Brachyzephalie beim Hund: Wissenswerte Infos zur Kurzköpfigkeit
Lena Bremer
,regionOfInterest=(1398,786)&hash=12db6bb89b6e1ba7ee5f0ccc7856e8b00357beb3c04f8e581738f752ff314e3c)
Brachyzephalie ist bei Hunden die Folge von Züchtungen und beschreibt einen besonders kurzen Hals und runden Kopf. Meist sind lebenslange Leiden die Folge.
Für bestimmte Links
in diesem Artikel erhält mit Tier eine Provision vom Händler.
Diese Links sind mit einem Icon gekennzeichnet.
Mehr
Das ist Brachyzephalie beim Hund
Der Begriff Brachyzephalie setzt sich aus den griechischen Wörtern für kurz und Kopf zusammen. Dieses Phänomen ist vor allem bei Hunden bekannt.
- Selektive Züchtungen sind für die brachyzephalen Hunderassen verantwortlich. Da viele Menschen die Symptome der Brachyzephalie ansprechend finden, wurden Hunde mit verkürzten, kleinen Köpfen bevorzugt gezüchtet und das Erscheinungsbild verstärkt.
- Es handelt sich um eine genetische Veranlagung der Hunde, die das Knochenwachstum des Hals- und Schädelbereiches betrifft. Die Knochen bilden sich weniger stark aus, dadurch bleibt der Kopf kleiner und das Gesicht häufig flacher als gewöhnlich.
- Besonders betroffen sind Hunderassen wie Möpse, Bulldoggen oder Boxer. Brachyzephalie gibt es aber noch bei weiteren Hunderassen und kommt auch bei anderen Tieren, wie zum Beispiel Katzen, vor.
,regionOfInterest=(2463,1385.5)&hash=4689d544372bd2695af3ac2ecca9aaa34e552c4c68663e5dc33acd890795e2ef)
Probleme durch Brachyzephalie beim Hund
Das vermeintlich niedliche Aussehen von Hunden mit Brachyzephalie hat auch eine Kehrseite. Die betroffenen Tiere leiden zumeist unter verschiedenen Gesundheitseinschränkungen.
- Auch unter brachyzephalen Hunden gibt es Ausnahmen, die ohne weitere körperliche Einschränkungen ein gesundes Leben führen können. Bei der deutlichen Mehrheit kommt es aber zu gesundheitlichen Problemen, weshalb die Züchtung brachyzephaler Hunde stark in der Kritik steht.
- Hunde mit Brachyzephalie haben häufig Atemwegsbeschwerden. Das kann sich durch vermehrtes Hecheln oder Schnarchen äußern, aber auch durch häufiges Luftschnappen und sogar Atemnot. Diese Hunde kommen schneller außer Atem, sind dementsprechend eingeschränkt, leben mit Schmerzen und es existiert das Risiko, zu ersticken.
- Auch den Kehlkopf betrifft typischerweise ein gesundheitliches Risiko. Der Kehlkopfknorpel oder das Gaumensegel können sich verformen und dadurch bis zum Kollaps führen. Durch ärztliche Behandlung kann zumeist der Kollaps oder das Ersticken verhindert werden, die Beschwerden bleiben aber.
- Eine Folge der problematischen Atemwege sind Magen-Darm-Beschwerden. Dabei handelt es sich um Verdauungsprobleme, Blähungen und Schmerzen durch das Verschlucken von zu viel Luft.
- Besonders hohe Temperaturen verschlimmern die Symptome. Im Sommer gilt dementsprechend besondere Vorsicht. Das Risiko für Hitzschläge ist erhöht, die Atemwege sind enger als bei niedrigen Temperaturen und das Hecheln ist weniger effizient. Auch Übergewicht verstärkt die Probleme des Hundes.