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Depressionen beim Hund: Ursachen, Anzeichen und was Sie tun können

Labradormischling liegt auf Kissen und schaut traurig.
imago images / imagebroker
Depressionen treten auch beim Hund auf. Die Vierbeiner sind sensible Rudeltiere, die – so wie wir Menschen – bei Krisen oder einem emotionalen Ungleichgewicht in eine Depression fallen können. Diese psychische Krankheit ist nicht immer leicht zu diagnostizieren.
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Ursachen für Depressionen beim Hund: Von Boreout bis Traumata

Auch Hunde können an Depressionen erkranken. Die Ursachen dafür sind ganz unterschiedlicher Natur. Wie beim Menschen spielen Erfahrungen und Lebensumstände eine wichtige Rolle.

  • Als häufige Ursache für eine Depression beim Hund gilt ständiges Alleinsein. Hunde sind Rudeltiere und brauchen daher soziale Kontakte. Ist der Hund viele Stunden am Tag alleine, kann das zu psychischen Problemen bis hin zu einer ausgeprägten Depression führen.
  • Ebenfalls ein Auslöser ist Stress. Muss der Hund mit Herrchen oder Frauchen viele Termine und Unternehmungen absolvieren, ohne dass es ausgedehnte Ruhephasen gibt, kann das den Vierbeiner überfordern. Die Folge ist ein Burnout mit Depression.
  • Langeweile kann ebenfalls Stress verursachen. Geht der Besitzer mit seinem Hund nur kurz um den Block, wendet sich ihm kaum zu und fehlen soziale Kontakte zu anderen Hunden, kann das zu einem Boreout führen, der ebenfalls Depressionen als Folge haben kann.
  • Auch größere Veränderungen im Lebensumfeld des Hundes können Depressionen beim Hund auslösen. Dazu zählen unter anderem ein Umzug oder ein Besitzerwechsel, etwa weil der alte Besitzer gestorben ist. Das kann Ängste schüren und zu Stress führen.
  • Traumata sind Auslöser für Depressionen, etwa wenn dem Hund in seinem Leben Schlimmes widerfahren ist, wie Misshandlungen. Das betrifft vor allem Hunde aus Tierheimen und vom Tierschutz.

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Deutliche Verhaltensänderung als Hauptsymptom

Eine Depression kann sich beim Hund auf ganz unterschiedliche Weise äußern. Zu den Leitsymptomen gehören Lustlosigkeit, Teilnahmslosigkeit, Rückzug, verändertes Fressverhalten, eine verzögerte Reaktion auf Ansprache oder erhöhte Krankheitsanfälligkeit. Aber auch Aggressionen oder Unsauberkeit gehören zu den Symptomen ebenso wie das Auftreten des Hundes (leerer Blick, hängender Kopf und Schwanz).

  • Generell sollten Sie als Hundebesitzer hellhörig werden, wenn Ihr Hund sein Verhalten komplett ändert. Wenn also der treue Labrador sich plötzlich aggressiv gegenüber anderen zeigt oder der gefräßige Dackel sein Hundefutter verschmäht.
  • In diesem Fall sollten Sie einen erfahrenen Tierarzt aufsuchen, der zuerst körperliche Ursachen ausschließt. Bleibt zum Schluss der Diagnostik nur eine Depression übrig, sollten Sie sich die Unterstützung von erfahrenen Tierärzten, Hundepsychologen und Hundetrainern holen. Das gilt vor allem dann, wenn der Hund ein aggressives oder stark lethargisches Verhalten mit Fressverweigerung an den Tag legt.
  • Aber auch Sie als Besitzer können Ihren Hund bei einer Depression unterstützen. Seien Sie für Ihren Vierbeiner da – sowohl körperlich als auch gefühlsmäßig. Lassen Sie den Hund nicht über mehrere Stunden allein. Wenn Sie arbeiten müssen, können Sie den Hund vielleicht mit ins Büro nehmen. Ist das nicht möglich, unterstützt ein Hundesitter, eine Hundepension oder Hundekita.  
  • Sorgen Sie für ausreichend Abwechslung im Alltag für Ihren Hund. Jeder Hund will beschäftigt werden, an die frische Luft, rennen, tollen, braucht aber auch ausgedehnte Ruhephasen und Zeit für sich. Aber: Überfordern Sie Ihren Hund nicht mit zu vielen Terminen und Aktivitäten. Schalten Sie hier lieber ein Gang runter, falls Ihr gemeinsamer Tag vollgepackt ist.
  • Wichtig ist auch, dass Sie mit Ihrem Hund viel Geduld haben und eine Menge Einfühlungsvermögen zeigen, auch wenn es vielleicht nicht immer einfach ist.

Junger Dachshund schaut traurig.
Depressionen beim Hund zeigen sich unter anderem durch Lustlosigkeit und Lethargie. imago images / AFLO