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Peritonitis kann tödlich enden

Bauchfellentzündung beim Hund: Wissenwerte Infos zur Erkrankung

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Ein Hund beim Tierarzt – eine schnelle Diagnose ist bei Verdacht auf Bauchfellentzündung lebenswichtig. imago images / blickwinkel
Eine Bauchfellentzündung beim Hund kann sehr gefährlich werden. Daher ist es wichtig, sie schnellstmöglich behandeln zu lassen.

Eine Bauchfellentzündung beim Hund wird auch Peritonitis genannt. Beim Bauchfell handelt es sich um eine dünne Schicht, die sich zwischen der Bauchinnenwand und den Organen befindet. Ist diese entzündet, kann das im schlimmsten Fall zum Tod des Hundes führen.

Eine Entzündung des Bauchfells kann unter Umständen schwerwiegend sein. Manchmal tritt sie in Folge einer Infektion auf, dann handelt es sich um eine sogenannte septische Bauchfellentzündung. Nun ist schnelles Handeln sehr wichtig.

Bei einer septischen Peritonitis kann es zu erheblichen gesundheitlichen Folgen für die Organe kommen. Du solltest also immer deine Tierärztin oder deinen Tierarzt aufsuchen, wenn du den Verdacht auf eine Bauchfellentzündung hast.

Vermeiden oder vorbeugen kannst du einer Bauchfellentzündung nicht. Es gibt viele verschiedene Auslöser, auf die du keinen Einfluss hast.

Eine Bauchfellentzündung muss aber nicht lebensbedrohlich sein. Es kommt auf die Art der Erkrankung an, wie hoch die Heilungschancen sind. Eine septische Peritonitis ist die schwerwiegendste Form der Bauchfellentzündung. Für etwa 20 bis 48 Prozent der betroffenen Hunde endet sie tödlich.

Bauchfellentzündung beim Hund: die Symptome

Jedes Krankheitsbild zeigt bestimmte, aber auch unspezifische Anzeichen. Bei einer Bauchfellentzündung sind die Symptome abhängig davon, durch welche Ursache sie entstanden ist.

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Am Anfang einer Peritonitis können die Symptome oft nicht eindeutig zugewiesen werden. Erst im weiteren Verlauf der Krankheit treten Anzeichen auf, die auf eine Bauchfellentzündung hinweisen.

Dazu gehört in erster Linie ein schlechter Allgemeinzustand deines Hundes. Er könnte:

  • unter Fieber leiden
  • den Appetit verloren haben

Weitere Anzeichen könnten erhebliche Bauchschmerzen sein. Leidet ein Hund unter Schmerzen im Bauch, zeigt er für gewöhnlich die sogenannte Gebetsstellung. Dabei:

  • streckt er die Vorderbeine nach vorne
  • neigt den Oberkörper Richtung Boden

Ebenso könnte dein Hund unter Durchfall und Erbrechen leiden. Bemerkt du einen schnellen und pochenden Pulsschlagsowie eine hohe Atemfrequenz, könnte ein lebensbedrohlicher Schock vorliegen. Suche daher umgehend deine Tierärztin oder deinen Tierarzt auf.

So wird eine Bauchfellentzündung diagnostiziert

Wichtig ist, dass du bei den ersten Anzeichen einer Bauchfellentzündung sofort deinen Veterinär oder deine Veterinärinaufsuchst. Nur durch eine rasche Behandlung kann deinem Hund geholfen werden.

Mache dir gegebenenfalls Notizen über die Symptome, die du bemerkt hast. Dein Tierarzt oder deine Tierärztin wird dich danach fragen.

Dann wird dein Hund erst einmal allgemein untersucht, um einen Eindruck des Allgemeinzustandes zu bekommen. Danach erfolgt eine Abtastung des Bauches. Bei vorhandenen Schmerzen wird sich dieser hart anfühlen.

Liegt bei deinem betroffenen Tier bereits eine Apathie vor, ist es unter Umständen möglich, die inneren Organe von außen zu erfühlen. So könnte schon eine erste Eingrenzung der Bauchfellentzündung erfolgen.

Damit dein Tierarzt oder deine Tierärztin weitere Indizien finden kann, ist entweder eine Röntgenaufnahme oder eine Ultraschalluntersuchung notwendig. Sind die Organe auf den Aufnahmen schwer zu erkennen, könnte dies ein Hinweis auf eine Peritonitis sein. Das liegt an der Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum. Von dieser wird der Tierarzt oder die Tierärztin eine Probe entnehmen, um sie zu untersuchen. Liegt jetzt eine große Ansammlung von Eiweiß und Zellen vor, ist das ein deutliches Zeichen für eine Bauchfellentzündung.

Zu guter Letzt liefert ein Bluttest letzte Ergebnisse, um eine Bauchfellentzündung festzustellen. Hier sind dann meist zu viele weiße Blutkörperchen vorhanden.

Ursachen und Behandlung einer Bauchfellentzündung

Meist liegt eine bakterielle Infektion zugrunde, um eine Bauchfellentzündung hervorzurufen. Dies ist aber nicht immer der Fall, deshalb wird in zwei verschiedene Arten der Entzündung unterteilt:

  • Primäre Peritonitis
    Bei der sogenannten primären Peritonitis ist das Blut ursächlich. Diese ist eher selten und tritt meist in Verbindung mit einem schwachen Immunsystem auf.
  • Sekundäre Peritonitis
    Die sekundäre Peritonitis ist häufiger anzutreffen. Hier ist eine Infektion im Bauch dafür verantwortlich. Auch Keime, die durch eine Verletzung in den Körper gelangten, können ursächlich sein.

Bei der sekundären Peritonitis wird wiederum in eine aseptische oder septische Bauchfellentzündung unterschieden:

  • Die aseptische Peritonitis entsteht durch mechanische oder chemische Störungen im Bauchfell. Hier sind dann fremdes Material im Bauch oder Medikamente ursächlich.
  • Eine septische Entzündung des Bauchfells kommt am häufigsten vor. Sie wird durch Verletzungen im Magen-Darm-Bereich hervorgerufen. Hier können dann Keime in den Bauchraum eintreten. Ebenso kann durch das Aufreißen von Wunden der Eintritt von Keimen möglich sein.

Behandelt wird eine Bauchfellentzündung in der Regel mit:

  • Infusionen
  • Schmerzmedikamenten
  • Antibiotika
  • Medikamenten gegen Übelkeit
  • einem Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes

Ist der Hund stabil, wird ein operativer Eingriff vorgenommen. Dabei wird die Bauchhöhle eröffnet, um die Ursache ausfindig zu machen. Diese wird beseitigt und Proben entnommen, um den Erreger festzustellen. Weiterhin wird abgestorbenes Gewebe entnommen und die Bauchhöhle gespült.