Herzwurm: Dieser Parasit kann bis zu 30 Zentimeter lang werden und lebt in Herz und Lunge von Hunden. Ein Befall bleibt oft lange unbemerkt, kann sich dann aber durch Appetitlosigkeit, Husten und Atemnot äußern.
Unbehandelt kann ein Herzwurmbefall tödlich enden. Wichtig ist hier eine möglichst frühzeitige Behandlung durch den Tierarzt.